
Touren
Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.
Der Schweizer Alpen-Club (SAC) hat die SAC-Wanderskala überarbeitet und neu gestaltet -> Link zur SAC-Seite
Beschreibung der Anforderungen: SAC Wanderskala Skala
| Tourenreglement | |
| Wichtige Telefonnummern und Links | INFO |
| Bitte Fotos und Tourenberichte senden an | tourenbericht@sac-zofingen.ch |
| Damit auch sicher das Notfallblatt im Rucksack ist, hier das | Dokument |
So 20. Sept. 2026
Saisonschlusswanderung Lauterarhütte
«Gemeinsam geniessen wir die beiden letzten Tage in der Saison im Lauteraargebiet.» Unter diesem Motto machte sich am Bettag eine kleine Gruppe von sechs Mitgliedern der SAC-Sektion Zofingen auf den Weg zur Lauteraarhütte. Die traditionelle Schlusswanderung bildet jeweils den Abschluss der bewarteten Sommersaison. Nachdem sie in den vergangenen zwei Jahren wetterbedingt hatte abgesagt werden müssen, standen die Zeichen diesmal bestens: Zwei Tage mit sehr guten Wetterverhältnissen lagen vor uns.
Die Anfahrt führte von Zofingen ins Haslital – natürlich nicht ohne den obligaten Kaffeehalt im Hotel Bären in Guttannen. Beim Grimsel Hospiz begann anschliessend unsere Wanderung. Der Weg folgte dem Grimselsee in Richtung Lauteraarhütte und führte uns durch eine besonders schöne herbstliche Landschaft. Nach den Murgängen, die den Hüttenweg verschüttet hatten, ist die Route inzwischen wiederhergestellt und neu markiert. Sie lässt sich nun sehr gut auffinden.
Tourenleiter Dominik Schild, Hüttenchef der Lauteraarhütte, begleitete eine Gruppe, die das Gebiet bestens kennt: Alle Teilnehmenden waren bereits mehrmals auf der Hütte. Umso schöner war das Wiedersehen mit den Hüttenwarten Stefan Hablützel und Claudia Schiesser. Sie empfingen uns herzlich und überraschten uns auf der Terrasse mit einem ausgezeichneten Apéro. Vor uns öffnete sich der eindrückliche Blick auf die Gletscherlandschaft des Lauteraargebiets – der perfekte Ort, um gemeinsam auf die sehr erfolgreich verlaufene Saison anzustossen.
Auch kulinarisch blieben keine Wünsche offen: Mit dem Nachtessen und dem Morgenessen am folgenden Tag bereiteten uns Stefan und Claudia ein echtes Hüttenerlebnis. Den unvergesslichen Höhepunkt lieferte jedoch die Tierwelt. Am Abend kreiste ein Bartgeier mehrmals direkt über der Lauteraarhütte. Zudem konnten wir in Hüttennähe wiederholt einen Steinadler beobachten, und in Sichtweite zeigte sich majestätisch ein Steinbock. Diese eindrücklichen Begegnungen in unmittelbarer Umgebung liessen uns einmal mehr staunen.
Nach dem Frühstück hiess es am folgenden Morgen Abschied nehmen. Auf dem vertrauten Weg wanderten wir dem Grimselsee entlang zurück zum Grimsel Hospiz. Hinter uns lagen zwei genussvolle Tage mit prächtigem Herbstwetter, herzlicher Gastfreundschaft und aussergewöhnlichen Naturbeobachtungen. So wurde die Saisonschlusswanderung nach zwei ausgefallenen Jahren zu einem rundum gelungenen Abschluss der Sommersaison im Lauteraargebiet.
Bericht: Samuel Schmid
Sa 19. Sept. 2026
Fyrobetour zum Wochenausklang
Fr 18. Sept. 2026
Gurnigelpass-Gäggersteg-Riffenmatt
Wir fahren mit dem 07:32 Zug nach Bern und weiter nach Thurnen, wo wir aufs Postauto bis Gurnigel Berghaus umsteigen. Dieses ist innen schön umgebaut und wir bekommen Kaffee und Gipfeli. Um 09:45 starten wir nach Westen auf den Gantrisch Panoramaweg (regionale Wanderroute 379). Wir starten bei bewölktem, noch kühlem Wetter, aber schon eine halbe Stunde später drückt die Sonne durch. Der Weg verläuft abwechslungsreich und gut ausgebaut durch Buschwerk, Tannenwald und offenes Weideland auf der Krete, die gegen Norden oft steil abfällt mit Sicht aufs Mittelland. Links, oder südlich begleitet uns stets die Gantrisch-Kette. Am Wegrand leuchten diverse grosse Fliegenpilze. Auf der Schüpfenflue, mit 1721 m der höchste Punkt, essen wir eine halbe Stunde zu Mittag.
Über den Gägger, die Pfyffe und die Chesere, mit einer Höhle etwas abseits des Weges, erreichen wir den Horbühlpass, von wo aus wir etwas steiler, fast immer dem Wanderweg folgend, nach Riffenmatt absteigen. Ohne Bier, da wir das stündlich fahrende Postauto nicht verpassen möchten, fahren wir nach Schwarzenburg, wo wir in den Zug nach Bern, dort in den verspäteten Direktzug umsteigen und bald in Zofingen ankommen. War wirklich schön.
Bericht: Robert Fitzi
Sa 12. Sept. 2026
Niesen Nordgrat
Wir trafen uns wie so oft um halb sieben auf Perron 3 und fuhren anschliessend mit dem Zug über Bern nach Thun. Von dort aus legten wir die letzte Etappe mit dem Bus bis nach Wimmis zurück. Im Wald führte der Weg in zahlreichen steilen Kehren bergauf. Im Schatten war es noch recht frisch, ein Gefühl, an das wir uns nach dem heissen Sommer erst wieder gewöhnen mussten. Bei der Halbzeit auf rund 1500 Metern erreichten wir eine Alp mit einladenden Sitzgelegenheiten an der Sonne. Das war natürlich der ideale Ort für einen ausgiebigen Znünihalt.
Kurz nach der Alp zweigte der wenig begangene Nordgrat in einer Linkskurve ab. Sofort wurde es noch steiler, und der Untergrund war stellenweise rutschig. Mit Händen und Füssen kämpften wir uns vorwärts. Auf etwa 2100 Metern liessen wir den Wald endlich hinter uns und jemand jodelte vor Erleichterung so laut, dass sämtliche Steinböcke erschrocken das Weite suchten. Ob das tatsächlich so war, liess sich allerdings nicht überprüfen. Der Weg jedenfalls blieb zwar steil, war nun aber zum Glück mehrheitlich trocken. Vor den letzten 200 Höhenmetern gönnten wir uns einen weiteren Halt zum Mittagessen mit herrlicher Aussicht auf den Thunersee und das Stockhorn.
Kaffee und Dessert genossen wir anschliessend auf dem Gipfel auf 2362m. Stolz blickten wir auf die 1700 Höhenmeter zurück.
Gleichzeitig waren wir nicht unglücklich darüber, dass uns die 1910 erbaute Standseilbahn den Abstieg nach Mülenen abnahm. Von dort traten wir mit der Bahn die Heimreise an.
Text und Bilder: Alle
So 6. Sept. 2026
Wanderwoche Langtauferertal
Samstag, 5. September 2026
Damit wir am Sonntag auf keinen Fall die Einlauftour verpassen würden, machten wir uns bereits am Samstag zu zweit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg nach Melag ins Langtauferertal. Eine echte 3-Länder-Reise – ganz ohne Grenzstress und mit deutlich weniger Umsteigen, als man bei einer internationalen Expedition erwarten könnte.
Im Hotel Alpenjuwel wartete bereits die erste Überraschung: Eine weitere Teilnehmerin war schon eingetroffen und hatte offenbar ebenfalls erkannt, dass man bei einer Wanderwoche besser rechtzeitig als zu spät anreist.
Zur optimalen Vorbereitung auf den morgigen Tourenstart genossen wir bei Köllemann’s unser erstes 5-Gang-Menü. Schliesslich will eine Wanderwoche nicht nur gut geplant, sondern auch gut verköstigt sein.
Sonntag, 6. September 2026
Ausgeschlafen und bestens gelaunt starteten wir den Tag ganz gemütlich mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Um 11:00 Uhr war es dann allerdings vorbei mit der morgendlichen Ruhe: Die restlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer trudelten ein – die Wanderwoche nahm Fahrt auf.
Nach einer kurzen Begrüssung wurden der Zeitplan – Abmarsch um 12:00 Uhr – sowie die Route für die Einstiegstour bekannt gegeben. Wobei: Der Begriff „Einstiegstour“ war vielleicht doch etwas tiefgestapelt. Was folgte, war eher ein wunderbarer Sonntagsspaziergang im gepflegten Plaudertempo zur Melager Alm.
Dort wartete bereits die erste „Jause“ der Woche. Zu den kulinarischen Höhepunkten gehörte ein hervorragendes Weissbier – selbstverständlich alkoholfrei, schliesslich wollten wir nicht schon am ersten Tag vom Weg abkommen.
Für zusätzliche Spannung sorgte ein Rettungsquad mit Blaulicht und Anhänger für Patiententransporte, das gerade im Einsatz war. So wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, dass auch ein gemütlicher Sonntagsspaziergang durchaus logistische Herausforderungen bereithalten kann.
Ein weiteres hervorragendes 5-Gänge-Menü und angeregte Gespräche bildeten den würdevollen Abschluss unseres ersten Wandertages. Ein gelungener Auftakt: gemütlich, gesellig und kulinarisch bereits auf höchstem Niveau.
Bericht: Christoph Ruchti
Montag, 7. September 2026
Nach dem reichhaltigen Frühstück starten wir auf der Strasse das Tal auswärts bis zum Skilift Maseben, der seit Jahren ausser Betrieb ist. Wir setzen uns dicht in den Land Rover des Maseben-Wirtes. Er fährt uns hinauf zur Bergstation auf 2110 m Höhe. Leider holt sich Irene Schürfungen beim Einsteigen wird von Käthi oben zuerst gepflegt. Wir folgen dem abwechslungsreichen unteren Weg mit Nummer 6 zum Mahder Kreuz. Von dort steigen wir recht steil auf, zuerst durch eine sumpfige und dann mehr mit Blöcken durchsetzte Wiesen, den nur hier nicht immer ganz einfach zu findenden Wegmarkierungen folgend.
Dann halten wir für ein Wegstück die Höhe und übersteigen einen massiven Holzzaun. Gleich dahinter finden wir ein sehr junges Kälbchen ohne Mutterkuh. Wir merken uns die Stelle auf der Karte. Der markierte Weg steigt dann wieder recht steil an. Nach einiger Anstrengung erreichen wir zufrieden den Mutzen-Grat als höchsten Punkt dieses Tages mit 2450 m, mit Aussicht auf den Reschensee. Wir ziehen uns wenige Meter zurück in den Windschatten unter dem Grat und essen zu Mittag. Dann gehen wir über den Grat zum Kreuz mit herrlichem Ausblick vor dem Abstieg nach Kapron.
Auf der ganzen Route sehen wir viele Lärchen- oder Goldröhrlinge. Die duftenden Arven-Wälder bilden eine hohe Waldgrenze auf über 2000 m. Weiter unten treffen wir vermehrt schöne, gesunde Lärchen. Ab und zu gibt's Heidelbeeren zu pflücken. Vor der Kaproner Alm kommt uns ein Hirte entgegen. Jeanette und Christoph berichten ihm vom Kälbchen, so dass er den, für das Kälbchen zuständigen Hirten kontaktieren kann. Bei der Alm sitzt eine jüngere Sennerin, die zuerst wenig Begeisterung zeigt, dann aber Sirup serviert und sich über die 20 Euro, die ihr Kurt gibt, sehr freut. In einer knappen Stunde sind wir in Kapron, wo wir auf den Bus warten, der uns zurück ins Hotel zu einem feinen Weihenstephan Weizenbier bringt. Wir erlebten eine gelungene, sehr schöne Tour.
Bericht: Röbi Fitzi
Dienstag, 8. September 2026
Um 8:45 starteten wir unsere Tour direkt beim Hotel Richtung Melageralm, kurz zuvor bogen wir links ab, Richtung Weisskugelhütte. Auf dem Weg begegnete uns eine meckernde Ziege, die scheinbar ihre Familie verloren hatte und zur falschen Herde eindringen wollte. Während dem Aufstieg begleiteten uns auch blökende Schafe und weidende Kühe. Nach 30 Minuten war der steilste Teil überwunden und der Weg führte gemächlicher zur Weisskugelhütte, die wir nach 2 h 45 erreichten. Nach der Verpflegung vot der Hütte genossen wir die schöne Aussicht auf den Gepatschferner, den Weisskugel, die Langtauferspitze und viele mehr. Am gigantischen Wasserfall ist der Gletscherschwund deutlich zu erkennen. Nun stiegen wir über den untern Weg zur Melageralm hinab, um uns dort noch einmal zu stärken. Im Hotel hatten wir nun noch genügend Zeit für Wellness und freuten uns auf ein gutes Nachtessen.
Bericht: Käthi Däster
Mittwoch, 9. September 2026
Da für heute Regenwetter vorausgesagt wurde, lancierte unser Tourenleiter am Vorabend das Leitwort «gemütlicher, aber nicht untätiger Ruhetag»! Er organisierte eine äusserst interessante Führung durch einen der vielen Bunker, welche unter dem Gebirge rund um den Reschenpass im Verborgenen sind.
Vorab war die Stimmung beim Frühstück – wie alle Tage – bereits sehr aufgeheitert, d.h. es wurde gefrotzelt und geneckt, der Tag war so oder so gerettet. Damit wir nicht allzu übermütig wurden lautete Christoph’s Idee, wenigstens während 2 ½ Std. dem Reschensee entlangzulaufen. Vorerst wurde aber in Graun Kurt’s Geduld ziemlich auf die Probe gestellt, sodass er sich weit auf die Strasse hinauslehnte, um nach dem verspäteten Bus Ausschau zu halten. Ganz nach dem Motto: «Söll emol cho!!»
So starteten wir um 11:15 Uhr bei trockenem Wetter am Südufer des Reschensees und wanderten gemütlich dem Uferweg entlang zurück nach Reschen, wo genügend Zeit für einen Imbiss blieb.
Anschliessend trafen wir «unseren» Bunkerführer Ludwig; ein sehr versierter Kenner dieser Anlagen. Im Dreiländereck Italien/Österreich/Schweiz gibt es nebst den Bunkern zahlreiche historische Grenzbefestigungen wie Panzersperren oder der Klausenturm Altfinstermünz. Die Befestigungsanlagen sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte zu ermöglichen. Ludwig erklärte uns auf sehr unterhaltsame Art und Weise, wie die Bunker 1938 gebaut wurden und noch bis 1992 italienische Soldaten dort stationiert waren. Besichtigt werden kann nur der Bunker Nr. 20, welcher 250 m lang und 3 m hoch ist. Zu jedem der verschiedenen Räume und Relikte aus der vergangenen Kriegszeit vermittelte Ludwig in seiner eigenen unterhaltsamen Redensart sehr viele interessante Begebenheiten. Aktuell wird sogar ein Raum als Käselager benutzt, da das Klima dafür ideal ist. Und immer wieder liess er schalkhaft einfliessen, dass sie keine Italiener, sondern Tiroler seien!
Unterdessen hat auch der vorausgesagte Regen eingesetzt, sodass wir im Schutz unserer Regenschirme als Abschluss noch zur Quelle der Etsch, dem zweitlängsten Fluss Italiens, spazierten. Sie sprudelt unweit des Bunkers ans Tageslicht, fliesst später durch’s Trentino und Venetien und mündet schliesslich in die Adria.
Mit der Busfahrt zurück nach Melag endet ein sehr eindrücklicher Tag voller Inspirationen.
Bericht: Annelies Estermann
Donnerstag, 10. September 2026
Nach zwei sonnigen und einem regnerischen Tag weiss das Wetter heute nicht, was es will. Mal ist es sonnig und warm, mal bedeckt und kühl. Der Wetterradar meldet ab Mittag Regen.
So entscheiden wir uns für eine Alternativroute und wählen den Panoramaweg von Melag Richtung Graun (obwohl sich heute das Panorama nicht oft zeigt. Auf dieser Route haben wir die Möglichkeit, an einigen Stellen ins Tal abzusteigen und die Tour abzubrechen.
Eingehüllt in Nebelschwaden und von einem kühlen Wind begleitet, starten wir die Tour in Melag (1915 m.ü.M.). Ab und zu blinzelt die Sonne hervor und es wird sofort warm und schwül. Die Tour führt uns über teils steinige Alpwege, mal rauf, mal runter, durch einen Tunnel mit Kuhfladen bedecktem Boden, auf Graswegen durch uralte Lärchenbestände, vorbei an einer Eselgruppe und einer Wolfsgrube und über Holzbretter-Brücken überqueren wir einige kleinere Bäche. Nach einer kurzen Mittagsrast setzt der Regen ein (wie prognostiziert). Wir steigen nach Pedross (1694 m.ü.M.) ab und warten dort im geschützten Bushaltehäuschen auf den nächsten Bus.
Um 13:30 sind wir zurück in unserer Unterkunft, im Hotel Alpenjuwel in Melag. Den regnerischen Nachmittag verbringt jeder selbst, je nach dem, was sein Herz begehrt. Schlafen, lesen, plaudern oder im Pool und in der Sauna des Hoteleigenen-Wellness-Bereichs.
Um 18:00 Uhr treffen wir uns wie gewohnt zum Apéro. Und siehe da, heute erwartet uns eine spezielle Überraschung: Irène Ringier hat Geburtstag und offeriert für alle einen feinen und schön angerichteten Apéro-riche. Nochmals herzlich Dank Irène.
Nach dem 5-Gang-Abendessen und dem Verdauungsschnäpschen neigt sich der heutige Tag dem Ende zu, bald ist Nachtruhe. Ich vermute, dass alle mit vollem Bauch, glücklich und zufrieden in ihr Bettchen geschlüpft sind.
Bericht: Jeannette Bühler
Sa 5. Sept. 2026
Block 4: Gletscher Dossengebiet
Zu sechst machten wir uns am Samstagvormittag auf den Weg von Zofingen ins Rosenlaui bei Meiringen. Unser Plan: die Anwendungstour des Gletscherkurses auf das Rosenhorn. Die letzten Regentropfen fielen, während wir uns im Restaurant noch mit einem Kaffee stärkten. Und danach ging es los in Richtung Dossenhütte, unserem Tagesziel. Der abwechslungsreiche Weg führte durch den Wald, auf eine Gletschermoräne und über Leitern im Fels. Mit einer grossartigen Aussicht auf den Rosenlouwigletscher und spannenden Gesprächen verging die Zeit schnell, und wir erreichten die Dossenhütte auf 2663 m.ü.M. nach knapp 2.5h. Den Rest des Nachmittags konnten wir mit Kuchen, einer etwas nebligen Aussicht und Rucksack umpacken verbringen. Ziemlich hungrig gab es am frühen Abend noch eine interessante Rede vom Hüttenwart Dave - und mit viel Wissen über die Wetter- und Besucherstatistik der SAC-Hütte konnten wir uns danach die Bäuche am leckeren Pasta-Buffet vollschlagen. Am Abend wurde selbstverständlich noch die Tour am Folgetag genauer erklärt, bevor es mit einer gewissem Vorfreude und Nervosität ins Bett ging.
Der Wecker klingelte um 3:45 Uhr - voller Tatendrang sass unsere Gruppe 15min später am Frühstückstisch. Im Dunkeln startete unsere Tour am kurzen Seil hinauf über den felsigen Dossensattel bis zum Gletscher. Steigeisen montiert, Pickel in der Hand und Stirnlampe in der Tasche versorgt ging es von da aus weiter im Sonnenaufgangslicht über das Eis. Die Teilnehmer waren bei einigen Passagen froh über die gelernten Tricks im Vorbereitungskurs. Es folgte ein kurviger Weg, vorbei und über die vielen Spalten des aperen Gletschers. Langsam näherten wir uns unserem Ziel - und nach 6 Stunden erreichten wir schliesslich den kurzen Grat, welcher uns über die letzten 200 Höhenmeter zum Gipfel des Rosenhorns führte. Mit genialer Aussicht auf den Gletscher, den Eiger, das Schreckhorn und vielem mehr genossen wir ein wohlverdientes Picknick auf 3689m.ü.M. Der Abstieg zurück zur Hütte erfolgte auf dem selben Weg zurück durch das Spaltenlabyrinth, einzig die Temperatur hatte sich deutlich verändert. Die Wärme sorgte für eine doch ziemlich grosse Erleichterung, als wir die Dossenhütte mit einigen Litern Rivella an Lager erreichten. Nach einer gemütlichen Pause begaben wir uns schliesslich über den etwas technischen T4 Wanderweg zurück ins Tal. Mit etwas schweren Beinen, unzähligen Fotos und sehr guten Erlebnissen erreichten wir den Parkplatz am späteren Nachmittag. Es war ein erfolgreiches Wochenende, von welchem wir mit vielen schönen und lustigen Erinnerungen nach Hause gingen.
Text und die Bilder: Aline Pauchard.
Sa 29. Aug. 2026
Anspruchsvolle Gratwanderung
Da uns der geplante Brienzergrat infolge der Niederschläge am Vortag zu gefährlich schien, wählten wir als neues Tourenziel den Haldigrat mit Brisen und Risetenstock.
Wir trafen uns pünktlich um 06.25 auf dem Perron 2 und fuhren via Luzern und Dallenwil nach Niederrickenbach, wo wir um 8 Uhr ankamen. Zu dieser Zeit waren wir noch fast alleine. Den Grund erfuhren wir kurz darauf: das Pilgerhaus war erst ab 9 Uhr offen. Da die Sesselbahn auf den Haldigrat auch erst um 9 Uhr öffnete, entschieden wir uns spontan, zu Fuss zu gehen. In rekordverdächtigen 2 Stunden waren wir bei der Bergstation Haldigrat, wo es dann endlich einen Kaffee gab.
Schnurstracks ging es weiter auf den Grat, zusammen mit vielen anderen Wanderern. Exakt um 12 Uhr waren wir auf dem Brisen (2400m), wo wir für die Aussicht auf den Vierwaldstättersee fast eine Nummer ziehen mussten, so voll war es auf dem Gipfel. Nach dem Zmittag nahmen wir noch den Risetenstock mit, obwohl wir unterwegs fast von den Herdenhunden gefressen wurden. Danach ging es nur noch abwärts. Erst kurz vor der Klewenalp hatte es nochmals einen kleinen Anstieg. Dank unserem Endspurt erwischten drei von uns wie geplant das Bähnli um 15.30. Die restlichen 2 blieben am Drehkreuz hängen und kamen eine Viertelstunde später. Dafür konnten sie noch etwas dem Hackbrettduo Kellerheims zuhören, welches auf der Klewenalp ein Konzert gab. Gemeinsam fuhren wir zum Schluss mit vielen anderen Ausflüglern im überfüllten ÖV via Stans nach Hause.
Text und Fotos: alle
Sa 22. Aug. 2026
Klettersteig Rigidalstock
Anzahl Personen: 2. Davon Damen: 0
Zeitplan
06:25 Treffpunkt Gleis 2 in Zofingen
06:30 Abfahrt nach Engelberg
08:15 Ankunft Brunni Talstation
08:40 Ankunft Brunnihütte mit Bahn/Sessellift. Angenehm ruhig. Wir starten gleich.
09:30 Klettersteig Zittergrat geschafft
11:30 Auf dem Rigidalstock; via Klettersteig Rigidalwand. Allgemeine Freude herrscht. Gipfelfoto
12:30 Am Fusse des Klettersteigs Rigidalgrat
13:25 Ankunft Brunihütte via Wanderweg. Bier für beide. Ziemlicher Zirkus hier
13:40 Abmarsch Richtung Ristis, von dort mit der Bahn nach Engelberg
16:30 Ankunft Zofingen
Wetter
Morgens auf dem Sessellift sind es 9 Grad. Die mit Daunenjacke haben Glück. Der Rest des Tages immer wieder angenehme Bewölkung. An der Sonne ist es sofort heiss.
Bemerkungen
- Früh gehen, dann ist man alleine. Nachmittags sind vor allem die unteren Klettersteige verstopft.
- Nach Regen sind die Abschnitte mit Erde sehr rutschig. Fels war trocken und griffig. Unterhalb des Gipfels teilweise Schneeflecken von der Nacht davor.
- Unter dem Gipfel Drohnenangriff knapp über unseren Köpfen. Haben leider nicht rausgefunden, woher.
Bericht und Fotos: M. Lattmann
Sa 15. Aug. 2026
Block 4: Gletscher Rhonengletscher
Der vierte Block der Ausbildungsserie „Projekt Phoenix“ bestand aus einem abwechslungsreichen, sonnigen und lehrreichen Tag auf dem Rhonegletscher.
Am Samstagmorgen machten wir uns auf den Weg Richtung Furkapass, um noch vor den Touristenmassen vom Hotel Belveder Richtung Gletscher zu laufen. Beim Eis angekommen gab es bereits einige Theorie-Inputs zum Thema „Anseilen auf dem Gletscher“ und „Gehen mit Steigeisen“. Es wurde miteinander geübt und unterstützt, um anschliessende in drei Seilschaften das kurze Stück über den Gletscher zu laufen. Da dieser bereits Blank war, konnten die Route zwischen den Spalten problemlos gewählt werden.
Oben angekommen wurden wir vom vorrausgegangen Team empfangen, welches bereits einen spannenden Steigeisenparcour installiert sowie geeigente Spalten gefunden hat. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und starteten mit den Posten. Zum einen konnten wir Schritt für Schritt unterschiedliche Varianten der Spaltenrettung kennenlernen und gleich selbst ausprobieren. Neben vielen neuen Inputs fehlte der Spass natürlich nicht - besonders die kurzen Gespräche der hängenden „Opfer“ in der Spalte, die auf ihre Rettung warteten. Der anderen Gruppe wurden zeitgleich die gängisten Techniken zum Gehen mit Steigeisen in steilem Gelende nähergebracht. Nach dem Mittagessen auf dem sonnigen Gletscher wurde dann gewechselt.
Nach knapp 5 Stunden seit Verlassen des Parkplatz gaben uns die aufziehenden Wolken den Anstoss, den Rückweg anzutreten. Alles zusammengepackt folgte der 30-minütige Rückweg über den Gletscher. Bei perfektem Timing erreichten wir glücklich und zufrieden das Auto im selben Moment, wie die ersten Regentropfen fielen.
Der Abschluss dieses vielseitigen und spannenden Kurstages war dann ein riesiges Stück Kuchen im Restaurant Tiefenbach.
Bericht und Fotos: Dario Ammann
Sa 25. Juli 2026
Les Diablerets
Ausweichtour anstelle des Westgrats von Les Diablerets
Wir freuten uns auf einen abwechslungsreichen Ausflug in die Westschweiz, aber leider sagte der Wetterbericht für Les Diablerets ab Samstagabend und den ganzen Sonntag über starken Regen voraus. In der Höhe war sogar Schneefall möglich. So entschieden wir uns, stattdessen am Samstag einen Grat im Jura zu besteigen.
Wir trafen uns zu viert um 8 Uhr am Bahnhof von Moutier und liefen dann auf der Strasse -leider ohne Trottoir – durch die Gorges de Moutier zum Fuss der Grande Arête.
Zuerst kletterten wir eine lange Felsplatte hinauf. Der trockene Untergrund war sehr griffig und je nach Route konnte man fast hochlaufen. Der restliche Aufstieg führte über diverse Stufen. Je nach Können und Lust konnte man bei jeder Stufe unterschiedlich schwierige Varianten auswählen. Die Route war dadurch sehr abwechslungsreich.
Nach etwa dreieinhalb Stunden beendeten wir die Kletterei und liefen auf einem schmalen, steilen Pfad durch den Wald. Nach etwa 45 Minuten erreichten wir verschwitzt die SAC Hütte der Sektion Delémont. Diese war geschlossen und so assen wir unseren Zmittag draussen unter einem Dach. Nach weiteren 15 Minuten erreichten wir den Bauernhof Raimeux de Grandval, wo es eine Erfrischung und ein tolles Dessert gab. Bis zum alten Beobachtungsturm auf dem Mont Raimeux waren es nur noch ca. 10 Höhenmeter. Dies ist der höchste Punkt des Kantons Jura.
Nach der erfolgreichen Besteigung des Turms stiegen wir über einen guten Weg in ca. 1,5 Stunden wieder ab nach Moutier.
Bericht und Fotos: Marcel Lattmann
So 19. Juli 2026
Sommertourenwoche 3 - Bergeller Höhenweg
19.7.2026 - 23.7.2026 Anstelle von Tourenwoche 3 "Tirol"
Tag 1: Maloja - Forno Hütte
Nach der gestrigen Anreise nach Maloja und einer guten Nacht im Hotel Kulm starteten wir am Montagmorgen unsere Tour in Richtung Forno Hütte. Beim steilen Aufstieg auf dem Panoramaweg machte uns das heisse Wetter zu schaffen. Trotzdem genossen wir die traumhafte Landschaft und den herrlichen Blick auf den Gletscher. Bei der Ankunft am Etappenziel wurden wir in der Forno Hütte herzlich empfangen. Das Nachtessen und die Bewirtung waren perfekt und der gemütliche Jass Abend rundete den schönen Tag ab.
Bericht: Gabi, Regula
Tag 2: Forno Hütte – Albigna Hütte
Es fielen bereits einige Tropfen, als wir uns kurz vor 8 Uhr auf den Weg machten. Wir stiegen 350m ab bis zur Brücke über die Orlegna. Mittlerweile tobte ein Gewitter und das Tal war nebelverhangen. Darum entschieden wir uns, nicht den direkten Weg über den Pass da Casnil in die Albigna Hütte zu nehmen. Stattdessen liefen wir der Orlegna entlang aus dem Tal und stiegen nach Maloja ab. Mit dem Postauto fuhren wir anschliessend bis zur Talstation der Albignabahn. Mit dieser ging es hoch bis unterhalb der Staumauer auf 2100m. Von dort war es nur noch ein kurzer Aufstieg von einer knappen Stunde bis zur Albigna Hütte. Während wir uns auf der Terrasse das verdiente Bier gönnen wollten, setzte zum wiederholten Mal an diesem Tag der Regen ein und wir waren froh, nicht den Weg über den Pass genommen zu haben. Bericht: Marcel
Tag 3: Albigna Hütte – Sciora Hütte
Nach dem gewittrigen Vortag konnten wir die Königsetappe unter besten Bedingungen antreten. Voller Vorfreude starteten wir nach dem Frühstück von der Albigna Hütte Richtung Staumauer. Nach einer knappen Stunde erreichten wir die laaaaange Staumauer, die wir nun zum zweiten Mal überquerten, immer mit Blick auf unseren Aufstieg. Es war unklar, wo um Himmels Willen da ein Weg hochführen sollte. Beim Einstieg hing ein Piktogramm mit Seil und Pickel. Nun war für alle klar: uns erwartete kein Spaziergang! Ein schmaler Bergweg führte uns allmählich in die Höhe. Zunächst noch flach, dann eine Felsstufe überwindend führte dieser über die grossen Osthänge oberhalb des Stausees nach Süden, wobei Rinnen auf Felsplatten gequert werden mussten. Da waren wir sehr froh, dass der Fels trocken und griffig war. Die Bergwelt war grossartig. Stille überall, nur das Plätschern der Gletscherbäche vom Vadrec dal Castel Nord, der sich in den Stausee ergoss, war zu hören. Immer wieder mussten wir riesige Blocksteinhaufen queren. Nicht zur Freude aller. Höher und höher ging es. Und endlich erreichten wir den Pass, oder eben nicht. Nach dem Gratausläufer des Pizzo Eravedar ging es nochmals deutlich steiler hoch. Dieses Stück war mit Stahlseilen gesichert. Eine letzte leichte Kletterei brachte uns dann endlich zum lang ersehnten Pass. Dort war nicht viel Platz und leider hatte jemand das Gipfelbuch gestohlen. Somit bleibt der Nachwelt verborgen, dass wir fünf die Ciaccabella gequert hatten. :-) Der Abstieg zur Sciora Hütte startete wortwörtlich mit einer Steilvorlage. Rund150 Höhenmeter waren durch einen perfekt ausgebauten Klettersteig eingerichtet. Dieser Teil machte sehr viel Spass. Immer wieder wanderten unsere Blicke zu den berühmten Felswänden des Piz Badile und des Cengalos. Die Felsabbrüche des Bergsturzes von 2017 sind noch gut zu sehen und es liess sich erahnen, welche Tragödie sich damals ereignet hatte. Nachdem alle den Abstieg geschafft hatten, mussten nochmals einige Blocksteinfelder gequert werden, bevor wir dann über Wiesenhänge unser Tagesziel die Sciora Hütte erreichten. Dort liessen wir es uns gutgehen, die einen mit einem Bier, die anderen mit Rosmarin Sirup und Kastanienkuchen. Dankbar, dass wir diese Etappe unfallfrei und bei bestem Wetter begehen konnten. Bericht: Esther
Tag 4: Sciora Hütte – Bondo -Heimreise.
Ein sonniger Morgen wars als wir die Sciora Hütte hinter uns liessen und talwärts in Richtung Bondo abstiegen. Wegen des Bergsturzes am Cengalo 2017 führte der neu erschaffene Weg am Hang entlang und über mehrere Hängebrücken. Gabi und Esther nahmen um die Mittagszeit den Aufstieg zur Furä Hütte in Angriff, um die Tour einen Tag zu verlängern. Edi, Marcel und Regula wanderten weiter nach Bondo.
Mit Postauto und Zug erreichten wir unsere Heimat gegen 19 Uhr nach einer schönen gemütlichen Fahrt.
Herzlichen Dank Edi für die wunderschönen Bergtouren. Wir waren ein super Team und haben die Zeit zusammen in vollen Zügen genossen. Bericht: Regula
Mo 13. Juli 2026
Sommertourenwoche 1 Lauteraar
Montag, 13.7.2026
Treffunkt beim Grimsel Hospitz um 10.12Uhr, so lautete die Anweisung von Fäbu. Pünktlich war niemand, denn je nach Verkehrsmittel waren wir zu früh oder zu spät angekommen. Nachdem alle da waren und dem obligaten WC-Stopp, nahmen wir bei schönstem Wetter den Weg zur Lauteraarhütte unter die Füsse. Unterwegs lernte sich die zusammengewürfelte Gruppe besser kennen und noch besser bei der Mittagsrast. So staunten wir nicht schlecht, als nebst Äpfeln und Karotten auch noch gekochte Eier und Stangensellerie aus den Rucksäcken hervorgeholt wurde.
Bei der Hütte angekommen gab es erstmals ein erfrischendes Getränk. Da wir am frühen Nachmittag die Hütte erreicht hatten blieb noch Zeit, um etwas Ausbildung zu machen. So übten wir die Seilhandhabung im Gelände, unter dem wachsamen Auge unseres Bergführers Michael Werlen. Dabei trugen wir die Hüttenfinken 2.0. Im felsigen Gelände überzeugen uns diese, insbesondere die integrierte Steighilfe (Fersenriemen😉).
Den Abend verbrachten wir gemütlich in der Hütte und besprachen den nächsten Tag. Dabei stellte sich heraus, dass die geplante Tour als mühsam und wenig begangen beschrieben wird.
Matthias Schärli
Dienstag, 14.7.2026
Voller Motivation und mit reichlich Vorfreude starteten wir in unseren ersten gemeinsamen Tourentag. Nach etwa einer Stunde erreichten wir den Einstieg in die Gratkletterei. Es ging direkt knackig los – eine gefühlte „Schwer-3c“, die zum Glück weiter oben etwas zahmer wurde. Als Seilschaften immer besser eingespielt, standen wir nach weiteren zwei Stunden auf dem Chüetriftehoren, unserem Gipfel des Tages. Kaiserwetter, Fernsicht, Traumtag!
Aber Pause? Fehlanzeige. Das war noch nicht mal die Hälfte der Gratkletterei, denn der Grat nach Westen zurück wartete schon auf uns. Unser Bergführer Michi nahm seine Rolle als Wegbereiter extrem ernst und säuberte die Route spontan für uns (und alle nachfolgenden Generationen). Mit sichtlicher Riesenfreude beförderte er loses Gestein in die Tiefe. Während bei ihm die Brocken flogen, beteten wir leise, dass er nicht gleich den ganzen Berg abträgt.
Am Gratende wartete ein entspannter kurzer Abstieg auf ein Schneefeld, das wir kurzerhand auf den Schuhsohlen und dem Füdli runtergeskited sind – mit Abstand die eleganteste und schnellste Methode des Tages! Nach rund 8 Stunden standen wir wieder an der Hütte und liessen diesen genialen Tag auf der sonnigen Terrasse ausklingen.
Vanessa Siegl
Mittwoch, 15.7.2026
Nach den ersten zwei schönen Tagen kam leider etwas unstetiges Wetter. Deshalb entschieden wir uns nicht den Rothorengrat zu begehen. Nach dem Ausschlaffen und einem gemütlichen Frühstück machten wir uns für die einzigen schönen vier Stunden um 8 Uhr auf zum Klettergarte auf dem Leiternweg unterhalb der Hütte.
Erst war etwas Ausbildung mit Flaschenzügen das Thema und anschliessend klettern auf dem fast abgetrockneten Granit.
Wir nutzten, die und zu Verfügung stehende Zeit, komplett aus. Bei dem sich lange ankündigenden Regen schafften es nicht alle trocken zurück in die Hütte und zwei konnten Ihre Kleider zum Trocknen aufhängen. So konnten wir den Nachmittag individuell verbringen.
Die meisten waren froh nach dem anstrengenden Start aufs Chüetrifthorn einen gemütlicheren Tag zu haben besonders mit der Aussicht auf die kommenden Touren.
Mit der vielen Zeit wurde das Wetter intensive angeschaut. Dabei kam an diesem Tag, Wetterbedingt, die Idee auf bereits am Donnerstag direkt aufs Lauteraahorn zu gehen anstatt nur ins Aarbiwak. So kam trotz viel Zeit doch noch etwas Leben auf um den Rucksack für die frühe Abreise zu packen.
Wir liesen den Tag bei einem weitern tolle Abendessen von Stefan und Claudia sowie einem frühen zu Bettgehen ausklingen.
Fabian Purtschert
Donnerstag, 16.7.2026
Am vierten Tag war ursprünglich geplant, von der Lauteraarhütte zum Aarbiwak zu gehen, um am folgenden Tag das Lauteraarhorn zu besteigen. Da die Wetterprognosen jedoch unsicher waren, schlug Vanessa unserem Bergführer Michi vor, die gesamte Strecke von der Hütte direkt aufs Lauteraarhorn zu gehen und anschliessend ins Aarbiwak abzusteigen. Je länger Michi darüber nachdachte, desto mehr konnte er sich mit dieser Idee anfreunden.
So verliessen wir die Hütte bereits um 03.30 Uhr. Im Schein der Stirnlampen stiegen wir die Leitern hinunter auf den Gletscher und machten uns auf den Weg Richtung Aarbiwak. Christian ging es am Vorabend nicht besonders gut, weshalb er im Biwak blieb, während der Rest der Gruppe den Gipfel in Angriff nahm.
Bei traumhaften Bedingungen erreichten wir das Lauteraarhorn und genossen den eindrücklichen Gipfelmoment, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Unten auf dem Gletscher angekommen, mussten einige zunächst ein dringendes Bedürfnis erledigen. Genau in diesem Moment flog ein Helikopter im Tiefflug vorbei. Das liess sich ein Teilnehmer nicht entgehen und streckte dem Helikopter kurzerhand seinen weissen Allerwertesten entgegen. Das Gelächter in der Gruppe war entsprechend gross.
Nach einem langen und intensiven 13-Stunden-Tag erreichten wir schliesslich das Aarbiwak, wo wir den gelungenen Tag bei einem wohlverdienten Bier und einer Rösti mit Käse gemütlich ausklingen liessen.
Peter Ammann
Freitag, 17.7.2026
Nach dem anstrengenden Vortag gingen wir den heutigen Tag etwas gemächlicher an. Um sechs Uhr genossen wir das mitgebrachte Frühstück, bevor das Aufräumen und Reinigen des Aarbiwaks auf dem Programm stand. Nach einer regen- und schneereichen Nacht zeigte sich das Wetter erfreulicherweise von seiner freundlichen Seite und ermöglichte uns einen pünktlichen Aufbruch.
Zunächst stiegen wir rund 100 Höhenmeter über die Seitenmoräne auf den Strahlegggletscher ab und schnallten dort die Steigeisen an. Anschliessend folgten wir dem Gletscher aufwärts bis auf knapp 3000 m ü. M. Dort banden wir uns in Seilschaften ein, um den verbleibenden Teil des Gletschers sicher zu überqueren.
Natürlich war es ausgerechnet die Person mit dem schwersten Rucksack (Fäbu Putschi), die im tiefen Schnee einbrach und aus einer Spalte gezogen werden musste. Nachdem wir das Ende des Gletschers erreicht hatten, rüsteten wir uns für die 130 Meter hohe Felswand um, die den Zugang zum Strahleggpass bildet. In drei Seilschaften kletterten wir problemlos hinauf und erreichten den Pass, wo wir eine ausgedehnte Mittagspause einlegten.
Dabei diskutierten wir auch die Möglichkeit, zusätzlich noch das Strahlegghorn zu besteigen. Aufgrund der unsicheren Wetterentwicklung und mit Blick auf die geplante Schreckhornbesteigung am folgenden Tag entschieden wir uns jedoch, unsere Kräfte zu schonen.
So stiegen wir die knapp 900 Höhenmeter über das «Gaagg» zum «Obers Ischmeer» ab. Dem Gletscher entlang führte der Weg weiter bis unter die Schreckhornhütte, die wir nach einem letzten Anstieg von rund 200 Höhenmetern erreichten.
Dort erwarteten uns ein wohlverdientes kühles Bier und später eine kräftigende Lasagne. Bereits um 20.00 Uhr krochen wir in die Betten, denn am nächsten Morgen war das Frühstück bereits auf 02.00 Uhr angesetzt.
Simon Burgherr
Samstag, 18.7.2026
Heute stand das Schreckhorn auf dem Plan und um 2 Uhr waren wir ready. Leider waren auch die Gewitterzellen ready und machten unserem Plan einen dicken Strich durch die Rechnung. Nach ein paar weiteren Stunden (unerwartetem) Schlaf analysierten wir die Optionen und entschieden uns aufgrund des unsicheren Wetters, die Hochtourenwoche einen Tag früher zu beenden. Jedoch nicht ohne eine weitere Herausforderung. Statt einfach den Hüttenweg von der Schreckhornhütte nach Grindelwald zu nehmen, entschieden wir uns für den Abenteuerweg - auch bekannt als alten Hüttenweg. Übers Obere Ischmeer ging es steil auf und ab Richtung Zäsenberg, inkl. einigen Kletterstellen und einer Brücke, die schon bessere Zeiten gesehen hat.
Nach 12km, 1700m Abstieg, 570m Aufstieg, freuten wir uns auf die verdiente Stärkung auf der Pfingstegg und feuerten dabei die Spitze des Eiger Ultra Trails an, bevor wir uns gemeinsam auf den Heimweg machten.
Danke ans ganze Team für diese tolle Woche (besonders auch Fäbu und Michi für die Organisation) in einer unglaublich schönen hochalpinen Umgebung - es war einzigartig.
Christian Mehr
Sa 11. Juli 2026
Blankenburg - Fromatthütte - Grimmialp
Eine Stunde früher als geplant, bereits um 05:45 Uhr!!, ging die Reise per Zug ab Bahnhof Zofingen Richtung Blankenburg los.
Dann ging es entlang dem kühlen Tal desBetelriedbachs steil bergauf, zum Glück grösstenteils im Wald. Unsere umsichtige Tourenleiterin hat aufgrund der grossen Hitze häufige „Hydration Breaks“ eingelegt.
Wir sind trotzdem bereits um 11:10 Uhr, vor dem angesagten Gewitter, das sich entschieden hat zu Hause zu bleiben, in der Hütte angekommen. Wir wurden sehr herzlich empfangen und
verbrachten einen schönen Nachmittag.
Am nächsten Morgen machten wir uns, wiederum bei hochsommerlichem Wetter, auf den Weg Richtung Gimmialp. Unterwegs hielten wir einen Schwatz mit einem Sennen-Paar und deckten uns mit Ziegenkäse ein.
Im eiskalten Senggibach konnten wir unsere heissgelaufenen Füsse baden. Bevor wir die Heimreise antraten, verpflegten wir uns im Restaurant Spillgerten.
Das genussvolle Wochenende verdanken wir Jeannette. Bericht: Die Teilnehmenden
So 5. Juli 2026
Gratwanderung Hasliberg-Glogghüs
Um 7 Uhr holt uns Edi beim Zofinger Tagblatt ab und zu fünft fahren wir in den Hasliberg. Dort treffen wir noch einen Gast und zusammen warten wir auf die erste Bahn bergwärts. In der Käserstatt gönnen wir uns dann erstmal bei schönstem und heissem Wetter einen anständigen Kaffee und besprechen die Tour. Danach ist fertig lustig und es geht direkt steil bergauf zum Glogghüs auf 2534m. Ein paar Fixseile erleichtern den Aufstieg über den ausgesetzten Grat. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem umgefallenen Gipfelkreuz des Glogghüs geht es wieder runter in die Scharte bei der Metzgerchälen. Links fallen schwarze Schieferwände steil in Richtung Melchsee-Frutt ab und auch auf der hasliberger Seite fällt es steil ab und ein Sturz wäre fatal. Darum freuen wir uns über die Fixseile, als wir zum leicht geneigten Rothorn aufsteigen. Hier auf 2526m machen wir Mittagsrast und geniessen die tolle Rundumsicht vom Titlis und Jochpass über die Melchsee-Frutt bis zu den Berner Alpen. Nach dem steilen Abstieg vom Rothorn geht es nochmals kurz hoch auf den Läuber, bevor wir es bis zur Bergstation Planplatten auslaufen lassen.
Nach der Talfahrt mit der Seilbahn erfrischen wir uns erstmal in Bidmi, bevor wir auf der Strasse das letzte Stück zurück nach Hasliberg Twing zurücklegen.
Vielen Dank Edi für diese tolle und erlebnisreiche Tour über den ausgesetzten Grat!
Bericht: Marcel Lattmann
Fotos: Alle
So 5. Juli 2026
Sommertourenwoche JO Orny/Trient
Sonntag, 5. Juli 2026 - Anreise Cabane d’Orny
4.5h ging die Zugreise,
die konnten wir nicht verpassen,
auf keine Weise.
Die ersten Höhenmeter waren laut und einsam,
danach wanderten wir gemeinsam.
In der Cabane d‘Orny sind wir angekommen,
und haben schon die erste Kanne Tee zu uns genommen.
Übungen zum Seilhandling, Standbau und Friends legen,
hat es auch noch gegeben.
Bei der kurzen Ausbildung haben uns die Helikopter mit ihrem Lärm gestört,
da haben wir uns wohl nicht verhört.
Zum Znacht gab es Reis und ein grosses Schokoladenkuchenstück,
auf Morgen freuten wir uns wie verrückt.
Montag, 6. Juli 2026 - Aiguille d'Orny / Aiguilles Tourelle
Auf die Aiguille d'Orny / Aiguilles Tourelle wollten wir es heute schaffen,
dennoch nahmen wir den Tag gelassen,
denn wir konnten uns auf unsere Seilpartner verlassen.
Viele komische Gestalten,
haben sich dort aufgehalten,
wir konnten unser Lachen nicht zurückhalten,
bei ihrem Verhalten.
In verschiedene Routen haben wir uns eingeteilt,
und Friends in den Wänden verteilt.
Die beiden Dario‘s haben die 7a erklommen,
und Lukas ist dann auch noch auf dem Gipfel angekommen.
Wir freuten uns aufs Znacht,
aber Obacht,
das haben wir nicht bedacht,
es wurde zu viel gelacht,
und der Reis hat sich auf Wanderschaft gemacht.
Dienstag, 7. Juli 2026 - Aiguille du Glacier Rond (Arête de la Balade) & Petit Clocher du Portalet
Lukas musste heute den Abstieg wagen,
denn er hatte am Knie eine Verletzung zu beklagen.
Die Kletterei wurde von neuem begonnen,
diesmal wurden in verschiedenen Gruppen,
zwei Gipfel erklommen.
Die einten haben einen lockeren Tag gehabt
und die anderen haben sich in schweren Routen verausgabt.
Wir haben uns in den Rissen verbogen
und uns an den kleinsten Griffen hinaufgezogen.
Die Gruppe mit dem gechillten Tag,
hat nur beim Abseilen etwas geklagt.
Zur Cabane du Trient mussten wir dann noch aufsteigen,
Zoes Ausdauer war da zu beneiden.
Endlich sind alle am Tisch gesessen,
es gab Polenta, denn Dario S. hatte die Nase voll von Reis essen.
Mittwoch, 8. Juli 2026 – Aiguilles du Tour (Arête de la Table)
Kurz vor Vier,
starteten wir.
Liv war nicht so fit,
deswegen kam sie heute nicht mit.
Einen Tisch auf dem Grat?
Diese Tour wird ziemlich hart.
Auf dem Gletscher mit dem Sonnenaufgang,
so hatten wir keinen Schlafdrang.
Auf dem Weg haben uns zwei mit ihren Seilkünsten hypnotisiert,
deswegen haben wir sie glatt adoptiert.
Die Zacken waren wie im Bilderbuch aufgesetzt,
wir sind sehr schnell hoch gefetzt.
Auf dem Gletscher sind wir zurückmarschiert,
und die Sonne hat uns fast grilliert.
Mit Liv haben wir noch einen Gipfel erklommen,
und den Empfang entgegengenommen.
Dario A., Sandro und Louis-Gilles haben sich auf dem Empfangspunkt versammelt,
und sind an ihren Handys vergammelt.
Man könnte meinen man hätte Medusa gesehen,
so wie die drei dort stehen.
Donnerstag, 9. Juli 2026 - Le Trident (Aiguilles Dorées)
Um 7:15 hat es uns auf dem Gletscher verschlagen,
diesmal mussten wir die Stirnlampe nicht mehr tragen.
Zoe durfte heute führen,
und das Seil als erste um die Zacken rühren.
Die anderen Seilschaften kamen hinterher,
das ist doch gar nicht schwer.
Einen der drei Türme mussten wir heute meiden,
jedoch wollten zwei daran leiden.
Auf dem Gipfel haben wir uns für ein Foto zusammengekauert,
diese Tour hat sicher niemand bedauert.
Wir tobten uns ein bisschen aus,
Stefans Friend kam nicht mehr raus.
Wir konnten uns abseilen
und danach wieder in die Frauen-Seilschaft aufteilen.
Der Reis landete diesmal im Magen,
denn Dario S.’s Nase konnte es nicht mehr ertragen,
da konnten sich die anderen nicht beklagen.
Freitag, 10. Juli 2026 - Tête Blanche Überschreitung
Am Morgen mussten wir auf,
doch das nahmen wir in Kauf.
Die Seeländer sahen wir zum letzten Mal,
doch das ist uns herzlich egal.
Heute sind wir auf der Grenze Frankreichs balanciert,
dabei werden wir immer mehr talentiert.
Wir waren auf dem Gipfel Ruck Zuck,
danach seilten wir die Wächte hinunter in einem Ruck.
Unser Material haben wir wieder aufgesammelt,
zum Glück ist es noch nicht vergammelt.
Vier wollten den JO-Sticker höher als die Seeländer kleben,
die anderen den Gletscher hinunterfegen.
Doch als das viele Schmelzwasser talwärts floss,
wurde uns allen schwer ums Herz und fassungslos.
Die Kurven zogen sich immer weiter hin,
knapp vor der Mittagspause sassen wir im Sessellift drin.
Mit dem Skateboard ging es durch den Zug,
zuhause waren wir wie im Flug.
Text: Liv, Fiona, Zoe, Lily, Dario S., Sandro, Louis-Gilles
Sa 27. Jun. 2026
Thementour im Lauteraar
Wir fuhren um 6 Uhr in Zofingen los, sodass wir rechtzeitig um halb acht im Bären zum obligatorischen Kaffee eintrafen. Die 17 Sektionsteilnehmer und Daniel Bürki von der KWO machten sich anschliessend gemeinsam auf den Weg zum Grimsel Hospiz, wo uns Daniel spannende Einblicke vermittelte. Mit grossem Fachwissen erzählte er über die Geschichte der Staumauern, die Energieproduktion in dieser Region und die Herausforderungen im Hochgebirge.
Kurz vor zehn Uhr marschierten wir los und überquerten die alte Staumauer. Für etliche Teilnehmende war es das erste Mal, dass sie diesen Weg nach der langen Bauphase begehen konnten. Ich hoffe, sie haben es genossen – denn sobald die Aufstockung der Mauer beginnt, wird die Route für einige Jahre wieder gesperrt sein.
Bei warmen Temperaturen folgten wir dem gewohnten Weg entlang des Stausees. Wir legten zwei Pausen ein, während denen uns Daniel weiteres Wissenswertes über die Gletscher sowie die mit der Klimaerwärmung verbundenen Herausforderungen näherbrachte. Seine Ausführungen verliehen der Tour eine zusätzliche Dimension – man wanderte nicht nur durch eine eindrückliche Landschaft, sondern bewegte sich auch durch ein bedeutendes Stück Schweizer Energiegeschichte. Beim Aufstieg zur Hütte setzte ein leichter Regen ein, der für eine willkommene Abkühlung sorgte.
Claudia und Stefan empfingen uns herzlich und zauberten wie gewohnt feine Apéro-Plättli sowie ein ausgezeichnetes Nachtessen. In der Dependance wurde in der Nacht tüchtig geschnarcht, sodass einige wohl nicht besonders viel Schlaf fanden. Nach einem feinen Frühstück und ein paar Tassen Kaffee waren aber auch sie wieder bereit für den Heimweg.
Vielen Dank an Daniel Bürki für die spannenden Einblicke, an Claudia und Stefan für die Gastfreundschaft und an Dominik für die tolle, abwechslungsreiche Tour!
So 21. Jun. 2026
Tourenwoche 2, Saasertal
Sonntag, 21. Juni 2026 – Gelungener Start mit kleinem Dämpfer
Frühmorgens machten wir uns mit dem Zug auf den Weg ins Wallis – unser Ziel: Saas-Grund. Nach der Ankunft bezogen wir zuerst unsere Unterkunft in der Pension Heino. Dort gab es auch gleich die Gästekarte, die sich während der ganzen Woche als echter Volltreffer erwies: Bergbahnen und öffentlicher Verkehr inklusive – das freut nicht nur Bergsteiger, sondern auch das Portemonnaie.
Nach einer kurzen Tourenbesprechung war schnell klar: Zum Einsteigen soll's etwas
Genussvolles sein. Also ging es mit der Bahn nach Kreuzboden und von dort Richtung
Jegihorn. Unser Ziel war die Mehrseillängenroute Mamolata – eine schöne Plaisir-Tour im 4. Schwierigkeitsgrad, ideal zum Warmwerden.
Nach rund 40 Minuten Zustieg standen wir am Einstieg. Fünf Zweierseilschaften machten sich bereit, Materialcheck, Seil einbinden – und los ging's. Herrlicher Fels, angenehme Temperaturen und beste Laune – was will man mehr?
Leider nahm der Tag in der dritten Seillänge eine unerwartete Wendung. Eine Teilnehmerin rutschte aus und verletzte sich am Fuss. Sicherheit geht vor – deshalb brachen wir die Tour sofort ab. Die Verletzte machte sich zusammen mit einer Kollegin auf den Weg zur Bergstation und anschliessend zum Arzt.
Da es noch früher Nachmittag war, stand kurz die Frage im Raum, ob wir nochmals in eine andere Route einsteigen sollten. Nach kurzer Beratung entschied sich die Gruppe aber einstimmig für die gemütlichere Variante: gemeinsam zur Bergstation absteigen, etwas trinken und den ersten Tourentag etwas früher als geplant ausklingen lassen. Schliesslich läuft einem der Fels auch morgen nicht davon.
Beim Nachtessen gab es dann Entwarnung: Die beiden «Patientinnen» kehrten mit guten Nachrichten zurück. Zum Glück war nichts gebrochen – eine Schiene genügte. Die Erleichterung war allen anzusehen, und so konnten wir mit Zuversicht auf die kommenden Tage anstossen.
Text: Melanie Stahel
Montag, 22. Juni 2026 – Neue Zeiten - Jegihorn
Auch heute brachte uns die Gondelbahn von Saas-Grund auf den Kreuzboden. Unser Weg führte uns an der Weissmieshütte vorbei, über einen Moränenweg an den Fuss unserer Kletterroute „neue Zeiten“.
Die Route mit alpinem Flair führte über 14 Seillängen auf den Jegigrat. Kletterfiguren wie Seestern, sterbender Frosch und Robbe halfen uns, die kniffligen Einzelstellen zu bewältigen. Nach einem kurzen Abschnitt am kurzen Seil, sattelten wir auf Klettersteig um, nun galt es die imposante Hängebrücke zu überqueren und den Gipfel des Jegihorns über den letzten Teil des Klettersteigs zu besteigen.
Ein Blick auf die Uhr zeigte, die Zeit war bereits weit fortgeschritten und die letzte Bahn war kaum zu erreichen. Also schickten wir Stefan los, mit der Aufgabe, an der Bergstation für die ganze Gruppe Monster-Trottis zu reservieren. Das klappte super und wir rauschten mit den Trottis ins Tal.
Text: Janine Suess
Dienstag, 23. Juni 2026 – Gemütlicher Wissenrefresher
Nach einem anstrengenden Vortag dürfen wir heute ausschlafen. Wir erschlagen die ersten Höhenmeter mit dem historisch anmutenden Sessellift nach Furggstalden. Von dort geht es auf dem wunderschönen Wanderweg durch die herrliche Landschaft dem Leebach entlang auf die Almageller Alp. Bei schon beissender Sonne löschen wir unseren Durst auf der Alp bevor wir die letzten 700 Höhenmeter auf die Almagellerhütte in Angriff nehmen. Wie es in der Tourenwoche Tradition ist, folgen die praktische Repetition von Schweizer und Österreichischem Flaschenzug und wir erklimmen die Terrasse der Almagellerhütte per Selbstaufstieg. Auch wenn wir alle hoffen, dass wir dieses Wissen nie anwenden müssen, so sind wir doch beruhigt, dass nach dem Training die Handgriffe wieder sitzen.
Am Abend bleibt genügend Zeit für den geselligen Teil der Tourenwoche, bevor wir in freudiger Erwartung des folgenden Tages unseren Schlag zur Nachtruhe beziehen.
Text: Andres Kägi
Mittwoch, 24. Juni 2026 – Von der SAC Almagellerhütte auf den Weissmies über den Rotgrat
Die Tagwache in der SAC Almagellerhütte (2'894 m) erfolgte um 04.00 Uhr, bereits eine halbe Stunde später brachen wir auf. In der Morgendämmerung verliessen wir die Hütte westwärts und folgten der Markierung. Vor dem Einstieg zum Rotgrat führte der Weg über Schutt und Firnfelder. Von dort ging es in mehreren Seillängen auf den Grat. Wir folgten dem Grat über Blockgelände und über Platten und weiter oben über Firn zum Rottalhorn (3’815m). Hier trifft die Route auf die vom Hohsaas herkommende Gletscherroute. Noch trennten uns rund 200 Höhenmeter vom Gipfel des Weissmies (4’017m). Sechs setzten ihren Weg entschlossen fort, Schritt für Schritt dem höchsten Punkt entgegen. Während des weiteren Aufstiegs, zogen langsam Wolken über den Himmel und verliehen der Berglandschaft eine eindrucksvolle Stimmung. Hoch über den Hängen lösten sich die ersten Gleitschirmflieger vom Boden und glitten lautlos in die Weite des Himmels. Der Abstieg führte uns, teilweise sehr steil, über den Triftgletscher, hinunter ins Hohsaas (3’146m). Immer wieder erhaschten wir Blicke von eindrucksvollen, blau schimmernden Gletscherspalten. Nach einem nahrhaften Mittagessen brachte uns die Seilbahn bequem zurück ins Tal.
Text: Monica Dossenbach
Donnerstag, 25. Juni 2026 – Jegihorn 3206müM zum Dritten
Um 9:20 Uhr steigen 3 motivierte Seilschaften in die „Alpendurst“ ein. Silvans Geduldsfaden ist bis zur 3. Seillänge dann doch zu stark gespannt und er überzeugt das Pärchen vor sich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Pause am Fels sei. Sie lassen uns bereitwillig vorbeiziehen.
Top Fels, homogene Route im 4b/c Schwierigkeitsgrad. Als zusätzliche Herausforderung klettern wir alle in Berg-/Zustiegsschuhen. Ein wahrer Genuss in 14 Seillängen bei traumhaftem Wetter.
Happy und unversehrt stehen wir ein paar Stunden später auf dem Gipfel. Der Aprikosenkuchen in der Weissmieshütte schmeckt danach doppelt lecker. Erste Regentropfen erreichen uns beim Abstieg zur Hohsass-Bahn. Beim Apéro beobachten wir entspannt das Gewitter (inkl. Hagel) über dem Saasertal.
Text: Andrea Hadon
Freitag, 26. Juni 2026 – Ein würdiger Abschluss
Unglaublich, wie schnell eine Tourenwoche vergeht! Schon stand der letzte gemeinsame Tag vor der Tür. Im Rucksack hatten wir bereits viele schöne Touren, unzählige Höhenmeter und einige lustige Geschichten.
Für den Abschluss standen zwei Varianten zur Auswahl: nochmals eine klassische Mehrseillängenroute oder etwas ganz anderes – die spektakuläre Schluchtdurchquerung von Saas-Fee nach Saas-Grund. Da diese nur mit Bergführer begangen werden darf, versprach sie ohnehin etwas Besonderes zu werden. Die Abstimmung fiel eindeutig aus: Heute darf der Spassfaktor gewinnen.
Mit dem Postauto fuhren wir nach Saas-Fee, wo uns bereits ein Bergführerkollege von Silvan erwartete. Jeder erhielt ein Klettersteigset, Silvan den Schlüssel zur Schlucht – und schon konnte das Abenteuer beginnen.
Was folgte, war alles andere als ein gewöhnlicher Abstieg. Über Hängebrücken, Leitern und Stahlseile ging es vorbei an tosenden Wasserfällen tief durch die Schlucht. Für den nötigen Adrenalinkick sorgten eine rasante Tyrolienne und ein luftiger Pendelgang. Bei den sommerlichen Temperaturen war die angenehm kühle Schlucht genau der richtige Ort – fast schon besser als jede Klimaanlage. Den krönenden Abschluss bildete eine rund 50 Meter lange Abseilstelle. Spätestens dort war jedem klar: Das ist ein Finale, das in Erinnerung bleibt.
Zurück in der Pension wartete bereits unser Gepäck auf uns. Nach einem kurzen Mittagessen im Dorfcafé hiess es Abschied nehmen. Müde Beine, ein paar neue Schrammen, viele Fotos und noch mehr schöne Erinnerungen begleiteten uns auf der Heimreise.
Eine rundum gelungene Tourenwoche mit tollen Erlebnissen, viel Gemeinschaft und –
abgesehen von einem kleinen Zwischenfall – besten Bedingungen. So darf eine SACTourenwoche gerne enden.
Text: Melanie Stahel
Sa 6. Jun. 2026
Fürstein (Rundtour ab Stäldeli)
Bereits um 6 Uhr sammelt Jeannette die wanderlustigen Frauen in und um Zofingen ein. Das Schild «Ruhetag» im Stäldeli verunsichert. Trotzdem gut gelaunt und gesprächig nehmen wir die ersten Höhenmeter in Angriff. Bei der Kapelle, oberhalb des Sewenseelis, machen wir den ersten Trinkhalt. Voller Elan geht es stetig bergauf dem Fürstein entgegen. Nach zwei Stunden Aufstieg erreichen wir um 10 Uhr das Gipfelkreuz. Eine zügige Bise verkürzt unseren Aufenthalt. Weiter geht es über den Grat zum Rickhubel, wo wir an einer geschützten Stelle unser Picknick geniessen. Gestärkt folgt nun ein wunderbarer Abstieg durch die schöne Flora der Moorlandschaft, vorbei an einer Herde Schottischer Hochlandrinder. Yvonnes vermisster Stock finden wir am Wegrand – Glück gehabt. Als krönenden Abschluss gönnen wir uns in der Alpwirtschaft Stäldeli Salatteller und Coupes.
Vielen Dank für die tolle Tour.
Bericht und Fotos: alle Teilnehmerinnen
So 31. Mai 2026
Frühlingswanderung
Wir trafen uns um Viertel vor 8 auf dem Perron in Zofingen. Zu sechst fuhren wir via Olten nach Oensingen, wo uns Edi bereits erwartete. Bei schönstem Wetter marschierten wir unter dem Schloss Neu-Bechburg in Richtung Tiefmatt. Bereits der Anfang war steil und heiss und wir machten regelmässige Pausen. Nach dem Restaurant zur Alp ging es nochmals steil bergauf. Auf den letzten Metern zum Roggenschnarz auf 931m mussten wir noch ein paar Treppenstufen erklimmen. Danach wurde es wieder angenehmer. Etwas weiter unten kannte Edi ein kleines Blockhaus mit einer Terrasse., wo wir die tolle Aussicht genossen und unser Zmittag assen.
Danach ging es auf dem Kamm weiter zur ausgesetzten Roggenflue und nach einem kurzen und steilen Abstieg zum Oensinger Roggen mit dem Restaurant Roggen, wo wir uns zum Dessert ein feines Glace und etwa zu trinken gönnten.
Als wir etwas später auf dem Kamm zum Chluser Roggen wanderten, kamen wir in das angekündigte Sommergewitter. Geschützt mit Regenjacken und Regenschirmen stiegen auf dem etwas rutschigen Jurakalk hinunter zur Burg Alt Falkenstein. Von der Haltestelle Thalbrücke fuhren wir via Oensingen und Olten wieder zurück nach Zofingen, wo wir kurz nach 16 Uhr ankamen.
Vielen Dank Edi für die tolle Organisation und die schöne Tour vorbei an den diversen Roggen!
Bericht: Marcel Lattmann
Fotos: Annelies Estermann
Sa 30. Mai 2026
Klettern Schärsack/ Haggenspitz
Um Viertel vor sechs sassen wir bereits im Zug nach Zürich, so dass wir kurz nach 8 Uhr bei schönstem Wetter im Brunni im Alpthal starten konnten. Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir einen Klettergarten an der Haggenegg. Dieser ist weitgehend unbekannt, so dass wir in Ruhe auf die Felsformationen klettern konnten. Bei den schönen Routen im Schwierigkeitsgrad 3-7 war für jeden etwas dabei.
Danach stärkten wir uns und wir machten uns noch vor dem Mittag an die Überschreitung des Haggenspitz. Dabei mussten wir auf das Jagdbanngebiet mit Gämsen und Birkhühner Rücksicht nehmen. Der Weg von Norden war sehr abwechslungsreich. Es gab immer wieder Stellen mit Ketten und kurze Kletterpassagen im dritten Grad. Auf dem Haggenspitz (1760m) angekommen machten wir die wohlverdiente Pause und wir genossen das tolle Panorama. Danach ging es 100 Höhenmeter runter in den Sattel und weiter zum kleinen Mythen. Der Abstieg am kurzen Seil über die Felsen war abenteuerlich und wir liessen uns entsprechend Zeit.
Wir entschieden uns, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht auf den Gipfel des kleinen Mythen zu klettern, sondern wir begnügten uns mit einem Vorgipfel. Von dort stiegen wir via Zwüschemythen wieder ab ins Brunni. Mit dem Postauto und dem Zug reisten wir anschliessend wieder zurück nach Zofingen.
Vielen Dank Christian für die Organisation und den abwechslungsreichen Tag!
Bericht: Marcel Lattmann
Fotos: Jeannette, Monika und Christian
Sa 23. Mai 2026
Pfingstklettern Walensee
Samstag
Um halb acht trafen wir uns mit zwei weniger auf dem Platz
und hielten unser ersten Morgenschwatz.
All unser Gepäck passte in zwei Autos,
zum Glück musste niemand auf den Schoss.
Als wir mit unseren Geografiekenntnissen verkackten,
lernte wir von Louis-Gilles interessante Fakten.
Wir marschierten in den Klettergarten,
auf das Klettern konnten wir kaum noch warten.
Beim ersten Express einhänken,
wollte wir noch nicht an offne Finger denken.
Wir verspeisten eine ganze Melone,
das freute nicht nur den Sohne.
Dario wollte senden eine 7c,
das tat im Herzen weh.
Der Sprung in den Klöntalersee durfte natürlich nicht fehlen,
doch die Temperatur schnürte zu unsere Kehlen.
Wir bauten die Zelten auf
und bereiteten vor einen grossen Schmaus.
Bei nächtlicher Unsicherheit mussten wir unsere morgigen Pläne nochmals überdenken,
doch wir wollten unsere Ziele nicht senken.
Sonntag
Früh ging es aus dem Zelt,
wir starten einen neun Tag in diese Welt.
Es war sogar noch zu früh für Brot,
doch wir kommen auch nur mit Müsli aus in der Not.
Den Einstieg haben wir in einer soliden Zeit erreicht,
haben gar nicht gemerkt wie die Zeit in den ersten Seillängen verstreicht.
Heute musste unsere Haut leiden,
unsere Kampfwunden waren zu beneiden.
Keine Schlüsselstelle war ein Launendämpfer,
wir blieben kühne Kämpfer.
Die Qualität des Gesteins ist schlecht zu beschreiben,
da musst du nur mal die Hand daran reiben.
Wir hielten an unseren Zielen fest,
und schafften auch noch den Rest.
Zwei mussten noch den zurückgelassenen Rucksack holen,
die anderen rutschten auf schnellen Sohlen.
Das Problem wurde nicht eingedämmt,
und schon hat sich das Seil verklemmt.
Der Abstieg war sportlich in vielen Belangen,
dazu kommen noch zwei Schlangen.
Heute gab es das Znacht ein bisschen später,
die Tage werden immer härter.
Montag
Heute ging es nochmals in den Klettergarten,
da konnten wir noch alle Fingerhaut abschwarten.
Unser Stein war heute zum Bouldern richtig gross,
also mussten wir mit Gstältli und Seil los.
Fabian kam dazu
und ging auch schon wieder im Nu.
Das 7c war heute auch wieder ein Ding,
doch es ging nicht so ring.
Verschwitzt habe wir zusammengeräumt,
die einen mehr, die andern weniger gebräunt.
Text: Zoe, Malin Dario S.
Sa 2. Mai 2026
Velotour
Die diesjährige Velotour des SAC erforderte etwas mehr Sitzfleisch, dafür war die Höhendifferenz dieses Mal geringer. Die Tour führte uns mit über 60 km von Zofingen Richtung Olten, Stauwehr Schönenwerd (Kaffeehalt), Aarau, Biberstein (Mittagessen) und Kölliken (Zvierihalt) zurück nach Zofingen.
Bei schönem Wetter und etwas Bise starteten wir in Zofingen mit 12 Velofahrern und folgten der Veloroute 73 und 5 nach Olten. Weiter ging es Richtung Stauwehr in Schönenwerd. Nach dem Kernkraftwerk Gösgen wartete Walti Bertschi auf uns, um die Tour bis nach Kölliken mit uns zu absolvieren. In der Imbissstube Dima stärkten wir uns zum ersten Mal. Bei Kaffee und Gipfeli genoss man eine schöne Aussicht auf die Aare-Landschaft und die neu gestaltete Wehranlage. Bis zur Mittagspause mussten wir noch 8 km und 150 Hm zurücklegen.
In der Gartenwirtschaft Juraweid wartete bereits Christoph Ruchti auf uns. Er konnte dieses Jahr nur zu Fuß teilnehmen. James, der Wirt, verwöhnte uns mit einem speziell angerichteten Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Frisch gestärkt ging es Richtung Süden der Suhre folgend, wobei wir von der Bise ausgetrockneter Naturstraße zu bewältigen hatten. Ein Zvierihalt mit Coupe und Getränken in der Gartenwirtschaft Bären durfte nicht ausgelassen werden. Der Rest der Reise führte mehrheitlich auf den Velorouten 34 und 73 nach Zofingen. Am späteren Nachmittag verabschiedete sich die Gruppe vor der Altstadt von Zofingen. Mit Wetterglück und ohne Zwischenfälle endete die diesjährige Velotour.
Text / Foto Urs
Fr 1. Mai 2026
Anspruchsvolle Skihochtour / Leitertour
Bei perfektem Wetter erreichten wir nach über 3 Stunden Anreise Arolla.
Wie gewohnt war zuerst etwas laufen angesagt. Zum Glück existiere noch Reste der Skipiste kurz nach der Bushaltestelle.
In gemütlichem Tempo machten wir uns die Skipiste auf an die 1200hm zur Cabane de Vignette.
Bei sehr warmen Temperaturen genossen wir die Aussicht auf unser morgiges Ziel die Pigne d’Arolla sowie die Serace Abbrüche.
In der Hütte genossen wir noch das Wetter und haben die Erste Rösti des Wochenendes genossen.
Am Morgen machten wir uns um 6:30 Uhr auf den Weg zur Pigne d’Arolla. Mal gemütlich, da wir auf dem Gipfel auf zwei Nachzügler warten wollten.
Diese sind um Mitternacht in Zofingen losgefahren, um die Nordwand der Pigne d’Arolla zu durchsteigen. Sie kamen um 3 Uhr in Arolla an und machten sich auf den Weg.
Wegen der schlechten Verhältnisse sind sie Nördlich der Nordwand ein Couloir hinauf und machten den Nördlichen Grat zum Gipfel, der in der Nordwand endet.
Da wir bereits um 9:30 Uhr auf dem Gipfel waren und es durch den Wind doch kalt war entschieden wir uns vor den Nachzüglern Richtung Col de la Serpentine abzufahren.
Von hier ging es den Glacier de la Serpentine hinab an eindrücklichen Serac vorbei Richtung Cabane de Chanrion. Am Anfang sehr hart in der Mitte schön und am Ende etwas sulzig war die Abfahrt lohnenswert.
Einziges Hindernis war der gesammelte Sand auf dem schmelzenden Schnee der wie Schleifpapier die Abfahrt doch deutlich einbremste.
Die letzten 100hm vor der Hütte deponierten wir unsere Skis da hier der Schnee schon in die Ferien geflossen war.
In der Cabane de Chanrion erholten wir uns bei schönem Wetter.
Hier trafen wir, etwas später, auch die zwei Nachzügler, die nach ungeplanter Verspätung die Nordwand doch noch durchsteigen konnten und 10m vom Gipfel auf verdutzte Bergseiger trafen.
Am nächsten Morgen ging es um 4:40 Uhr los Richtung Mont Blanc de Cheilon. Zuerst zurück zu unseren Skis und anschliessend Richtung Col de Lire Rose auf 3114müM. Von dort zum nächsten Col du Mont Rouge.
Das Wetter war am Sonntag nicht sehr gut vorhergesagt. Wir mussten uns also beeilen.
Anseilen und ab über den Gletscher die Höhenmeter flogen nur so dahin.
Wieder kamen eindrückliche Serac und Gletscherabbruche auf dem Weg zum Gipfel.
Zum Schluss noch ein einfacher, aber schöner Grat. Das Wetter schenkte uns sogar etwas Sonnenschein für die Pause.
Die Abfahrt war wieder etwas holprig und führte und zu nächsten Col de Cheilon.
An der Cabane de Dix vorbei zum nächsten Übergang. Hier konnten wir die eindrucksvolle Nordwand des Mont Blanc de Cheilon bestaunen.
Nach der Leiterpassage am Pas de Chevres haben wir es geschafft.
Auf den schmelzenden Skipisten von Arolla fuhren wir nach 1800hm zurück zum Auto.
Bei Umziehen fing es an zu regnen. Besser kann man eine Bergtour nicht abschliessen.
Großartige drei Tage Einblick in einen Teil der Walliser Hauet Route.
Bericht: Fabian Purtschert
Sa 25. Apr. 2026
Kul-Tour zu erneuerbaren Energieanlagen
Nach gemeinsamer Anreise nach Tramelan begann für die Gruppe die Wanderung zum Mont Soleil. Kurz oberhalb von Tramelan erfuhren wir durch Willy, dass Tramelan bis ins 19. Jahrhundert mehrheitlich von der Landwirtschaft geprägt war. Danach setzte mit der Uhrenindustrie ein wirtschaftlicher Aufschwung ein, bis ab 1970, durch die Krise der Uhrenindustrie, viele Arbeitsplätze verloren gingen. Wir wanderten weiter über die Juraweiden der Montagne du Droit zu den Windkraftanlagen auf dem Mont-Crosin. Hier befindet sich der grösste Windpark der Schweiz, der über 16 Windkraftanlagen unterschiedlicher Typen verfügt. 2013 und 2016 fanden Teil-Umsetzungsmassnahmen statt, dabei wurden ältere Anlagen durch neue ersetzt. Die Gondel befindet sich auf einer Höhe von 95 m, die 56 Meter langen Rotorblätter der neuesten Turbinen beginnen ab einer Windgeschwindigkeit von 11 km/h Strom zu produzieren. Neben den technischen Informationen genossen wir die schöne Aussicht in die Jurahöhen sowie die, zum Teil bereits verblühten, Osterglocken auf den Wiesen. In leichtem Auf und Ab erreichten wir nach rund 4 Stunden den Mont-Soleil, mit 1289 m ü. M. den höchsten Punkt des gesamten Höhenzuges der Montagne du Droit. Seit 1992 ist hier mit 4'575 m² die grösste Photovoltaikanlage Europas in Betrieb. Damit die dafür benötigte Landfläche von 20'000 m² gut genutzt werden kann, weiden Schafe zwischen den Solarmodulen. Mit der Standseilbahn fuhren wir nach St. Imier und, nach einem Durstlöscher, mit der Bahn nach Zofingen. Herzlichen Dank Willy für die gute Organisation und die spannenden Informationen während der Tour. Bericht: Käthi Däster
Fr 17. Apr. 2026
Willisau-Wolhusen
Um 07:44 Uhr bestiegen 10 Wandernde inkl. Käthi den Zug in Zofingen Richtung Nebikon. In Nebikon durften wir auf den Bus Richtung Willisau umsteigen. In Willisau gabs zuerst einen Kaffee. Das war der Start zur Blust Wanderung.
Das Wetter war ausgezeichnet. Nicht zu kühl und auch noch nicht zu warm. Genau das Richtige um diese Jahreszeit. Von Willisau aus wanderten wir durch den kühlen Wald hoch zum Ankenloch. Weiter über Matten an weidenden Kühen und Schafen vorbei und zum Teil unter blühenden Obstbäumen durch, Richtung Chlämphöchi. Bei den Schafen war eine Tafel am Wegrand montiert. Dort wurde das weidende Engadinerschaf beschrieben. Das erwähnte Schaf ist eine Züchtung, Steinschaf-Bergamaskerschaf. Das Engadinerschaf zeichnet sich aus durch sehr gute Milchleistung, Gesundheit und Wiederstandfähigkeit. Beim Weinbau würde man von einem gelungen Cuvée sprechen. Auf den Höhen konnten wir im Hintergrund das Panorama geniessen. Im Norden den Jura mit der Fahne von Gösgen. Im Westen den Napf, Eiger und Mönch. Die Jungfrau sahen wir nicht. Sie war gerade am Mittagessen kochen. Im Süden den Pilatus etc. Nach der Chlämphöchi wanderten wir runter in die Talebene Ostergau. Im Ostergau wurde in der Zeit um den 2. Weltkrieg herum Torf abgebaut. Torf brauchte man zur Energiegewinnung. Durch den Abbau sind Weiher entstanden, in denen sich heute Amphibien und allerlei Lebewesen tummeln. Auch zwei Kormorane haben wir gesichtet. Frosch und Fisch nehmt euch in acht, sonst werdet ihr verspeist. Dieses Gebiet ist seit den 60er Jahren unter kantonalem Denkmalschutz. Oberhalb von Kessenthal, an einem sonnigen Platz, gab es eine Trinkpause. Weiter ging es Richtung Blochwil, Geiss. Oberhalb Geiss auf einem Grillplatz wurde das mitgebrachte Mittagsessen verzehrt. Nach der Mittagspause ging es weiter durch Wald und Wiesen Richtung Galgebergwald. Links sahen wir den Soppisee. Weiter wanderten wir durch das Dorf Buholz zum Büelhubel. Von jetzt an leicht bergab nach Horüti, Walferdingen und so erreichten wir das Ziel Bahnhof Wolhusen.
Daten zur Wanderung: Zeit mit Pausen ca. 5 Stunden, Höhenunterschied 452m aufwärts und 441m hinunter. Distanz 16 km gemäss Schweiz Mobil.
Da in Wolhusen beim Bahnhof keine Trinkstätte war, stiegen wir in den Zug nach Willisau. Dort konnten wir den Durst löschen; auch bestellten einige noch ein leckeres Dessert. Gestärkt bestiegen wir den Bus und in Nebikon den Zug Richtung Zofingen.
Wir Teilnehmer bedanken uns bei Käthi Däster für die vorzügliche Organisation und Wanderleitung. Text: Bernhard Schild
So 5. Apr. 2026
Ski-Tourenwoche 1 Urner Haute Route
Sonntag, 5. April: Auftakt der Skitourenwoche in den Urner Alpen. Ostersonntag, 6:20 Uhr,
Bahnhof Zofingen. In der Dunkelheit versammeln sich die acht Teilnehmenden der Skitourenwoche 1 – der Auftakt zu einer gemeinsamen Woche im Urnerland mit fünf Übernachtungen, sechs Touren und vielen gemeinsamen Momenten in den Bergen.
Der Zug Richtung Realp fährt um 6:29 Uhr. Unterwegs steigt Walter Fetscher, der Bergführer, zu. Nach einer kurzen Begrüssung und einem grossen Lachen im Gesicht folgt seine Einschätzung der Woche: „Ihr habt euch das beste Wetter bestellt.”
Um 9:20 Uhr erreichen wir Realp und fellen zum ersten Mal an. Aufgrund der Lawinensituation entscheidet Walter sich für den Aufstieg zum Schafberg. Schon bald verschwinden die Jacken in den Rucksäcken und wir finden unseren Rhythmus zwischen Sonne und erstem Schweiss. Der Aufstieg verläuft ruhig. Die Gespräche bleiben zunächst verhalten, denn viele sind wohl noch in Gedanken bei der bevorstehenden Woche, bei dem, was kommt, und bei dem, was sie sich davon erhoffen. Erste Spitzkehren werden geübt und Abläufe gefestigt. Nach etwa drei Stunden erreichen wir den Schafberg.
Auf dem Gipfel machen wir passend zum Ostersonntag eine Pause und essen Ostereier und Schoggihasen. Die anschliessende Abfahrt führt uns hinunter zum Hotel Tiefenbach. Das verdiente Après-Ski-Getränk muss allerdings noch warten, denn zunächst stehen Trockenübungen auf dem Programm. Steigeisen, Klettergurt, Seilschaften – Handgriffe werden wiederholt und Abläufe besprochen, bevor wir uns auf der Terrasse nochmals die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.
Nach dem Bezug der Zimmer – und für die meisten eine warme Dusche – folgt das Abendessen. Suppe, Hauptgang und Gespräche. Noch vor dem Dessert geht es ein weiteres Mal nach draussen: Die Tour für den nächsten Tag wird besprochen.
Früh kehrt Ruhe ein: Die Wecker sind auf 4:45 Uhr gestellt. Es war ein sehr gelungener und sonniger Auftakt in die Tourenwoche.
Bericht: Olivia Guyer
Ostermontag, 6. April
Gemeinsam starteten wir am Ostermontag vom Hotel Tiefenbach, um 5.45 Uhr, im Licht der Taschenlampen in Richtung Albert-Heim-Hütte. Schritt für Schritt stiegen wir in der blauen Stunde auf, während die Bergspitzen langsam heller wurden.
Bei ruhigen Bedingungen und hartem Morgenfirn gewannen wir stetig an Höhe. Pünktlich zum Sonnenaufgang hiess es zum ersten Mal abfellen – und wir genossen die ersten Schwünge im goldenen Morgenlicht. Ein Moment, in dem alles einfach gestimmt hat.
Der zweite Anstieg folgte: hinauf bis zur Winterlücke. Von dort ging es mit Steigeisen und am Seil weiter – der letzte Abschnitt zum Gipfel forderte nochmals volle Konzentration, bevor wir den Lochberg erreichten.
Nach den Gratulationen, den Gipfelfotos und einem wohlverdienten Apfel machten wir uns bereit für die Abfahrt. Über 1000 abwechslungsreiche Höhenmeter im strahlenden Sonnenschein lagen vor uns – rassig, genussvoll und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Über die Staumauer des Göscheneralpsees stiegen wir nochmals auf und erreichten über die Strasse die Göscheneralp - unseren zweiten Übernachtungsort.
Auf der sonnigen Terrasse liessen wir die gelungene sechsstündige Tour bei einer Käseschnitte und einem feinen Quark-Streusel-Wildheidelbeerkuchen ausklingen. Besser hätte dieser Tag kaum enden können.
Text: Dominique Guyer
Dienstag, 7. April 2026, ca. 1440 Hm und 11 ½ km
Um 05:25 Uhr fuhr der erste Teil unsere Gruppe mit dem Quad Taxi in rasanter Fahrt hoch zur Göscheneralp. Unterwegs sahen diejenigen, welche auf dem Taxi sassen und nicht hinten am Seil hingen, sogar einen Schneehasen. Im Aufstieg hörten wir alle die Schneehühnergurren – sie zeigten sich jedoch nicht. Noch bei angenehmen Temperaturen begannen die Berge zu glühen – immer wieder faszinierend anzuschauen. Im Gegensatz zur parallelaufsteigenden Mountain Mary mit ihren Gästen wählte Walter eine längere und flachere, aber nicht langsamere Spur. Die Bergsee Hütte liessen wir links unten liegen. Unterhalb des Couloirs schnallten wir die Ski und Stöcke auf den Rucksack und montierten die Steigeisen. In sehr guten Tritten und mit gleichmässigen Schritten stiegen wir in ca. 30 Minuten steil zur Schinstock Lücke hoch und traversierten gleich noch den linken Hang. Anschliessend folgten herrliche Hänge bei bestem Sulzschnee. So schön war es, dass wir viel weiter als nötig runterfuhren. Dies hatte einen einstündigen, schweisstreibenden Gegenaufstieg zur Folge. Vor der Schlussabfahrt leerten alle ihre Trinkflaschen. Der letzte Aufstieg zur Voralp Hütte war gottlob nur kurz, so dass wir pünktlich zum Zmittag angekommen sind. Draussen zu hell und heiss, drinnen zu kühl, aber mit Mittagsschlaf, Kaffee und Kuchen, etc. gingen die Stunden zum Znacht relativ schnell vorbei. Nach dem feinen Essen gingen wir früh schlafen.
Bericht: Yvonne Ruesch
Mittwoch, 8. April
Um 3 Uhr stehen wir auf und eine Stunde später marschieren wir mit der Stirnlampe von der Voralphütte los. Wir nehmen eine selten begangene Route, welche uns durch eine Lücke nördlich des Vorder Sustenlimihorns führt. Es ist bereits hell, als wir um 7 Uhr unterhalb der Lücke die Skier aufbinden. Nach einem halbstündigen Aufstieg mit den Steigeisen erreichen wir den Punkt auf 3285m. Nach einer weiteren Stunde stehen wir als erste auf dem Gipfel des Sustenhorns auf 3500m.
Wir geniessen die perfekte Aussicht und nehmen uns viel Zeit für Fotos und das Panorama. Als wir zur Sustenlimi abfahren, kommen uns mindestens 50 Leute entgegen, welche von der Chelenalphütte aufgestiegen sind. Wir fahren auf dem Brunnenfirn ab bis unterhalb der Chelenalplücke, Dort montieren wir nochmals die Felle und binden etwas später die Skier auf den Rucksack und steigen ohne Steigeisen durch die Lücke. Auf der anderen Seite lässt uns Walter am Seil runter und wir geniessen die sulzige Abfahrt zur Voralphütte, wo wir uns eine feine Rösti gönnen und den Rest des Tages die Sonne geniessen.
Diese Rundtour war wie immer super von Walter geplant, denn sie ermöglicht einen relativ einfachen Aufstieg auf das Sustenhorn und bietet durch die Expositionen ideale Schneeverhältnisse bei der Abfahrt.
Text: Marcel Lattmann
Donnerstag, 9. April
Wir sind uns bereits gewöhnt, früh aufzustehen und so marschieren wir pünktlich um 4 Uhr mit den Stirnlampen los in Richtung Sustenjoch. Einmal müssen wir die Skier über Felsen tragen, aber sonst kommen wir im Dunkeln gut voran. Unterhalb des Jochs montieren wir die Harscheisen und erklimmen den steilen Anstieg, so dass wir um 6 Uhr auf dem Sustenjoch sind.
Wir tauschen die Skier gegen die Steigeisen und klettern mit 2 Seilschaften den östlichen Grat entlang. Unterhalb des Punktes 2873 steigen wir wieder um auf die Skier und fahren auf dem Eis des Tschingelfirns ab. Leider hat einer von uns einen Sturz und ein Ski fährt alleine talwärts. Es ist viel zu gefährlich, den Ski über das steile Eis zu verfolgen und so muss die Person leider mit Rega ausgeflogen werden.
Der Rest steigt zuerst nochmals mit den Skiern auf bis zum Verbindungsgrat zwischen Chli und Gross Griessenhorn. In 2 Seilschaften steigen wir mit den Steigeisen über den Nordwestgrat ab bis zu einem Couloir. Dort hat Walter bereits ein Seil montiert, an dem wir mit den Skiern bequem auf den Griessenfirn runterrutschen können. Von dort fahren wir bei perfektem Sulzschnee über 1100m ab bis zum Talboden.
Diesen erreichen wir um 11 Uhr. In der Mittagshitze steigen wir dann nochmals 2 Stunden und 600m auf zur Sustlihütte, wo wir uns erstmal ein feines Stück Kuchen gönnen.
Dies war mit fast 1600 Höhenmetern, 13km Länge und 9 Stunden Dauer die anstrengendste Etappe und ohne Walters guter Vorbereitung und Planung hätte ich das wohl nicht geschafft. So erlebten wir einen sehr abwechslungsreichen Tag mit vielen tollen Abfahrten.
Text: Marcel Lattmann
Freitag, 10. April
Verglichen mit den Vortagen können wir heute ausschlafen. Um 5:30 Uhr sitzen wir in der Sustlihütte beim Frühstück, eine Stunde später stehen wir auf unseren Skiern. Der Himmel ist bewölkt, der Schnee gefroren, nach gut einer Stunde aufsteigen, meistens Steilhänge querend, erreichen wir eine kleine Hochebene, wo wir einen Halt einlegen. Der aufkommende Wind, leichter Schneefall und heranziehende starke Bewölkung im Nordwesten veranlassen uns, den Aufstieg zu beenden. Die Abfahrt ist anspruchsvoll, harter, weicher und nasser Schnee bei schlechter Sicht - wir sind gefordert. Beim Sustenbrüggli erreichen wir die Passstrasse, auf welcher wir bis Gorezmettlen weiterfahren. Nach kurzer Wartezeit steigen wir ins aufgebotene Taxi ein, welches uns nach Göschenen bringt.
Wir verabschieden uns vom Bergführer Walter Fetscher mit einem grossen Dankeschön für seine super Führerarbeit und die stets interessante Routenwahl. Nach einer kurzen Zeitüberbrückung im Bistro besteigen wir bald den Zug Richtung Zofingen. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für ihren Beitrag zum Gelingen dieser schönen Tourenwoche, einen besonderen Dank an Günter für das Planen und Koordinieren.
Text: Rolf Heeb
Fr 3. Apr. 2026
Osterskitouren Binntal
3.4.2026 Anreise – Binntalhütte
Um 6:00 Uhr ging es auf in den Zug,
die Fahrt verging wie im Flug.
Wir wären vor Lachen fast verreckt,
den Loris hat eine Wäscheklammer in Fionas Flasche versteckt.
Das Alpentaxi fuhr sehr kriminell,
und verging schnell.
Zuerst mussten wir die Ski buckeln,
denn auf Ski würde es sehr ruckeln.
Alle haben Sonnencreme eingeschmiert,
und Silvan war von unseren Namen verwirrt.
Wir machen eine Pause,
und lassen Gruppen an uns vorbei sausen.
Doch ihr Vorsprung hielt nicht lange,
denn wir überholten sie in einer langen Schlange.
In der Hütte durften wir kurz chillen,
und dann gingen wir los mit neuem Willen.
Das Schneeprofil haben wir angeschaut,
und wissen jetzt, wie die Schneedecke ist aufgebaut.
Wir vergnügten uns bei der ersten Abfahrt,
Silvan hat uns dabei angestarrt.
Wir haben in der Iglubautechnik Fortschritte gemacht,
auch ohne Ingenieur Fabian ist noch nicht’s zusammengekracht.
4.4.2026 Holzjihorn und Holzerspitz
Die Türe hörte nicht auf zu knarren,
wir mussten bis 5 Uhr im Bett verharren.
Schon klingelte der Wecker,
und das Zmorgen war sehr lecker.
Fiona ist bei der ersten Abfahrt in den einzigen Busch geflogen,
sie ist wohl falsch abgebogen,
das ist nicht gelogen.
Langsam wurde es hell,
weiter ging es mit dem Fell.
Die Harscheisen wurden nicht zum einzigen Mal montiert,
so wurde der Aufstieg garantiert.
Wir haben die Zeit gut gemessen,
denn wir sind um 11 Uhr schon auf dem Holzjihorn gesessen.
Die Sicht bei der Abfahrt war vernebelt,
und wir fühlten uns etwas behebelt.
Die Wechten wurden für uns abgetragen,
da musste Melanie ihren Luxusurlaub doch nicht vertagen.
Mehr Sonne gab es auf dem Holzerspitz,
doch beim Aufstieg zur Hütte sind wir fast verhitzt.
Wir konnten doch noch schön hinunterfahren,
da kann man sich nicht beklagen.
Den Jega-Turm bauten wir hoch hinauf,
Luca raubte es sogar den Schnauf.
5.4.2026 Ofenhorn
Wir wollten heute wieder um sechs Uhr los gehen,
wir konnten nur im Schein der Lampen etwas sehen.
Heute war die Abfahrt nicht so lange,
dafür fuhren wir in voller Kanne,
und der Aufstieg war schon bald im Gange.
Die Spitzkehrenbödeli erinnerten an einen Wendeplatz,
somit brauchte man noch kaum Körpereinsatz.
Man lief mit den Harscheisen wie auf einem gefrorenen See,
man nannte es kaum noch Schnee.
Wir haben ein Geschäft vom Osterhasen entdeckt,
er hat sich auf dem Grat versteckt.
Und schon bald erreichten wir doch noch das Hohsandjoch,
da trafen wir auf eine andere Gruppe, die im Gegensatz zu uns den Hügel hinaufkroch.
Über den Gletsch mussten wir uns weiter hinaufbewegen,
zum Glück wollte der Wind uns nicht mehr fegen.
Silvan schlug die Brille von Fiona mit dem Seil brutal,
ins Tal.
Dominik hatte keine Wahl,
sehen wir die Ostereier zum letzten Mal?
Die Ostereier konnten wir auf dem Gipfel trotzdem noch aneinanderschlagen,
und schon bald auf die Abfahrt wagen.
Das Couloir mussten wir runterrutschen,
mit Hilfe der sterbenden Schildkröte um die Kurve herum kutschen.
Im Sulz sind wir herunter gekarrt,
wir haben die Ruhe bewahrt.
Wir erreichten das Plateau,
und freuten uns auf die Gâteaux.
6.4.2026 Grosses Schinhorn
Wir haben unseren Schlafrhythmus beibehalten,
wir müssen noch üben die Decken zu falten.
Kurz war die Abfahrt dieses Mal,
hinauf ging es in hoher Zahl.
Auf dem Sattel ging es rasant,
wir schauten hinunter ganz gespannt.
Hinauf ging es zum Skidepot,
es gab nur etwas Getto.
Auf gings wie der Blitz,
schon waren wir auf dem Gipfelspitz.
Mit ganz viel Joga gings den Hang hinab,
wir schafften es jedoch ganz knapp.
Wir wollen noch nicht nach Hause,
deswegen machten wir eine lange Pause.
Über Stock und Stein ging es durch den Wald,
wir sind unten schon ganz bald.
Die Ski mussten wir nicht tragen,
wir konnten die Abfahrt am Strassenrand wagen,
da kann man sich nicht beklagen.
Wir haben unserem grossartigen Bergführer nicht einmal applaudiert,
deswegen haben ihm jetzt noch gratuliert,
für ihn ist eine 10 von 10 Google Bewertung garantiert.
Text: die Teilnehmenden
Sa 28. März 2026
Rottälligrat 2748m
Der frühe Start in den Tag hat sich gelohnt, wir waren bei den ersten am Parkplatz in Realp. Punkt 7 sind wir mit den Ski gestartet und haben den Rottälligrat bei besten Bedingungen - Wetter wie Schnee - in Angrifff genommen. Wir waren derart flott unterwegs, dass wir die Abfahrt als 2. Gruppe gestartet haben und traumhafte unverspurte Hänge geniessen konnten. Der Kuchen danach schmeckte toll, auch wenns nur ein Halber war - Urner Portionen dind grosszügig bemessen. Bericht: Matthias Hostettler
Sa 28. März 2026
Ruchstock
Tourenbericht vom 28.3.2026 Glattgrat und Steinalper Jochli
Los ging es mit der Gondel von Niederrickenbach,
da hatten wir die Touristen noch im Schach.
Heute gab es die SAC und JO Gruppe,
und schon waren wir über der Kuppe.
Vorbei ging es an Tannen- und Dachlawinen,
Pulver konnten wir uns reichlich verdienen.
Auf dem Glattgrat sind wir angekommen,
und sind runter im Pulver geschwommen.
Von der ersten Abfahrt waren wir alle fasziniert,
und wieder zum Auffellen motiviert.
Zwischendurch machten wir mal eine Pause,
zum Glück müssen wir noch nicht nach Hause.
Nun mussten wir noch den letzten Aufstieg bezwingen,
bevor wir konnten im Pulver runter schwingen.
Natürlich darf ein Gipfelfoto nicht fehlen,
der Wind soll aufhören zu wehen.
Nun ging es los mit den verschiedenen Skifahr Disziplinen,
von Slalom, Pulver bis Wasserskifahren konnten wir uns bedienen.
Die Gondel war überbesetzt, deshalb musste jemand raus, sie war entsetzt.
Von Zoe, Malin und Lily
Sa 21. März 2026
Centrale und Rotstock
Kaltstart
Eine Skitour beginnt oft auf einem Parkplatz, in Andermatt mit einem höheren Gefährt, heisst dies im gigantischen Untergrund des Chedi Imperiums. Nach gefühlten 15 Minuten Umherirren in der Tiefgarage hatte es Thomas dann endlich geschafft, seine vier TourenteilnehmerInnen an die frische Luft zu führen. Der Weg zur Talstation der Gemsstockbahnen war aber noch weit. Unterwegs übersah Thomas eine Eisplatte und stürzte, ausnahmsweise nicht mit dem Velo und zum Glück ohne gravierende Verletzungen.
Auch am zweiten Tag begann der Tag nicht ganz reibungslos. Eine Teilnehmerin, aus Datenschutzgründen wird der Name hier verschwiegen, versuchte ihre Felle auf ein Paar Ski aufzukleben. Dies gelang auch nicht schlecht, nur war das Fell plötzlich 10cm zu kurz. Nachdem die Felle auf den richtigen Skiern montiert waren, fehlte das heiss geliebte Stirnband. Der Rest der Gruppe dufte bei kräftigem Föhn und waagrechtem Schnee ausharren.
Belgier
Der Nationalsport Belgiens ist nicht das Skifahren. Dies zeigten zwei Belgier auf der Vermigelhütte gleich doppelt. Zuerst suchten sie verzweifelt nach einer Lösung, um das Finale eines Radrennens live zu schauen. Nach dem Essen plünderte einer der beiden den Verbandskasten. Seine Füsse waren vom ersten Tourentag dermassen mit Blasen übersäht, dass man eher von Einbandagieren, denn von Tapen sprechen konnte.
Am nächsten Tag begleiteten sie uns Richtung Piz Alv. Sicht- und Schneeverhältnisse und vor allem der starke Wind verhinderten die Besteigung des Rotstockes, was unser ursprünglicher Plan gewesen wäre. Die 500 Höhenmeter Richtung Piz Alv waren zäh. Der vom Wind verfrachtete Neuschnee verlangte von Thomas alles ab. So waren wir froh, dass einer der Belgier einen Teil der Spurarbeit übernahm. Umso erstaunter waren wir, als er am Umkehrpunkt fragte, wie er jetzt zur Maighelshütte komme.
Highlights
Der erste Tag begann nicht nur im Tal holprig, sondern auch die Querung vom Gemsstock zur Gafallenlücke war ruppig. Dafür waren die Verhältnisse danach für unsere Tour ideal. Die Tragepassage auf den Sattel unter dem Pizzo Centrale war durch ideale Tritte vorgespurt und die Gipfelbesteigung ging auch ohne Steigeisen problemlos. Die Querung zur Rotstocklücke war leicht aufgesulzt und die mächtige Wechte Richtung Vermigel konnte problemlos umfahren werden. Der Schnee um die Vermigelhütte herum war so gut, dass drei mutige TeilnehmerInnen sogar noch den Gegenanstieg zur Wildenmattenhütte, besser bekannt unter Russihütte, wagten.
Das grösste Highlight, wie könnte es auch anders sein, war natürlich das Essen auf der Vermigelhütte. Esther und ihr Team verwöhnten uns schon nach der Ankunft mit einem Apéro. Das Nachtessen stand dem in nichts nach. Getoppt wurde das Ganze dann aber am nächsten Morgen durch das Frühstücksbuffet. Auf welcher Hütte gibt es gebrannte Creme zum Frühstück?
Abschluss
Die Energie der Creme wurde dann auch sinnvoll eingesetzt. Nicht nur der Aufstieg unter den Piz Alv war kräftezehrend, die Abfahrt nach Andermatt war sehr schwierig. Pulverschnee in all seinen Formen, vorwiegend Krustenpulver, zehrte an den Kräften. Vielen Dank an Thomas für das umsichtige Leiten dieser zwei Tage und auch ein grosses Merci ans Vermigelteam für die nette Beherbergung. Bericht: Patrick Schilling
Sa 7. März 2026
Schwalmere
Wir erreichten die Iselfluh,
noch in mörgentlicher Ruh.
Die ersten Höhenmeter wurden bestritten,
wir sind mit der Gondel hoch geritten.
Durch den Wald ging es mit den Skis auf dem Rücken,
wir mussten uns auch manchmal bücken.
Der einzige Reiz,
war die Beiz.
Wir mussten mit dem Nassschnee kämpfen,
deswegen fingen unsere Rücken an zu dämpfen.
Vom ersten Gipfel, chlys Lobhore, haben wir uns wieder runter gesputet,
den danach wurde er von einer Riesengruppe überflutet.
Mit sagenhaften vier Stunden,
konnten wir den zweiten Gipfel abrunden.
Auf der Schwalmere gab es einen kurzen Mittagsrast,
dazu hat ein Gummifrosch gepasst.
Runter ging es durch den Sulzschnee,
wollen wir doch noch in den See?
Einen Steinbock haben wir bewundert,
dieser dachte nur: "Die sind doch nicht ganz hundert."
Dario und Sandro R. gingen über alle Schanzen,
doch nicht sie haute es auf den Ranzen.
Man glaubt es kaum,
Zoe umarmte einen Baum.
Das Schorle mussten wir uns noch mit dem letzten Aufstieg verdienen,
wollen die noch langsamer bedienen?
Text: on Malin, Zoe, Luca und Sandro S.
Wir erreichten die Iselfluh,
noch ...
So 1. März 2026
Skitourenwoche 2 im Gebiet Zufallshüttte
Zufallhütte Südtirol Martelltal (Südtirol)
Sonntag, 1. März 2026 Reisetag
Sonntags um 07:00h war Besammlung beim Forstacker in Zofingen. Die sechs Tourengänger wurden auf zwei Autos verteilt. Nach Absprache machten wir den ersten Kaffeehalt auf der Raststätte nach dem Arlbergtunnel.
Unser Bergführer Dominik konnte im Rheintal zusteigen. In einem Auto wurde das Navigations-System aktiviert, um sicher zu sein, dass man die Raststätte nicht verpasst. O`Schreck. Irgendwie wollte das System die Raststätte nicht auf den ersten Blick finden. Gott sei Dank war nicht dichter Nebel. Und die Mitfahrer konnten die Einkehr ohne System finden. Sonst würde das System die Raststätte noch heute suchen. Nach der ersten Stärkung fuhren wir Richtung Landeck und weiter über den Reschenpass ins Vinschgau (Südtirol). Der Reschensee war noch zugefroren. Beim Turm in Graun werden wie immer Fotos geschossen als Erinnerung. Doch wir wollten das nicht auch machen. Wir kennen ja die Geschichte mit dem Dorf, das jetzt unter dem See liegt und nur noch der Turm ersichtlich ist. Um die Mittagszeit gab es nochmals eine kleine flüssige Stärkung. Danach fuhren wir weiter bis zuoberst ins Martellertal. An vielen Äpfel- und Beeren-Kulturen vorbei. Bei der Materialbahn zur Zufallhütte konnten wir unsere Autos parkieren. Nach dem Beladen der Taschen auf die Bahn und nur mit dem nötigsten im Rucksack stiegen wir hoch zur Zufallhütte. Ca. 200hm und ¾ h erreichten wir unsere Bleibe für die nächsten 6 Tage.
Uli der Hüttenwirt begrüsste uns mit einem kleinen Klaren. Sehr wohltuend im Hals nach dem Aufstieg…….
Auf eine kleine Eingangstour wurden verzichtet. Die Temperatur war auf 2200müM ca. 6°C und der Schnee war sulzig. Wir konnten die Zimmer beziehen, 2 Zweier- und ein Dreierzimmer. Im Zimmer war ein Lavabo, welch ein Komfort. Um 18:30 Uhr gab es das Nachtessen für uns. Ein 4-Gang Menü mit Nachschlag, wer noch wollte. Die erste Tour vom Montag wurde besprochen. Müde von der doch lagen Fahrt und mit den ersten Erkenntnissen gingen wir zu Bette. Text: Bernhard Schild
Montag, 2. März 2026 Butzenspitze (3150 m)
Nach einem sehr guten Frühstück sind wir um 7.30 Uhr zu unserer ersten Tour gestartet. Der Nebel, welcher bei der Tagwache noch um die Hütte war, hatte sich mittlerweile gelichtet und hohen Wolkenfeldern mit einigen wenigen blauen Löchern Platz gemacht.
Der Plan war, auf das Marteller Hochplateau aufzusteigen und zuerst einmal ganz nach hinten zu gehen und dann entscheiden, welchen Spitz wir in Angriff nehmen.
Nach den 2 Aufschwüngen entscheiden wir bei der ersten Pause, nach links auf den Gletscher aufzusteigen und dann einen der zwei möglichen Gipfel auszuwählen. Beim weiteren Aufstieg entdeckte Dominik einen Hang, der steiler war als auf der Karte vermerkt und der lawinengefährlich aussah. Daher wendeten wir uns nach rechts, um dort einen anderen Gipfel in Angriff zu nehmen.
Da im Aufstieg der Schneefall einsetzte und wir auch nicht mehr mit der kompletten Gruppe weiter aufstiegen, entschieden wir uns für die Butzenspitze, welche 3150 Meter hoch ist.
Nach einer kurzen Rast sind wir wieder abgefahren und haben weiter unten das Mittagessen genossen. Nun wieder komplett sind wir in Richtung Hütte abgefahren. Der Schneefall hat immer mehr zugenommen, so dass es nicht immer nur angenehm war. Der Schnee unter unseren Ski wechselte in seiner Konsistenz öfters, was zum Teil die Abfahrt herausfordernd machte.
Um 14.00 Uhr waren wir wieder zurück in der Hütte. Text: Andreas Bachmann
Dienstag, 3. März 2026 Madritschspitze (3265 m)
Nach einem guten Frühstück brachen wir voller Vorfreude auf. Unser heutiges Tourenziel: die 3265 m hohe Madritschspitze.
Zuerst galt es allerdings nochmals den teilweise steilen und rutschigen Anstieg ins Martelltal zu bewältigen. Nach einer kurzen Verschnaufpause nahmen wir den Zustieg zur Madritschspitze in Angriff. Technisch zwar nicht schwierig, führte der teilweise kupierte Hang doch stetig höher. Den Gipfel hatten wir dabei immer vor Augen – und er wirkte aus der Ferne steiler und weiter entfernt, als uns lieb war.
Bevor das Gelände endgültig steil wurde, legten wir noch einmal eine Pause ein. Dann hiess es: Felle greifen lassen und hinauf in die steile Flanke. Wir hatten aber nicht mit der ausgezeichneten Spurarbeit von Dominik gerechnet. Dank seiner perfekten Spur war der Aufstieg deutlich angenehmer als befürchtet, und in gleichmässigem, gemütlichem Tempo erreichten wir unser Skidepot.
Von dort war es nur noch ein kurzer Schlussanstieg bis zum Gipfel. Nach rund vier Stunden standen wir oben und wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt: Der mächtige Königspitze, der markante Ortler und das Skigebiet von Sulden lagen eindrucksvoll vor uns. Ein Moment zum Durchatmen, Staunen und Geniessen.
Die Abfahrt entpuppte sich – dank Dominiks Spürnase – erneut als Volltreffer: herrlicher Pulverschnee, weite Hänge und schwungvolle Linien hinunter ins Tal.
Gut gelaunt und zufrieden erreichten wir am frühen Nachmittag die Zufallhütte. Genau zur richtigen Zeit, um den gelungenen Tourentag mit einem Apfelstrudel oder einem feinen «Plättli» gemütlich ausklingen zu lassen. Text: Melanie Stahel
Mittwoch, 4. März 2026 Monte Cevedale
Heute steht der Cevedale an mit 1600 hm Aufstieg – die Königsetappe auf Melanie's "Bucket List". Wir starteten wie üblich, das Wetter war als schön angesagt – also ideale Bedingungen.
Von der Hütte ginge es durch die enge Schlucht auf das Plateau, dann links weg in einen steileren Aufstieg Richtung Rifiguio de Martello. Hier montierten wir auch unsere Harscheisen, da der Aufstieg ziemlich verfahren und vereist war. 300 m höher ging es weiter Richtung Zufallsspitze. Als wir kurz vor dem Gletscher waren, zogen wir die Gstältli an. Hier trennten wir uns. Eine Gruppe von 5 Teilnehmern ging weiter zum Cevedale. Ich erinnerte mich wieder mit Schrecken daran, wie lange der Weg zum Cevedale ist. Langsam, aber stetig ging es immer weiter aufwärts entlang der mächtigen Zufallspitze in Richtung der 3 Kanonen (Cima Tre Canoni). Im ersten Weltkrieg 1917/1918 wurden 3 erbeutete italienische 149 mm Feldgeschütze zu Fuss von österreichisch-ungarischen Feldjägern vom Lager Zufall (heutige Zufallshütte) auf den Cevedale Pass geschafft und dort installiert. (Lit: moesslang.net). Eine enorme Leistung, die wir mit unseren Leichtsteigeisen kaum nachvollziehen können, wogen diese doch ca. 5 Tonnen und das Rohr alleine 3300 kg ohne Schlitten.... Wir liessen die 3 Kanonen rechts liegen und wendeten uns unserem Ziel dem Cevedale zu. Nun ging etwas steiler voran – aber immer noch war der Cevedale in weiter Ferne. Endlich am Gipfelhang ging es dann mit Spitzkehren nach oben und auch ich konnte langsam wieder aufholen. Ca. in der Hälfte des Gipfelhangs machten wir ein Skidepot, zogen die Steigeisen an und Domenik wühlte sich durch den Schnee Richtung Cevedale Hauptgipfel. Inzwischen kam von den zwei zurückgebliebenen ein WhatsApp mit dem Bild des Kaiserschmarns, den sie sich nach einer schönen Abfahrt im Refugio gönnten.
Auf dem Gipfelgrat hatten wir dann noch ein kleines Abenteuer. Plötzlich verschwand die Zipfelmütze von Dominik in einer Spalte. Melanie und Peter konnten ihn halten und wir begannen damit, einen Seilzug zur Spaltenrettung zu installieren. Ausbildung zahlt sich aus, auch wenn Dominik, bereits wieder von selbst aus der Spalte klettern konnte bis wir uns eingerichtet hatten. Nun kann auch er mitreden, wie es ist, in eine Spalte zu fallen. Nach dem Schreck kamen wir beim Gipfelkreuz an, machten die obligatorischen Gipfelfotos und dann wieder auf dem Abstieg zum Skidepot. Eindeutig hatten wir die bessere Route gewählt als unsere Mittourengeher, die ihre Skier erst auf dem Grat und danach wieder runtertrugen (???).
Die Abfahrt war wunderschön. Dominik fand mal wieder unverspurten Schnee und so konnten wir ca. 1100 hm unsere Spuren in diesem hinterlassen. Danach durch etwas Plattenpowder, dann durch den verspurten Hüttenaufstieg (300 hm) wieder zur Zufallshütte. Text: Michael Levis (stolz mit Zahnfleischbluten bzw. auf dem Zahnfleisch zum Gipfel...)
Donnerstag, 5. März 2026 Richtung Zufallpitze und Tre Cannoni
Das Ziel unserer heutigen Skitour war, einige wenig- oder noch unbefahrene Pulverschneehänge mit unseren Spuren zu verzieren. Ein eigentliches Gipfelziel war nicht geplant.
Wir stiegen auf unserem Anstiegsweg von gestern Richtung Cevedale auf bis ans Ende der Moräne zwischen den beiden Gletschern Fürkeleferner und Zufallferner. Dort rüsteten wir uns für das Betreten des Ersteren aus und stiegen im ziemlich steilen Gletschergelände hoch bis ca. 3100m, wo sich der schöne Pulverschnee abrupt in Pulver mit stark windbearbeitetem Deckel und deutlich vorhandenen Zastrugis veränderte. Deshalb stiegen wir nicht weiter auf und konnten so eine schöne Abfahrt zurück zur Moräne geniessen. Dominik fand für uns noch einen gänzlich unverspurten Teil des Glestchers mit seidenfeinem Pulverschnee.
Zuerst machten wir nun eine Pause an der Sonne und verpflegten uns. Dann stiegen wir auf dem Zufallferner hoch Richtung „Tre Cannoni“ (wo noch immer 3 gut sichtbare Kanonen aus dem ersten Weltkrieg stehen) und bereiteten uns wieder auf einer Höhe von ca. 3100m für die Abfahrt vor. Diese übertraf im Genuss sogar noch unsere Erste und Dominik filmte uns, wie wir erneut unverspurtes Gelände mit unseren Skiern „bearbeiteten“. Bei der Martellerhütte angekommen, genossen wir die wärmende Sonne und die schöne Aussicht bei Getränken und Kaiserschmarren.
So gestärkt kam dann noch die Abfahrt durch die Eisresten vom ehemaligen Gletscher unterhalb der Hütte und die „Bobbahn“ zurück zu „unserer“ Zufallhütte. Alles in allem ein gelungener, gemütlicher, entspannender Tag zur Erholung von der gestrigen Anstrengung am Cevedale. Text: Peter Jakob
Freitag, 6. März 2026 Abschlusstour Richtung Perterspitze
Wie immer die ganze Woche hindurch, ohne Ausnahme, läutetet der Wecker um die 6 Uhr in der Früh. Heute war es aber anders als die letzten Tage. Das letzte Mal Aufstehen und die Taschen packen für die Heimreise.
Aber der Reihe nach:
War doch noch die Abschluss-Tour auf dem Programm. Nach der obligaten LVS-Kontrolle starteten wir Richtung Peterspitze im Nebental von der Zufallhütte. Der Himmel war ein wenig trüb. Der Südwind brachte in der Höhe den angekündigten Saharastaub ins Südtirol. Gott sei Dank war der Schnee noch nicht übersandet. 2-mal mussten wir die Skier tragen. Einmal wegen einer sehr engen und steilen Abstiegs-Passage und das 2. Mal wegen zu wenig Schnee.
In einem sehr angenehmen Tempo – immer dem Bergführer nach – stiegen wir im Tal zur Peterspitze hoch. An Schneebrettlawinen vorbei. Links und rechts erhoben sich die 3000er aus dem Tal.
Nach einer kleinen Pause und ca. 3 Std. Aufstieg entschlossen wir uns, dass das Tagesziel auf der letzten Tour erreicht ist. Nach der Demontage der Felle und der obligaten Stärkung aus dem Rucksack starten wir zur letzten Abfahrt. Immer wieder fand unser Bergführer Dominik noch Pulverschnee-Hänge, die noch nicht befahren waren.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei Dominik für das Führen der Gruppe. Das war einfach Spitze. Und das jedem Tag. Auch Edi sei ein grosser Dank für die tadellose Organisation auszusprechen.
Nach den letzten Höhenmetern auf der Abfahrt durch den Lerchenwald erreichten wir den Parkplatz. Wehmütig verliessen wir das an unser Herz gewachsene Martelltal. Vielleicht kommen wir mal wieder. Es hat dort noch so viele Gipfel zum Besteigen.
Nach einer Pause in Reschen (Hotel zum Mohren) und nach dem Betanken der Autos erreichten wir am Nachmittag die Schweiz. Nachdem wir unsern Bergführer Dominik in seiner Heimat im Rheintal verabschiedet hatten, fuhren wir Richtung Wiggertal.
Leider mussten wir noch einige Staus auf der Autobahn überwinden. Aber mit sehr vielen positiven Eindrücken kamen wir zurück in unsere Heimat. Auch den Fahrern, Melanie und Edi einen grossen Dank. Text: Bernhard Schild
So 1. März 2026
Stotzige Firsten anst. Pazolastock 2739m
Infolge etwas kritischer Lawinensituation wurde von unserem 4er Grüppchen statt dem Pazolastock der Stotzige Firsten angesteuert. Etwas überrascht waren wir über den dichten Nebel, der uns auf den ersten 400 Höhenmeter begleitete und die Orientierung nicht gerade vereinfachte. Dennoch haben wir unseren Weg gefunden und wurden am Ende mit etwas Sonne belohnt auf dem P2542, den wir am Ende als Tagesziel definiert haben. Die Abfahrt war dank besserer Sicht gut machbar und gegen Schluss sogar noch mit etwas Spass verbunden. Insgesamt doch ein schöner Tag mit guten Gesprächen vor, während und nach der Tour.
Bericht und Fotos Matthias Hostettler
Sa 28. Feb. 2026
Lobhornhütte - Schärihubel
Sa 28. Feb. 2026
Blüemberg+Albristhore
Als Alternative zur geplanten Piz-Rotondo-Tour entschieden sich Nadine und Günter aufgrund der erheblichen Lawinengefahr im Tessin für eine passende Ausweichroute in der Innerschweiz.
Um 6:00 Uhr trafen sich die elf Teilnehmenden beim ZT und fuhren Richtung Riemenstalden. Dort wurden die Rucksäcke gepackt, die Felle montiert – und beinahe hätte uns schon die erste Bahn gelockt. Doch Nadine pfiff uns zurück: Wenn schon Alternative, dann richtig.
Um 7:45 Uhr starteten wir bei guten Bedingungen in der grossen Gruppe. Nach einer ersten Pause teilten wir uns in zwei Gruppen auf und stiegen gleichmässig weiter Richtung Skidepot auf.
Der Schlussaufstieg hatte es in sich: steil, hart und über einen alten Lawinenkegel führend. Sonnenstrahlen begleiteten uns, ebenso wie die vielen Schweisstropfen. Während vorne konzentriert mit dem Pickel gespurt wurde, profitierten wir hinten von einer bestens angelegten Aufstiegsspur. Vom Skidepot aus stiegen wir die letzten Meter mit Pickel zum Gipfelkreuz des Blüemberg auf.
Am Gipfel öffnete sich ein weiter wunderbarer Rundblick über die verschneiten Gipfel der Innerschweiz. Nach der Gipfelumarmung, Fotos und einem wohlverdienten Sandwich machten wir uns wieder an den Abstieg.
Die Abfahrt auf hartem Untergrund forderte nochmals volle Aufmerksamkeit, konnte unsere gute Stimmung jedoch nicht trüben.
Den gelungenen Tourentag liessen wir bei Kaffee und Cremeschnitte ausklingen, bevor wir die Heimreise nach Zofingen antraten – ein Teil der Gruppe mit einem kurzen Zwischenstopp beim Bächli Bergsport, um auch wirklich für die nächste Tour bestens ausgerüstet zu sein.
Bericht Dominique Guyer
Skitour Albristhore 01.03.2026
Olympia start, chribelig.
Nach 20 Meter erste Pause, Sauerstoffzelt.
Danach im Nebel gemütlich weiter, trotzdem Sauna.
Erste Sonnenstrahlen nach 2 Stunden aufstieg, blendend.
Skitragen durch die Schlüsselstelle, frostig.
Gipfelfoto, windig.
Lukas, Sandro und Dario, Abstecher ins Couloir.
Bruchharsch, überschlagend & kopfeinsteckend.
Wiedervereinigung.
Letzter Teil flach, sulzig.
Lukas, Sandro, Dario
So 22. Feb. 2026
Creux du Van
Schneeschuhtour auf die Creux du Van statt Cyprianspitz
Wir starteten unsere Rundtour im aperen Noiraigue und begleiteten die tosende Areuse talwärts bis zur Abzweigung am Saut de Brot Richtung Ferme Robert.
Bereits vor dem Punkt Fontaine Froide montierten wir die Schneeschuhe um den zunehmend steilen Fussweg in mehreren Zickzacks auf dem «Sentier du Single» zum Rand der Felsarena sicher zu erklimmen.
Sonnenschein empfing uns auf dem Hochplateau und begleitete uns zum Le Soliat, dem höchsten Punkt der Tour und anschliessend Richtung Abstieg nach Noiraigue.
Herzlichen Dank, Marcel für das Erlebnis dieser anspruchsvollen und spannenden Ersatztour.
Bericht: Barbara Hüsser
Fotos: Alle
Sa 21. Feb. 2026
Schneeschuh-Tourenwoche 4
Samstag, 21.02.2026 Anreisetag
Start in Zofingen durch den persönlichen Abholservice vor der Haustür. Die Reise verlief sehr feucht fröhlich. Fröhlich? Gute Stimmung und Vorfreude. Feucht? Regen und Schneefall begleiteten uns fast den ganzen Weg. Sorgen bereiteten uns die immer grösser werdenden Schneeflocken vor dem Arlberg: „Ist nun noch „ketteln“ angesagt?“ Doch nach dem Tunnel sah alles wieder etwas besser, aber immer noch sehr feucht, aus. Trotz den letzten Veranstaltungen der Winterolympiade im Antholzertal verlief die Fahrt über den Brenner und das Pustertal recht problemlos.
Christoph Ruchti
Sonntag, 22.02.2026 1. Tourentag
Altersgerecht um 09:00 Uhr starteten wir vor dem Hotel zur ersten Tour im Naturpark „Riesenferner/Ahrn“. Die Schneeverhältnisse waren sehr gut: nasser Neuschnee in rauen Mengen. Das Wetter gut: bewölkt und angenehme Temperaturen. 11 Tourengängerinnen und 2 Bergführer starteten die Tour in Rain im Taufers. Bereits zu Beginn wurde eines klar: die Bergführer hatten keinen Wellnessurlaub vor sich. Spuren im knietiefen Neuschnee strengt auch auf Waldstrassen an. Richtig knackig wurde es dann bei den bestens bekannten Abkürzungsrouten quer waldein. Bereits um 11:00 Uhr kam die erste Lawinenschaufel zum Einsatz. Eine Teilnehmerin kam nicht mehr aus eigener Kraft aus einem Schneeloch raus und musste ausgegraben werden. Nach der Mittagsrast trennte sich die Gruppe. Gruppe 1 ging auf ähnlichen Wegen zurück zum Startpunkt mit Jause-Station. Gruppe 2 wollte noch etwas höher hinaus, doch der tiefe Schnee und eine heikle Bachquerung zwangen uns abzusteigen und einen anderen, etwas sichereren Weg zu suchen. Mein persönlicher Höhepunkt des Tages: der erste „Bombardino“ der Tourenwoche.
Christoph Ruchti
Montag, 23.2.2026
Wir fuhren mit dem Auto nach Weissenbach. Nach einem moderaten Aufstieg folgte ein etwa 40° steiler Hang, den Matthias vorsichtig vorgespurt hatte. Mit Mühe und gegenseitiger Unterstützung bewältigten schliesslich alle den kräftezehrenden Aufstieg über Wurzeln und Baumstämme. Auf einem Plateau konnten wir uns kurz erholen, bevor ein letzter kurzer Aufstieg folgte. Zum Mittagessen stiegen wir zur Innerhofer Alm ab. Die Hütte ist ein beliebter Treffpunkt für Winterwanderungen und Skitouren. Nach einer ausgiebigen Rast machten wir uns auf den Rückweg zu den Autos. Die gesamte Tour dauerte rund 4 Stunden und umfasste 450 Höhenmeter.
Käthi Däster
Dienstag, 24.2.2026
Für den Dienstag waren Regenschauer angesagt, und so machten wir alle eine Wanderung ohne Schneeschuhe. Sie ging direkt vom Hotel aus talaufwärts und in einem grosszügigen Bogen zur Burg Taufers, erfreulicherweise fast ohne Regen. In einer fachkundigen Führung konnten wir die wichtigsten historischen Räume der Burg und ihre Geschichte kennenlernen. Nach kurzem Abstieg wurde dann in einer Eisdiele im Städtchen Sand geschlemmt, und danach erreichten wir wieder zu Fuss das Hotel.
Peter Döfler
Mittwoch, 25.2.26
Zu hinterst im Ahrntal, beim ehemaligen Kupferbergwerk kurz nach Prettau begann unsere vierte Tour. Matthias und Walter spurten steil hinauf in den nahen Wald. Durch lichten Lärchenwald gelangten wir, einem tiefverschneiten Wanderweg (10A) folgend höher und höher und passierten nebenbei mehrere steile Rinnen. Walter ebnete uns beim „Chetteliwäg“ mit der Lawinenschaufel den Weg etwas aus und erleichterte uns so das weitergehen. Zwischen den Stämmen hindurch erhaschten wir immer wieder einen Blick auf die Bergkette der nördlichen Talseite. Bald öffnete sich der Blick noch weiter auf ein grandioses Panorama. Tiefblauer Himmel, wunderschöne Schneeberge, vereinzelte Lärchen, ein Bild zum sattsehen. Nach einem dreistündigen Aufstieg erreichten wir die gemütliche Steger Hütte wo wir zur Jause gerne einkehrten, verweilten und die Sonne genossen. Der Rückweg war dann etwas weniger spektakulär und folgte zu einem weiten Teil der Forststrasse hinunter nach Prettau.
Sonja Frey
Donnerstag, 26.02.2026
Heute fuhren wir ins Mühlwaldtal nach Lappach und starteten die Tour bei strahlend blauem Himmel auf der Bergmeisteralm. Dieses Mal teilten wir uns auf in eine gemütliche Gourmetgruppe, welche den Genuss der Winterlandschaft in den Vordergrund stellte und eine ambitioniertere Hardcoregruppe, welche ca. 550 Hm zum Eggespitz auf 2187 m hoch ging.
Matthias spurte eine angenehme Aufstiegsroute zum Gipfelkreuz, wo uns eine beeindruckende Fernsicht auf die verschneiten Gipfel der Umgebung erwartete. Die Bedingungen waren fantastisch und die Temperaturen frühlingshaft. Nach einer erholsamen Mittagspause und dem obligaten Gipfel-foto ging’s – «Matthias-like» - die Direttisima hinunter durch den Tiefschnee, sodass der eine oder andere Sturz nicht zu verhindern war! Wir haben aber den steilen Abstieg mit vielen Lachern gemeistert.
Die rundum gelungene, unvergessliche Tour schlossen wir mit einem Einkehrschwung bei der humor-vollen Wirtin auf der Bergmeisteralm ab, bevor es wieder mit den Autos zurück ins Hotel ging.
Annelies Estermann
Ergänzung der Gourmetgruppe
Die andere Gruppe benutzte denselben Aufstiegsweg von der Bergmeister Alm durch das oberste Mühlwalder Tal (Flemmweg), verzichtete aber auf die Besteigung des Eggspitz. Stattdessen fand die Gipfelrast auf einer ca. 1km früheren und etwas niedrigeren Kuppe statt, die uns mit einem lauten aber harmlosen Wumm-Geräusch begrüsste. Der Aufstiegsweg ergab dann auch einen sehr schönen Abstieg, wir trafen sogar einen hübschen Sommervogel an.
Peter Dörfler
Drei Personen entschieden sich heute für einen Kultur- und Shoppingtag und fuhren mit dem Bus nach Bruneck. Bruneck ist der Hauptort des Pustertals. Im Zentrum des Gemeindegebiets lieg, am Fusse des Schlossbergs, die Brunecker Altstadt, die vom Schloss Bruneck überragt wird. Mit gefüllten Taschen fuhren wir anschiessend wieder nach Sand in Taufers zurück und genossen dort den sonnigen Nachmittag.
Käthi Däster
Freitag 27.02.2026 Zur Wiesner-Alm
Wiederum empfängt uns ein wolkenloser Himmel beim Start ins hinterste Ahrntal. In Kasern, auf 1600m lassen wir die Autos stehen und steigen die bereits sonnenbeschienen Südhänge auf einem steilen Waldweg gemütlich empor. Bei der Starkl-Alm auf 2029m halten wir kurz Rast und geniessen die grandiose Rundsicht der Ahrntaleralpen. Weiter führt uns der Weg zur Wiesneralm mit den gewaltigen Lawinenverbauungen, wo wir die verdiente Mittagsrast abhalten. Nach 560 Höhenmeter Aufstieg haben wir unser heutiges Tagesziel auf 2160m erreicht. Entlang der Verbauungen treten unsere Führer eine sichere Spur mit anschliessendem Abstieg zur Moar-Alm. Heiss brennt die Sonne beim Abstieg über die Forststrasse. Es folgte eine Variante a la Matthias mit Abkürzung über einen steilen Waldweg. So erreichen wir bald die Talsohle. Weit ist es nun nicht mehr zum verdienten Bier im Bergrestaurant Kasern. Daten: 8.0km Wegstrecke und Gesamtzeit 5 1/2h.
Zurück im Hotel verabschieden wir unsere bewährten Führer Matthias und Walter, die schon wieder weiterziehen. Auf ein Wiedersehen im 2027!
Ruth Fischer
Fotos von verschiedenen Teilnehmenden der Tourenwoche und von unseren Bergführern
So 15. Feb. 2026
Ski TW3 2026 Sedrun
Sonntag, 15. Februar 2026
Einlauftour Cungieri
Unser bewährter Tourenleiter Werner Heggli und unser Bergführer Dominik Suntinger hatten uns im Voraus schriftlich orientiert - wir waren gut vorbereitet.
Nach problemloser Anfahrt trafen sich alle Teilnehmenden gegen 10:00 Uhr in Sedrun beim Hotel Mira.
Im Restaurant genossen wir die ersten Kaffees und Gipfeli . . . Dank guter Gepäckkontrolle fanden alle ihre Felle rasch, und wir klebten sie im Schärmen auf die Skis. Um 11:30 Uhr marschierten wir mit leichtem Gepäck über den Bahnhof Sedrun und nach einer Unterführung gings bei ca. 1450 müM auf die Skis und bei schönstem Sonnenschein Richtung Sedrun Sura, gemütlich auf einem schneebedeckten Weg nach Cungieri auf 1850müM. Nach 1 3/4 Stunden fanden wir bei der Zwischenstation der Bergbahn von Sedrun zum Piz las Palas ein schmuckes Beizli mit schöner Aussicht. Im Westen entdeckten wir Dieni und das Skigebiet Oberalp mit Piz Máler und Cavradi. Wir hatten etwas geschwitzt und mussten uns für die ersten Momente wärmer anziehen, um auf der gedeckten Terrasse auszuharren. Später gab’s Platz im Innern des halbrunden Restaurants und Zeit für etwas Flüssiges . . .
Anschliessend fuhren wir bei gutem Licht und z.T. über offenes Gelände mit weichem, feuchtem Schnee zurück zum Bahnhof Sedrun. Noch war der Schnee rar und niemand konnte sich vorstellen, was uns der Montag bringen würde . . . Gegen 15:45 Uhr bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Mira. Um 18:00 Uhr trafen wir uns zum Apéro und zur Tourenbesprechung. Schon das erste Nachtessen dieser Woche im Mira überzeugte. Alle waren glücklich und zufrieden!
Bericht und Foto: Edi Meyer
Montag, 16. Februar 2026
Sedrun Cungieri – Wiederholung im Pulverschnee
Geplant war eine Skitour in Richtung Piz Pazzola ausgehend von Mumpé Medel. In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte es jedoch ca.30 cm Neuschnee gegeben und dazu blies ein starker Nordwestwind. Der Neuschnee war wegen der Schneemangellage sehr willkommen, jedoch mit einer erhöhten Lawinengefahr über 2000 m verbunden. Aus diesem Grunde entschieden wir uns, den Aufstieg zur Seilbahnstation Cungieri (1857 m) vom Vortag zu wiederholen. Dominik – unser Bergführer – legte eine Neuschneespur an, die teilweise der Schneeschuhroute durch den Wald folgte und im oberen Teil über offenes Gelände zu einer Berg Beiz bei der Seilbahnstation führte, die am Montag aber geschlossen war. Während des zweistündigen Aufstiegs schneite es fortwährend. Oben angekommen verpflegten wir uns aus dem Rucksack und bereiteten uns auf die Abfahrt durch den weitgehend noch unberührten Neuschnee vor. Der Neuschnee war eher schwer und das Licht ziemlich diffus, was eine gute Skitechnik und Anpassungsfähigkeit an das wechselhafte Gelände erforderte. Die meisten Teilnehmer bewältigen diese Anforderungen mit Bravour, während ich bei mehreren Stürzen ungewollt mit dem Neuschnee nähere Bekanntschaft machte. Immerhin landete man dabei weich und stand als Schneemann wieder auf. Schliesslich erreichten wir wieder den Ausgangspunkt der Tour und erholten uns im Bahnhofsbuffet der Staziun von Sedrun bei einem Kaffee oder Bier. Eine Gruppe von Unentwegten stieg nochmals die 450 Hm zur Seilbahnstation Cungieri auf, um die Abfahrt durch den Neuschnee ohne Unterbrüche zu geniessen.
Danke an Dominik und die Kameraden für das Vorspuren und die Hilfe nach Stürzen im Schnee.
Bericht: Helmut Messner
Foto: Werner Heggli
Dienstag, 17. Februar 2026
Es schneit und schneit.....
Kurz nach dem Erwachen und noch etwas schlafgetrunken wurden die Storen des Hotelzimmers hochgezogen, um einen Blick nach draussen zu erhaschen. Hat es wirklich die ganze Nacht durchgeschneit? Aufgrund der weiss bedeckten Strassen dürfte dies der Fall gewesen sein und es schneite noch immer.
Während dem Morgenessen wurde besprochen, ob wir aufgrund der herrschenden Bedingungen auf eine Tour aufbrechen können. Wir entschieden uns vom Hotel nach St. Martin zu fahren und von dort Richtung Piz Titschal loszulaufen.
Im Gleichschritt und mit heruntergezogenen Kapuzen stiegen wir ca. 640 Höhenmeter hoch und trotzten den winterlichen Verhältnissen, welche es nicht zuliessen, bis ganz zum Gipfel aufzusteigen.
Als wir die Felle von den Ski entfernten, zeigte sich die Sonne und es hörte auf zu schneien. Es erwartete uns eine Abfahrt mit knietiefem, frischem Pulverschnee. Vermutlich dürfte es sich gleich anfühlen, wenn man über Wolken fährt. Ein tolles Erlebnis, es sei denn, man geht im Schnee unter. Aber zum Glück waren Kameraden in der Nähe, die einem beim Ausgraben und Aufstehen behilflich waren.
Bei einem guten Nachtessen konnte auf den erlebnisreichen Tag zurückgeblickt werden.
Text und Foto: Daniel Müller
Mittwoch, 18. Februar 2026
Piz Pazzola
Lawinengefahr hoch und ein schlechter Wetterbericht am Vorabend. Nachdem Dani allerdings einen besseren Wetterbericht hatte, nahmen wir diesen und brachen um 9:30 Uhr auf, nachdem wir die Autos vom Schnee der Nacht befreit hatten. Am Morgen hatte die Lawinengefahr laut Bulletin zwar etwas abgenommen, aber wir hatten ja so oder so vor unter 2000 m zu bleiben und eine entsprechend defensive Tour geplant.
Wir fuhren nach Mompe Medel (1305 m) und stiegen über weiten Hängen des Dorfes auf, die wir voller Vorfreude auf die Abfahrt erklommen. Danach ging es relativ flach auf einem Schneeschuhweg weiter – zwingend notwendig, da wir im Wald ein Wildruhegebiet durchqueren mussten. Nach einem weiteren Aufstieg durch einen romantisch verschneiten Wald erreichten wir die Hänge zum Piz Pazzola. Wir stiegen auf ca. 2000 m zur Tegia Nova auf, wo wir im Schatten einer Fichte die Skier umrüsteten. Bei phantastischem Schnee fuhren Richtung Wald ab, dann durch den Wald zur Schneeschuhroute. Nach einer kleinen Pause fuhren wir das flache Waldstück ab und oh Wunder es lief wie in einer olympischen Eisbahn, so dass wir nicht wie befürchtetet die Felle montieren mussten. Zum Schluss noch die etwas steileren Hänge zum Dorf mit ein paar kleinen Mäuerchen als Hindernis.
Bericht: Michael Levis
Foto: Werner Heggli
Donnerstag, 17. Februar 2026
Siat
Der Blick aus dem Hotelfenster versprach auch heute keine sonnige Skitour. Wie jeden Tag in dieser Tourenwoche war leichter Schneefall unser treuer Begleiter. Bei der Lawinenstufe 4 war die Wahl einer sicheren Tagestour für unseren Bergführer Dominik keine einfache Sache.
Das Ziel unserer heutigen Tour führt in die Surselva nach Siat oberhalb Ilanz. Das Dorf Siat liegt auf 1300müM.
Nach 45 Minuten Anfahrzeit haben wir unsere Fahrzeuge auf einem gerade eben geräumten Parkplatz abgestellt. Der Aufstieg führte uns über tief verschneite Weiden und Wälder Richtung „Alp da Ruen“. Im unteren Teil war die Temperatur um 0°C und der Schnee eher nass. Die Schneequalität verbesserte sich je näher wir dem Ziel kamen. Nach 2,5 Stunden haben wir unser heutiges Ziel „Alp da Ruen“ Punkt 2001 erreicht. Die Sichtverhältnisse waren bei leichtem Schneefall nicht ideal.
Nach dem Mittagessen und dem Entfernen der Skifelle öffnete sich für kurze Zeit die Wolkendecke und dadurch wurden die Geländekonturen sichtbar. Wir habe dieses sonnige Zeitfenster für die Abfahrt genutzt. Es war ein Traum unsere Skispuren in dieses unberührte Gelände zu zeichnen. Um 14:30 Uhr sind alle ohne Blessuren bei den Fahrzeugen angekommen.
Einen herzlichen Dank an Dominik für diese abwechslungsreiche Skitour.
Text: Edi Müller
Foto: Dominik Suntinger
Freitag, 20. Februar 2026
Heimfahrt
Obwohl die Wetterbedingungen nicht optimal waren und eine grosse Lawinengefahr bestand, konnte man jeden Tag eine Skitour unternehmen. Unser Bergführer Dominik plante die Touren entsprechend der Lawinensituation. Knietiefer Neuschnee bescherte uns anspruchsvolle Aufstiege und interessante Abfahrten. Zwischendurch kam es zu akrobatischen Einlagen, bei denen einige Teilnehmer aus dem Tiefschnee ausgegraben werden mussten.
Die Besprechung am Vorabend bezüglich der Auslauftour für den Freitag hatte sich erübrigt. Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns Schneeschauer und teilweise heftigen Wind, der um das Hotel Mira pfiff. Alle waren sich einig, dass nach dem Frühstück die Sachen gepackt und wir uns auf den Heimweg begeben würden. Um 10 Uhr verabschiedeten sich die Teilnehmer und der Tross verliess das Dorf Sedrun.
Ende gut, alles gut. Es darf auf eine abwechslungsreiche und kameradschaftliche Tourenwoche zurückgeblickt werden.
Bericht und Foto: Urs Lienhard
Sa 14. Feb. 2026
Mariannehubel
Sonntag, 6.30 Uhr beim Zofinger Tagblatt. Zehn Skitourer:innen, ein kurzer Händedruck, Nadine, die das Material im Auto unter dem Licht ihrer Stirnlampe verstaut – und schon geht’s los ins Diemtigtal. Die Fahrt verläuft ruhig, doch spätestens bei der Ankunft auf der Grimmialp ist es vorbei mit der morgendlichen Stille.
Der Parkplatz ist bereits gut gefüllt. Offensichtlich sind wir nicht die Einzigen, die ein paar Pulverschwünge erhoffen. Überall reges Treiben, freudige Gesichter und routinierte Handgriffe.
Der Aufstieg beginnt im Wald. Vor und hinter uns ziehen weitere Gruppen talaufwärts – von Einsamkeit keine Spur. Beim Znüni greift Günter wie gewohnt zu seinem Apfel und bemerkt trocken, dass die Steinböcke bei diesem Andrang wohl schon früh das Weite gesucht hätten.
Mit zunehmender Höhe lichtet sich der Wald und das Gelände öffnet sich. Plötzlich stehen wir in der Sonne. Sie lässt die frisch verschneiten Bäume glitzern und auch unsere Gespräche beginnen wieder zu fliessen: von Anti-Aging-Cremes über die strategisch richtige Anzahl an Gipfelsandwiches bis hin zu Sommer- und Zukunftsplänen.
Am Ende des Tages stehen rund 1300 Höhenmeter und etwa 15 Kilometer auf der Uhr. Auf dem ersten Gipfel, dem Mariannehubel, verweilen wir nur kurz: Ein paar Bissen vom Gipfelsandwich, ein Blick ins Panorama – und auf die stetig nachrückenden Gruppen. Nadine entscheidet pragmatisch: Lieber jetzt in die Abfahrt und die ersten Schwünge geniessen, als lange sitzen bleiben.
Unten angekommen teilt sich die Gruppe. Einige nehmen einen zweiten Aufstieg in Angriff, während die anderen bei der Hütte die Sonne suchen.
Auch der zusätzliche Aufstieg lohnt sich. Auf dem zweiten Hügel wird der Rest des Sandwiches ausgepackt, kurz die Aussicht genossen – und dann wartet noch einmal eine wenig verspurte, herrliche Abfahrt.
Zurück bleibt die Erinnerung an einen typischen, wunderbaren Wintersonntag im Diemtigtal: Eine Tour mit Pulver, Sonne und schönem Beisammensein.
Danke an Nadine und Günter für den tollen Sonntag. Bericht: Olivia Guyer
Sa 14. Feb. 2026
Eisklettern Avers
Samstag, 14. Februar 2026
Um 6 Uhr durfte nicht mit die Matratze,
es war fürs sie keine Strapaze.
Die Fahrt nutzten wir effizient zum Schlafen,
bis wir aufs Eis trafen.
Die Steigeisen montieren wir schon auf dem Parkplatz,
weil wir konnten nicht mehr warten,
auf den tollen Eisklettergarten.
Ein kurzer Technik Input gab es für die Anfänger,
dann wurde es immer strenger.
Zum Mittagessen warf Dario S. den Kaffeekocher an,
Stefan ging ans Raclette schmelzen dran.
Wir haben uns durch das Eis hinauf gestreckt,
René und Lisa haben einen coolen Aufstieg entdeckt.
Es waren spektakuläre Kletterstellen,
diese erschöpften unsere letzten Muskelzellen.
Dieser Tag war für jeden ein Erfolg,
und Lisa rannte noch in den Volg.
Zum Hostel lenkte René das Auto mit grösster Vorsicht,
denn auf der Strasse lag eine Eisschicht.
Bei der Menueplanung haben wir auf Nummer sicher gesetzt,
und uns dabei überschätzt.
Die Rösti war viel und Dario S. hatte ein Versprechen,
doch er konnte nicht alles essen und musste das Versprechen brechen.
Sonntag, 15. Februar 2026
Es gab ein sehr reichhaltiges Frühstück,
es hatte noch Rösti und Spiegelei zum Glück.
Vom Frühstück haben wir uns aufgerafft,
und uns mit dem Auto Richtung Brückefälle aufgemacht.
Beim reinen anschauen der Eisfälle,
überkam einige schon die Erschöpfungswelle.
Deswegen riss es unsere Gruppe schon da in Stücke,
und das noch immer bei der Brücke.
Die einen gingen runter zum Campsut,
die anderen liefen durch den Bach mit viel Mut.
Das Setzten der Eisschrauben,
möge den Mädels jede Kraft rauben.
Aber zum Glück haben sie so starke Leiter,
da geht es auch beim Gröbsten immer weiter.
Wir haben uns telefonisch mit der anderen Gruppe verbunden,
und schon wieder neue Pläne gefunden.
Von dieser Säule bekamen wir ein wenig Wasser ab,
doch auch das machte uns nicht schlapp.
Ganz unverhofft wurden wir zur Attraktion,
und Malins Routenausstieg war eine Sensation.
Vor der Abfahrt genossen wir eine Sonnenstund,
der Coupe macht Simone sicher wieder gesund.
Text: Zoe, Malin und Simone
Sa 7. Feb. 2026
Blankenburg -Fromatthütte - Menniggrat
Um 11 Uhr starteten wir unsere Tour in Blankenburg bei Zweisimmen. Es war sonnig aber kalt, als wir uns mangels Schnee in den Wanderschuhen auf den Weg machten. Wir wanderten im Wald bis auf 1500m, wo wir in der warmen Sonne endlich unsere Schneeschuhe anziehen konnten. Etwas weiter oben machten wir Mittagsrast und Hans kochte uns einen feinen Espresso in der Bialetti. Frisch gestärkt querten wir auf die andere Talseite, wobei ein Mitglied etwas Pech hatte und zweimal in einem Schneeloch versank. Gemeinsam schafften wir auch das und so erreichten wir um zirka fünf Uhr die Fromatthütte. Etwas geschafft von den 1000 Höhenmetern feuerten wir erstmal ein und machten es uns gemütlich. Die andere angemeldete Gruppe erschien nicht, und so konnten wir den wunderschönen Sonnenuntergang ganz alleine geniessen. Nach einem feinen Fondue und selbstgemachtem Rüeblikuchen von Monika folgte ein verbissener Jass, der zum Glück unentschieden endete.
Am nächsten Morgen stand Hans frühzeitig auf und sorgte für Wärme. Leider wurde es nichts mit Frühstück im Bett, so dass wir irgendwann auch aufstehen mussten. Nach dem Zmorge reinigten wir die Hütte und machten wir uns um halb neun auf den Weg zum Fromattgrat. Von dort ging es nach einem langen Abstieg via Stiereberg zum Seeberg. Nach einer verdienten Pause an der Sonne und einem weiteren, luxuriösen Espresso nahmen wir noch die restlichen Gipfel via Stand zum Menniggrat unter die Schneeschuhe. Zum Schluss genossen wir nochmals die Sonne und den restlichen Kuchen, bevor wir in den Menniggrund hinunterstiegen. Von dort fuhren wir mit dem Skitourenbus (Vorsicht bissig!) und dem vollen ÖV wieder zurück nach Zofingen.
Vielen Dank Hans für die anstrengende, aber wunderschöne Tour bei besten Verhältnissen!
Bericht: Marcel Lattmann
So 1. Feb. 2026
Ochse
Auch die Tourensaison 25/26 glänzt durch Schneeknappheit. Oben verblasen, unten fehlt die Unterlage oder die Hänge sind komplett aper. Die Tourenleiter sind zusätzlich gefordert, die Originalpläne sind oft nicht durchführbar. An dieser Stelle ein riesiges Kompliment und Dank an die Tourenleiter, die immer irgendwo dann doch noch Schnee finden. Thomas merkte bald, dass die Bannalper Rundtour anfangs Februar mehr eine Wander- denn Skitour wäre. Schnee-Ersatz bot das Gantrischgebiet. So führte Thomas sieben SAC-ler vom Schwefelbergbad Richtung Ochse. Es lagen ca. 20cm Pulverschnee und dazu ein tragender Untergrund, der pure Luxus für diese Tourensaison. Schon beim Start wussten wir, dass der Gipfel heute nicht lohnend sein wird, zu verblasen waren die oberen Hänge. Je näher wir dem Sattel kamen, desto schlechter wurde der Schnee. So wichen wir auf einen Seitenhang aus und bestiegen den Hürlisboden, zweimal. Der Weg hinauf war steil und jeder konnte mehr oder weniger elegant seine Spitzkehrentechnik verbessern. Runter hatten wir Teilnehmer die Auswahl zwischen einer steilen Rinne oder einem kürzeren, dafür noch unverspurten Hang. Beide Varianten zauberten den Teilnehmer ein fettes Grinsen ins Gesicht. Hoffentlich war dies nicht zum letzten Mal die beste Tour der Saison. Merci Thomas.
Text: Patrick Schilling
Do 29. Jan. 2026
Flöschhore
Tourenbericht Flöschhore im Simmental anstelle Bunderspitz
Aufgrund der anhaltenden Schneeknappheit war unser Tourenleiter Günter Feiger gezwungen, eine alternative Tour zu organisieren. Ursprünglich war eine Tour auf den Bunderspitz im Engstligental geplant. Da jedoch nicht genügend von der weissen Pracht vorhanden war, musste kurzfristig umdisponiert werden. So fiel die Wahl auf eine Ersatzroute, die uns auf das Flöschhore im Simmental führte. Unter dem Sprichwort, wer nichts wagt, gewinnt nichts starteten bei leichtem Regen um 06:39 drei Teilnehmer in Zofingen. Mit der Bahn über Olten, Bern, Spiez, Zweisimmen erreichten wir die Ortschaft Matten im Simmental.
Oh! wie herrlicher Anblick. Es schneite. Und noch etwas spezielles zum Bahnhof. Im kleinen Warteraum war ein Klavier aufgestellt. Unser Tourenteilnehmer Hansueli Zbinden Griff in die Tasten und spielte die Serenade für drei Einsame Skitourengänger. Applaus. Bei leichtem Schneefall gings zuerst flach über die TCS-Trainingspiste zum Wald. Leicht ansteigend auf der Fahrstrasse und danach auf dem immer stetig steileren Bergweg zum ersten Halt. Zwischenverpflegung war angesagt. Der Nebel fing sich an zu lichten, auch die Schneeflocken kamen nicht mehr zu uns. Welch ein herrlicher Anblick. Verschneiter Bergwald. Bilderbuch mässig über Bergwiesen hochsteigend der Spur nach von unserem Leiter Günter. Auch die liebe Sonne kam langsam zum Vorschein. Nach ca. 3 ½ Stunden mit zwei Pausen waren die 1080 höhen Meter erklommen. Welch ein mystischer Anblick, in leichten Wolken und Nebel konnten wir uns am Anblick der immer wieder schönen Bergwelt vergnügen. Nach der Demontage der Felle und Verpflegung fuhren wir in sage und schreibe ca.30cm Pulverschnee Richtung St. Stephan im Simmental. Nach der Überquerung einer kleinen Schlucht mussten wir die Felle noch einmal montieren. Das ist ja bei Günter eine normale Angelegenheit. Immer noch im Pulverschnee fahrend, erreichten wir den Bahnhof St. Stephan. Eine Super-Skitour mit Günter und Hansueli konnten wir erleben. Ich habe es am Anfang im Bericht erwähnt (Wer nichts wagt, gewinnt nichts). Mit der Bahn erreichten wir um ca. 18:30h Zofingen.
Dankeschön Günter für die tolle Tour.
Text: Bernhard Schild
Di 27. Jan. 2026
Puur-Stand
Geplant war eine Tour ins Wallis auf’s Ginalshorn, wurde aber aufgrund schwieriger Bedingungen ins Diemtigtal verlegt. Treffpunkt war früh, nämlich um 7:30 Uhr in Zofingen – alle waren pünktlich und die Skis schnell verstaut. Unsere kleine Gruppe verteilte sich auf 2 Autos und los gings in Richtung Berner Oberland: Dank einer kreativen Routenansage der Tourenleitung fuhr ein Teil der Gruppe über die Autobahn, während die anderen über Land geschickt wurden. Am Ende kamen aber alle an – mehr oder weniger gleichzeitig. Trotz vollem Parkplatz ist uns den ganzen Tag praktisch niemand begegnet.
Der Aufstieg erfolgte in angenehm gemächlichem Tempo, sodass genug Luft blieb für Gespräche, Landschaftsbewunderung und kleine Verschnaufpausen. Über den Puur (1923m ü M) ging es stetig bergauf, und die meisten liessen sich eine kurze Zwischenabfahrt nicht entgehen. Danach führte die Route via Seebergsee auf die Seeberg-Alp, wo wir eine knackige Mittagspause machten. Anschliessend wurden wieder die Felle montiert und wir gingen über den Stand auf den Meniggrat. Oben angekommen durfte ein Selfie natürlich nicht fehlen und alle waren sich einig: mit diesen guten Bedingungen hatten wir nicht gerechnet und es war eine wunderbare Tour.
Eine rundum gelungene Tour mit guter Stimmung, schönen Schwüngen und für uns die erste Tour mit dem SAC. Vielen Dank Günter für die tolle Planung.
Isabelle Weber & Stephanie Rüdin
Sa 24. Jan. 2026
Flühli - Beichlekreuz
Nach einer gemütlichen Anreise via Luzern starten wir, leider nur zu viert, um 08:37 Uhr, unter einem blauen Himmel ab der Bushaltestelle Schüpfheim/Klusstalden. Mangels Schnees sind die Schneeschuhe auf dem Rucksack angeschnallt. Steil bergauf kommen wir schon bald ins Schwitzen. Es geht auf dem Wanderweg über den Ober Lammberg, Gsteigegg und mehr oder weniger entlang des Grates Richtung Gipfel. Die letzten 10 Minuten zur eigentlichen Beichle schenken wir uns: Auf dem Bösarni steht ein fotogenes Kreuz – das reicht uns. Nun ziehen alle die Schneeschuhe an für den direkten Abstieg. Leider wurden im letzten Sommer ein paar Riemchen spröde und machen für die Betroffene auch den Abstieg zur reinen Wanderung. Dank guten Tourenschuhen ist er gut machbar. Auf der Bösarni Alp gibt es die wohlverdiente Mittagspause mit dem feinen Espresso. Entlang dem Hellschwandbach durchwandern wir grüne Moosteppiche, wahrlich eine «Märlilandschaft». Mit fünf Minuten Reserve gelangen wir nach 15 Uhr zur Postautohaltestelle Flühli Schintmoos. Nach viermal Umsteigen erreichen wir pünktlich, müde und zufrieden Zofingen.
Hans, vielen Dank für die abwechslungsreiche Tour.
Text: Yvonne Ruesch
Sa 17. Jan. 2026
Skitour Roggenstock
Route: Oberiberg – Schattenberg - Jäntli - Westflanke – Gipfel Roggenstock
Höhenmeter: ca. 700 Hm
Aufstieg: 2,5 – 3 h
Tourenbericht:
Nach der GV des SAC Zofingen am Freitagabend begrüsste Edi Roth als Tourenleiter am Samstagmorgen um 7.30 h 11 SAC-Mitglieder für die Skitour auf den Roggenstock ausgehend vom Dorf Oberiberg, das wir mit drei PWs via Schwyz und Ibergeregg erreichten.
Der Aufstieg startete bei bedecktem Himmel gegen 09.15 h in Oberiberg und führte zunächst über Wiesen, deren Schneeunterlage stellenweise knapp und wechselhaft war. Mit zunehmender Höhe wurde die Schneedecke geschlossener, allerdings teils hart und windgepresst. Die Spur führte angenehm über den Schattenberg Richtung Jäntli, bevor es in der Westflanke steiler wurde. In der Steilstufe waren Harscheisen sehr hilfreich, da sie hart und teilweise auch vereist war. Der weitere Aufstieg erfolgte auf der Südseite durch mässig geneigtes Gelände. Den letzten Aufstieg über den Gipfelgrat legten wir zu Fuss über den teils vereisten Wandersteig zurück. Am Gipfel des Roggenstocks wurden wir mit einer schönen Aussicht in die Mythenregion und Richtung Ybrig belohnt. Kurze Rast bei winterlicher Stimmung. Zurück zum Skidepot verpflegten wir uns aus dem Rucksack.
Die Abfahrt erfolgte entlang der Aufstiegsroute. Oben überraschend gut fahrbarer Schnee, in der Steilstufe rutschen wir mit den Skiern mehrheitlich seitlich ab. Weiter unten fand unser Tourenleiter noch einige schöne Pulverhänge. Das letzte Stück zurück nach Oberiberg legten wir wegen der geringen Schneemenge auf der Skipiste zurück.
Unten angekommen, kehrten wir für einen gemeinsamen Umtrunk in ein Restaurant ein. Abschliessend machten wir uns zufrieden mit dem Geleisteten auf den Heimweg über das Ibergeregg zurück nach Zofingen, wo wir gegen 16.30 h ankamen.
Fazit: Einfache Voralpen-Skitour mit wenig Zeitaufwand und schöner Aussicht. Bei ausreichender Schneelage sehr empfehlenswert, aktuell jedoch stark von den Verhältnissen im unteren Bereich abhängig. Lohnende Skitour zum Saison-Auftakt. Herzlichen Dank an unseren Tourenleiter Edi Roth für die Planung und professionelle Leitung dieser Tour.
Helmut Messner
Sa 17. Jan. 2026
Freeride Weekend
Freeride Weekend Samstag, 17.01.26
Zu fünft waren wir heute,
Es war nur eine kleine JO-Meute.
Trotzdem wollten wir die Chläbdächer erklimmen,
Dafür mussten wir jedoch bei der Mehrzweckhalle beginnen.
Anfangs liefen wir nur an der Strasse lang,
Doch da packte uns dann doch noch der Entdeckungsdrang.
Rasant sind wir zum Gipfel gelaufen,
Bei den Spitzkehren konnten wir auch mal verschnaufen.
Wir haben das Tempo gewahrt,
Und dabei 5 Minuten eingespart.
Eine grosse Truppe,
lief nach uns über die Kuppe.
Stefan’s Skistock hat sich vertschüsst,
Und dabei den Klippenrand geküsst.
Durch den crunchy Schnee sind wir hinunter geslided,
Das Hinunterfahren ist uns nie verleidet.
Runter fuhren wir wie der Blitz,
Und schon sassen wir wieder im Autositz.
Fiona und Liv
Freeride Weekend Samstag, 18.01.26
Bei Zoe und Malin haben wir übernachtet,
und uns am Morgen wieder in Nadine's Auto verfrachtet.
Heute gab es noch ein paar Teilnehmer mehr,
das freute die Leiter sehr.
Wir gingen Skifahren auf die Melchsee-Frutt
und überfuhren nicht viel Schutt.
Auf den Pisten konnten wir sehr gut fahren
und konnten kühlen Kopf bewahren.
Es hatte überall grosse Warteschlangen,
deshalb sind wir sie mit dem Bügellift umgangen.
Putschis Ski ist kaputt gegangen,
danach ist seine Lust vergangen.
Die letzte Anfahrt genossen wir in der Sonne
und dann ass Dario S. im Auto eine Tonne.
Es war schön,
auch trotzdem Föhn.
Vergöttern dürft ihr unsere Tourenberichte schon zwei Jahre lang,
denn uns packt immer wieder den Dichtungsdrang.
Die JO-Teilnehmenden
Fr 16. Jan. 2026
152. Generalversammlung
An der 152. Generalversammlung durfte Marcel Lattmann 90 Mitglieder begrüssen. Wie gewohnt ging der eigentlichen Versammlung ein gemütlicher Apéro voraus, der sehr gut mundete. Die statuarischen Punkte konnten zügig «abgearbeitet» werden.
Die Vereins- und Hüttenrechnung sowie die entsprechenden Budgets für die Hütten sowie die Vereinsrechnung wurden mit grossem Mehr abgesegnet. Anträge aus der Sektion wurden keine eingereicht.
Vor der Pause wurden unsere langjährigen Mitglieder geehrt. Die silbernen Pin’s für 25 Jahre Mitgliedschaft durften 16 Mitglieder entgegennehmen. Drei weitere Jubilare waren leider nicht anwesend.
Die goldenen Pin’s für 40 Jahre Mitgliedschaften gingen an:
Yvonne Ruesch-Kobi, Urs Frei (entschuldigt), Thomas Sommer (entschuldigt) und Wilfried Rüegger (abwesend)
Für 50 Jahre Mitgliedschaft konnten mit einer Urkunde geehrt werden:
Erich Fretz (abwesend) und Kurt Schärer
Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Walter Bürgi, Robert Moor, Hansrudolf Joost (entschuldigt) und Max Schumm (entschuldigt) und für 65 Jahre Christian Stammbach mit einer Flasche Wein geehrt.
Nebst Pins und Urkunde erhielten die Geehrten ein Säckli mit Spitzbuben.
Fränzi Scherrer hatte ihre Demission als Hüttenchefin Vermigel eingereicht. Fränzi war total 19 Jahre im Vorstand unserer Sektion. Für dieses Amt hat sich Pascal Roth zur Verfügung.
Ebenfalls demissioniert hat Fabien Schlienger als Kassier (Vereinskasse). Er hat dieses Amt 3 Jahre innegehabt. Für dieses Amt hat sich Christian Mehr zur Verfügung gestellt.
Beide Kandidaten wurden glanzvoll gewählt und die übrigen Vorstandsmitglieder bestätigt.
Die GV hat Fränzi und Fabien mit grossem Applaus verabschiedet. Fränzi durfte einen Gutschein von Appenzell Tourismus als Abschiedsgeschenk entgegennehmen. Fabien hat auf ein Abschiedsgeschenk verzichtet und stellt den dafür vorgesehen Betrag der JO zur Verfügung.
Weitere Wahlen in die Kommissionen
Tourenkommission
Demissioniert haben Walter Bertschi und Willy Hartmann. Als Ersatz konnte Edi Roth gewonnen werden.
Hüttenkommission Lauteraar
Keine Aenderungen
Hüttenkommission Vermigel
Demissioniert haben Fränzi Scherrer und Rolf Heeb. An ihrer Stelle haben sich Pascal Roth und Heinz Simmen zur Verfügung gestellt.
Die Kommission wird auf 5 Mitglieder erweitert. Für die neue Position «Hotellerie» hat sich Esther Weber zur Verfügung gestellt.
Rechnungsrevisoren
Nach 4 Amtsjahren konnte Sonja Frey nicht wiedergewählt werden. Neu hat sich Fabien Schlienger zur Verfügung gestellt.
Hüttenwarte Lauteraar
Stefan Hablützel und Claudia Schiesser werden unsere Hütte auch dieses Jahr bewarten.
Die weiteren Funktionen Bibliothek, Yvonne Ruesch-Kobi, Kletterwand, Stefan Flückiger und Obmann Mittwochwanderer, Hansruedi Marti, erfahren keine Aenderung.
Alle Mitglieder der Kommissionen wurden einstimmig gewählt resp. bestätigt.
Der Vorstand dankt den anwesenden Clubmitgliedern herzlich für Teilnahme an der Generalversammlung und das in uns gesetzte Vertrauen.
Text: Regula Hartmann
Fotos: Willy Hartmann und Dario Ammann
Sa 10. Jan. 2026
Wintertourenkurs
Wintertourenkurs Samstag, 10.01.26
Heute um viertel vor sieben,
hat es uns zum Zofinger Tagblatt getrieben.
Geschneit hat es schon dort,
und trafen die Leiter in Realp vor Ort.
Dario ritt am Freitagmorgen auf einer Glückswelle,
die brachte ihn zurück zu seiner Türschwelle,
da er vergass seine Uhr das war nicht so helle
und zum Schluss dann auch noch seine Felle.
Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt und haben uns in den Spitzkehren verkeilt.
Am besten hätten wir die Passstrasse gewählt,
wir haben uns aber lieber mit den Erlen gequält.
Nach "Zitigläse Stop",
ging es ins Hotel Tiefenbach im Galopp.
Doch den Abstand mussten wir trotzdem bewahren,
dass wir nicht werden von der Lawine begraben.
Den Parcours mussten wir bestreiten,
damit verbesserten wir unsere Fähigkeiten.
Jetzt haben wir gegessen und sind ganz vollgefressen.
Die JO-Teilnehmenden
Wintertourenkurs Sonntag, 11.01.26
Um halb Acht gab es Zmorgen,
da konnten wir unsere hungrigen Bäuche versorgen.
Dario, Stefan und Nadine haben uns verlassen,
und uns den alten überlassen.
Auf der Passtrasse runtergefahren einbeinig und rückwärts,
das ist kein Scherz.
Zum gespielten Lawinenunglück sind wir gekommen,
und haben sofort unsere Stellung eingenommen.
Dario hat uns in seiner Chefrolle herumdiktiert,
und in seiner Rolle brilliert.
Einen Parcours absolviere mussten wir nachher,
der war nicht so schwer.
Dem Plan sind wir nachgekommen,
und haben Dario mit in den Schnee mitgenommen.
Die LVS mussten wir suchen,
und danach die Menschen am Flaschenzug hinauf ruchen.
Hinunter mussten wir angeseilt,
zum Glück hat sich niemand im Schnee verkeilt.
Das hat doch ganz gut geklappt
und Sandro S. ist in die Seile getappt.
Wir haben den Wintertourenkurs mit Bravour bestanden
und heil sind wir alle wieder unten gestanden.
Die JO-Teilnehmenden
Sa 3. Jan. 2026
Schneeschuhtour Brisenhaus
Um 8.00 Uhr trafen sich 3 SAC Mitglieder (Monica, Christoph, Werni) und zwei Gäste (Therese, Astrid) in Zofingen. Eine kurzweilige Fahrt auf die Klewenalp stand bevor, noch mit aller Hoffnung um 11 Uhr wird die Sonne uns den Tag bereichern. Nach einer kurzen Einführung in das LVS und Lawinensituation starteten wir gemütlich Richtung Brisenhaus, leider im dichten Nebel dafür mit beinahe 30cm Pulver pur. Kurz vor der obere Büelhütte, musste uns Christoph verlassen, er ging selbständig zur Klewenalp zurück. Nach dem kurzen Aufstieg zum Satteli erreichten wir das Brisenhaus und freuten uns auf die wohlverdiente Verpflegung.
Der Pulverabstieg Richtung Niderrickenbach begann im Nebel und auf Höhe der ersten Föhren lüftete sich die freie Sicht auf das Stanserhorn. Selbstverständlich durfte der Stopp im Pilgerhaus nicht fehlen.
Danke allen die dabei waren, einmal mehr nicht die Sicht ist entscheidend, sondern die Gäste für einen erlebnisreichen Tag. Bericht: Edi Roth
Fr 2. Jan. 2026
Rotondohütte-Rottälligrat
Aufgrund des Schneemangels nahm unser Skitourenleiter Günter Feiger am 2. Januar 2026 statt des ursprünglich geplanten Blüembergs in den Schwyzer Alpen den Rottälligrat von Realp aus ins Visier. Die gut gelaunte Siebnertruppe traf sich um 06.15 Uhr beim Zofinger Tagblatt und fuhr anschliessend mit einem Auto ins Ursenental.
In Realp angekommen, waren die Skis rasch angeschnallt und die Rucksäcke geschultert. Von dort aus folgte die Gruppe der sanft ansteigenden, verschneiten Strasse ins Witwasserental. Unterhalb des Rottälligrats entschied man sich aufgrund der weiterhin knappen Schneeverhältnisse, den Grat zu umrunden und ihn von Süden her via Rotondo-Hütte anzugehen. Der aufziehende Nebel sorgte dabei zeitweise für eine gespenstische Stimmung.
In der SAC-Hütte stärkte sich die Gruppe bei warmen Getränken und Kuchen. Anschliessend unternahm der fröhliche Haufen einen letzten Versuch, den Grat zu erklimmen. Die prognostizierten tiefen Temperaturen in Kombination mit dem bissigen Wind setzten dem Vorhaben jedoch bereits wenige Höhenmeter oberhalb der Hütte ein Ende, und die erfahrene Gruppe entschied sich vernünftigerweise zur Umkehr.
Die Abfahrt bot trotz der anspruchsvollen Schneelage noch einige genussvolle Schwünge. Am späteren Nachmittag kehrten alle unverletzt, müde und zufrieden nach Hause zurück.
Bericht: Simon Burgherr
Sa 20. Dez. 2025
Unterwegs mit Schneeschuhen
Es war noch stockfinster, als wir in Grenchen losmarschierten. Wetterbedingt blieben die Schneeschuhe zu Hause, wir wechselten zu den Wanderschuhen.
Kurz nach neun Uhr erreichten wir die Überreste der Burgruine Grenchen, von der uns eine Schrifttafel und weitere Ausführungen von Hans, erzählten.
Vorbei am Bettlachberg führte der steile Anstieg durch das Engloch auf die Wandfluh. Zügig, alles dem Grat entlang wanderten wir ostwärts zur nächsten dominanten Fluh, der Stallfluh.
An einem sonnigen, windgeschützten und aussichtsreichen Platz genossen wir ausgiebig die Mittagsrast, abgerundet mit Weihnachtskonfekt und frisch gebrautem Espresso.
Der Abstieg, typisch Jura steil, jahreszeitbedingt laubbedeckt, gottseidank aber nicht so glitschig, führte auf direktem Weg und ohne Halt zur baulich erneuerten und digital ergänzten Haltestelle Lommiswil-Holz.
Mit der Bahnlinie Gänsbrunnen-Solothurn starteten wir unsere Heimreise, ausgefüllt und zufrieden nach einer erfrischenden Jura-Wanderung – herzlichen Dank Hans!
Text: Barbara und Hans
So 14. Dez. 2025
Schneeevent
Um halb sieben ging es los,
das Wetter war auch schon bald ganz famos.
Mit der Gondel ging es dann nach oben,
denn das Schneesuchen war wie ein Knobel.
Bei jeder Pause ein Hust Konzert,
das hat uns das Atmen erschwert.
Wir hatten da eine Idee,
ohne Pause durch den Schnee.
Nein ist das ein Scherz,
die Sandwichpause lag uns zu sehr am Herz.
Der Schnee war hart,
das hielt uns aber nicht ab von der Fahrt.
Die zwei Gegenanstiege haben wir hingenommen,
doch die Abfahrt ist sehr schnell gekommen.
Ein paarmal hat es uns aufs Maul gehauen,
doch wir konnten es schnell verdauen.
Ins Grüne Tal ging es auf der Skipiste
und schon bald sassen wir alle wieder in der Autokiste.
Text: Alle Teilnehmenden
Sa 13. Dez. 2025
Unterwegs mit Schneeschuhen
Bergwanderung im Jura statt Schneeschuhtour
Ab Sonceboz-Sombeval wanderten wir zu viert der Sonne entgegen, die uns nach einem kräftezehrenden Aufstieg bereits um 9 Uhr auf etwa 900 Meter empfing.
Um 11 Uhr erreichten wir den Kulminationspunkt bei Brahon (1281 müm) und kurze Zeit später das Berghaus „La Werdtberg“ (1252 müm). Auf der Sonnenterasse liessen wir uns kulinarisch verwöhnen. Die Aussicht auf das Nebelmeer und den Alpenkranz war atemberaubend. Nach dem Kaffee nahmen wir den steilen Abstieg auf glitschigem Untergrund unter die Füsse. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum eindrücklichen Wasserfall des Bachs „Le Pichoux“. Kurz vor 14 Uhr erreichten wir den Bahnhof Reuchenette-Péry. Bis zur Zugsabfahrt verwöhnte uns unser Wanderleiter und Barrista mit einem feinen und starken Espresso. Text: Regula, Barbara, Marcel und Hans
Di 9. Dez. 2025
Chalet im Advent - Zofingen
Die Stadt Zofingen hat auch im 2025 das Chalet im Advent aufgebaut und wir haben am Dienstag, 9. Dezember, die Bewirtung übernommen.
Ab 16:00 Uhr waren wir bereit und warteten gespannt auf Gäste. Und – sie kamen. Gegen 70 Personen statteten uns einen Besuch ab und wir durften sie mit Punsch, Glühwein, selbstgemachtem Gebäck und Speckzopf verwöhnen. Sicher hat das angenehme Wetter viel zum Erfolg beigetragen.
Mit vielen angeregten Gesprächen verflog die Zeit wie im Fluge. Um 20:00 Uhr war der schöne Anlass bereits wieder zu Ende.
Wir danken allen Besuchern ganz herzlich für ihr Erscheinen und die grosszügigen Spenden. Unser Kässeli war mit dem schönen – freiwilligen – Betrag von Fr. 200.00 gefüllt.
Der Vorstand
So 7. Dez. 2025
Unterwegs mit Schneeschuhen
Wegen des vorausgesagten Regens am Sonntag traf sich unser 3-er Grüppchen bereits am Samstag um 06.25 Uhr auf dem Perron des Bahnhofs Zofingen, um kurz danach mit dem Zug in Richtung Brünig Passhöhe zu fahren.
Dort starteten wir unsere SS-Tour um 08.15 Uhr; wobei eine erste kurze Strecke der Autostrasse entlang führte, bevor wir – vorläufig noch zu Fuss – dem weiteren Wanderweg folgten. Kurze Zeit später wurden die Schneeschuhe angezogen und es ging in einem sehr angenehmen Tempo durch abwechslungsreiches Gelände bergauf. Erste Spuren waren bereits vorhanden, denen wir durch ausreichend griffigen Schnee folgen konnten. Immer wieder boten die Waldpassagen eine eindrucksvolle Kulisse, später folgte der Blick gegen Eiger und Mönch sowie auf den Brienzersee hinunter.
Die letzten 200 Höhenmeter hinauf zum Gibel haben wir ausgelassen und sind entlang des Gibelwaldes unserem Mittagsrast entgegengewandert. Nun musste während ca. 1 km eine frische Spur gelegt werden; wobei sich Monika zur Verfügung stellte, Hans beim Spuren zu helfen. Durch die Beschaffenheit des Schnees war dieses Vorhaben ziemlich anstrengend. Eine willkommene Erleichterung für mich, vielen Dank euch Beiden!
Nach 4 Stunden Aufstieg haben wir unser gemütliches Mittagsrast-Hüttli erreicht und konnten bei Sonnenschein den wunderbaren Espresso von Hans und die Stille der umliegenden Bergwelt geniessen. Herzlichen Dank für diesen vorzüglichen Service Frisch gestärkt entschlossen wir uns nach ¾ Std. Mittagspause zum Aufbruch, damit wir den 14:30 Uhr Bus in Hasliberg Wasserwendi erreichten. Der Abstieg ging flott voran, ein letzter kurzer Teil dann zu Fuss, sodass wir bereits nach 1 Std. unten ankamen. Leider hatten weder der Dorfladen noch ein Restaurant geöffnet wo wir auf einen Kaffee hätten einkehren können (Saisonbeginn ist erst am 20.12.). Die (Er)-lösung kam in Form eines Mitarbeiters des – offiziell noch geschlossenen – Sportgeschäftes. Er bot uns an, für uns einen Kaffee zuzubereiten und so konnten wir bei einem gemütlichen «Small Talk» mit ihm die Wartezeit bis zur Busabfahrt auf kurzweilige Art verbringen. Die folgende Heimfahrt via Brünigpass/Luzern verlief ohne Probleme, sodass wir um 16.30 Uhr wieder gesund in Zofingen ankamen.
Einen herzlichen Dank an Hans für die super Organisation und die schöne Tour. Bericht: Annelies Estermann
Sa 6. Dez. 2025
Chlaustour
Edi Ruesch begrüsste am frühen Morgen (07.35 h)14 SAC-Mitglieder zur diesjährigen Chlaustour am Bahnhof Zofingen. Mit dem Zug ging es nach Aarau und von dort weiter mit dem Bus über Küttigen zum Benkerjoch. Der Himmel war wolkenverhangen und ein kalter Nordwestwind trieb Nebelschwaden über die Grate. Die Wanderung führte zunächst durch einen kahlen Buchenwald zum Herzberghof und weiter zur Staffelegg, wo wir im Passbeizli für einen Kaffeehalt einkehrten. Hier bot sich die Gelegenheit, sich aufzuwärmen und sich über Allerlei auszutauschen. Gegen 10.30 h setzten wir unsere Wanderung am Waldrand unter dem Hombergegg fort bis zum Gatter westlich der Gisliflue, den Übergang zur Südseite des Hombergs. Der Himmel hellte sich etwas auf, die Sonne blieb jedoch hinter den Wolken verborgen. Der Abstieg erfolgte zunächst über ein offenes Feld und weiter über einen etwas rutschigen Waldweg abwärts Richtung Juraweid. Dem Samichlaus sind wir dabei zwar nicht begegnet, dafür haben uns Jagdhörner und lautes Rufen überrascht, die uns zu einem Umweg veranlassten, um nicht ins Schussfeld einer Treibjagd zu geraten. Gegen 12 h erreichten wir das Restaurant Juraweid, wo uns ein feines Mittagessen mit Aargauer-Zwetschgen-Braten an einer Rotweinsauce und Beilagen erwartete. Das Essen schmeckte vorzüglich und der Piemonteser Hauswein trug zusätzlich zur guten Stimmung bei. Nach dem Essen nahmen wir den Weg zur Posthaltestelle in Biberstein unter die Füsse. Von dort gelangten wir mit dem Bus zum Bahnhof in Aarau und weiter mit dem Zug nach Zofingen, wo wir gegen 16.00 h ankamen und uns verabschiedeten.
Edi hat – wie immer – eine neue interessante Route als Chlaustour ausgewählt und organisiert, die man gerne bei anderer Gelegenheit wiederholt. Dafür sei ihm herzlich gedankt. Text: Helmut Messner
Sa 29. Nov. 2025
Chlaustour JO fiona/liv
Wir starteten um 11.30 Uhr in der MZH, manche kamen ein bisschen später und mussten dann hinterherrennen. Vollzählig ging es die Autobahn entlang Richtung Brittnau und dann in den Wald. Zuerst ging es steil hinauf und dann geradeaus zum ersten See. Es wollte aber niemand baden, darum ging es weiter Richtung Fennern, wo wir uns 2-mal verliefen, weil die Teilnehmer die Route selber suchen mussten. Zum Glück bemerkten wir es jeweils früh genug und kehrten wieder um. Als wir dann in Vordemwald angekommen waren, mussten wir zuerst noch Fionas Haus finden, ehe es dann Risotto und Glühwein gab. Als die Sonne nicht mehr so fest schien, zeigte Stefan noch die Bilder – mit viel Glächter – vom vergangenen Jahr und zum Anschluss gab es noch die Rangverlesung der Jo’ler, wie oft sie das ganze Jahr mitgekommen sind.
Platz 1: Zoe
Platz 2: Malin / Liv
Platz 3: Fiona
Text: Stefan Flückiger
Um halb 9 starteten im Zentrum von Pfaffnau 25 Teilnehmer zur diesjährigen Allwettertour. Das Wetter machte dieses Mal mit und so wanderten wir bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen Richtung Vordemwald. Via Oberer Sennhof und Stockmatt begaben wir uns zur alten Gärtnerei im Chratzern, wo wir eine wohlverdiente Pause einlegten. Die Anwohner hatten uns netterweise Bänke und Tische bereitgestellt und so konnten wir uns in der Sonne sitzend erholen. Bei der Halloween Party haben wir bis tief in die Nacht geschwatzt, Liv's Kompass hatte ein Promille-Problem, Am Morgen haben wir zuerst geübt, Wir steckten ein im Sumpf, Verpasst haben wir fast unser Mittagessen, Nach der Mittagspause sind wir in Zweier-Gruppen ausgeschwirrt, Norden, Süden, Westen und Osten, Um zwei mussten wir alle umkehren, Text: alle Teilnehmenden Bei der Halloween Party haben wir bis tief in d ... Samstag, 18. Oktober 2025 Troffe händ mer üs dasmol ned so früe, Am Bouldergebiet Chironico send mer acho, D Simone het sech weder e mol zo üs vererrt, Id JO cho esch zemlech schwär, Mer hei üsi Arme brucht, Mer send gwanderet zo emene neue Block, Uspaueret hei mer üs am Öberhang und am Sprung, De Dario seit mer chli me Schwung, Hut hei mer nor no weni, Zält ufgstellt hämmer, Es Sofa hei mer baut, Igschlofe send es paar, D Simone üses Gebortstagschend, D Zält hei mer zäme gruhmt, Ufegloffe send mer met schnällem Schrett, Durch de Tessinerjungle musste mer üs wage, De nöchsti Sektor hei mer doch no gfonde, Aschlüssend händ mer gässe de Simone ehre Gebortstagschueche, Dönner worde esch üsi Hut a de Fenger, Üsi Leistig a de Platte esch öberhaupt ned schlaff, Jetzt send mer uf de Heifahrt, Text: Zoe, Malin, Fiona, Dario und Liv Sa 15. Nov. 2025
Allwetter - Tour
Von dort war es nicht mehr weit nach Riken und über die zahllosen Forstwege des Langholzes zum Waldhaus Rothrist.
Meine Familie hatte bereits alles vorbereitet, so dass wir nahtlos zum wohlverdienten Apero und später zum Mittagessen übergehen konnten. Danach machten sich die Leute in kleinen Gruppen auf den Nachhauseweg Richtung Gländ oder Rothrist. Die letzten halfen noch beim Aufräumen und um 16 Uhr war die Wandersaison für dieses Jahr definitiv zu Ende.
Bericht: Marcel Lattmann![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Sa 1. Nov. 2025
Orientierung im Gebirge
und Nadine's Mail Box ist fast geplatzt.
und das Umrechnen war weniger bequem.
da haben wir uns schon ein wenig bemüht.
zum Glück nicht bis zum Rumpf.
denn wir waren in der Orientierung zu versessen,
schlussendlich haben wir es dann doch noch gegessen.
und sind im Hochmoor rumgeirrt.
wir suchten alle Posten.
da wollte sich niemand mehr beschweren.Sa 18. Okt. 2025
Bouldern Tessin
aber us em Bett cho send doch met vel Müeh.
und die erste Boulder send dracho.
und het d Route angluegt ganz verwerrt.
denn sie esch em Militär.
und s Magnesium verbrucht.
deruf händ mer Bock.
das esch gar ned so dumm.
Bem Sprung.
vor allem am Cheni.
und s choche bruche es bezeli länger.
und denn esch es worde rächt chaut.
das esch doch wonderbar.
Sonntag, 19. Oktober 2025
esch so gschwend wie de Wend.
das het het üsi Boulderzit versuhmt.
em erste Sektor send vermoset gsi alli Trett.
nör es paar hei sech müesse becklage.
und scho döt send die erste Sandwich em Buuch verschwonde.
denn hei mer be de Route afo rueche.
s chlättere esch aber Gange emmer renger.
und de Dario esch dunde ganz baff.
und träume scho vom nächste Toure-Start. ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()