Um 8 Uhr morgens war die Welt noch nicht in Ordnung. Das Bistro in der Zentralbahn war geschlossen und in Lungern gab es ebenfalls keinen anständigen Kaffee. Das Wetter war kalt und neblig und es war weit und breit kein Schnee zu sehen. Trotzdem machten wir uns auf den Weg Richtung Gibel. Auf ca. 1100m konnten wir dann endlich die Schneeschuhe anziehen und uns den steilen und wilden Weg entlang des Bachs hochkämpfen. Unterwegs sahen wir viele Tierspuren, unter anderem die grossen, frischen Abdrücke eines Luchses. Auf den letzten 200 Höhenmetern bewegten wir uns dann im dicken Nebel. Wir sahen nur noch Weiss in Weiss und warteten darauf, dass uns aus dem Nichts der Luchs ansprang.
Zehn Minuten später war alles vergessen. Hans hatte uns unter anderem dank seines Kompasses zielsicher auf den Gibel geführt und rechtzeitig für das Gipfelfoto verschwand auch der Nebel. Über uns war jetzt teilweise blauer Himmel und wir sahen hinüber zum Skigebiet von Hasliberg. Bei guten Bedingungen stiegen wir ab zu einer Alp auf 1800m, wo wir in der warmen Sonne unseren Zmittag genossen und Hans uns einen feinen Espresso machte (der erste heute!). Danach gingen wir zuerst entlang der Schlittelbahn und anschliessend hinunter nach Hasliberg Wasserwendi. Dort warteten wir im Volg bei Kaffee und Kuchen auf das Postauto.
Vielen Dank Hans für die tolle Tour und Deine guten Navigations- und Spurenkenntnisse! Bericht: Marcel Lattmann
