
Touren
Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.
Der Schweizer Alpen-Club (SAC) hat die SAC-Wanderskala überarbeitet und neu gestaltet -> Link zur SAC-Seite
Beschreibung der Anforderungen: SAC Wanderskala Skala
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Schneeschuh-Tourenwoche 4
Samstag, 21.02.2026 Anreisetag
Start in Zofingen durch den persönlichen Abholservice vor der Haustür. Die Reise verlief sehr feucht fröhlich. Fröhlich? Gute Stimmung und Vorfreude. Feucht? Regen und Schneefall begleiteten uns fast den ganzen Weg. Sorgen bereiteten uns die immer grösser werdenden Schneeflocken vor dem Arlberg: „Ist nun noch „ketteln“ angesagt?“ Doch nach dem Tunnel sah alles wieder etwas besser, aber immer noch sehr feucht, aus. Trotz den letzten Veranstaltungen der Winterolympiade im Antholzertal verlief die Fahrt über den Brenner und das Pustertal recht problemlos.
Christoph Ruchti
Sonntag, 22.02.2026 1. Tourentag
Altersgerecht um 09:00 Uhr starteten wir vor dem Hotel zur ersten Tour im Naturpark „Riesenferner/Ahrn“. Die Schneeverhältnisse waren sehr gut: nasser Neuschnee in rauen Mengen. Das Wetter gut: bewölkt und angenehme Temperaturen. 11 Tourengängerinnen und 2 Bergführer starteten die Tour in Rain im Taufers. Bereits zu Beginn wurde eines klar: die Bergführer hatten keinen Wellnessurlaub vor sich. Spuren im knietiefen Neuschnee strengt auch auf Waldstrassen an. Richtig knackig wurde es dann bei den bestens bekannten Abkürzungsrouten quer waldein. Bereits um 11:00 Uhr kam die erste Lawinenschaufel zum Einsatz. Eine Teilnehmerin kam nicht mehr aus eigener Kraft aus einem Schneeloch raus und musste ausgegraben werden. Nach der Mittagsrast trennte sich die Gruppe. Gruppe 1 ging auf ähnlichen Wegen zurück zum Startpunkt mit Jause-Station. Gruppe 2 wollte noch etwas höher hinaus, doch der tiefe Schnee und eine heikle Bachquerung zwangen uns abzusteigen und einen anderen, etwas sichereren Weg zu suchen. Mein persönlicher Höhepunkt des Tages: der erste „Bombardino“ der Tourenwoche.
Christoph Ruchti
Montag, 23.2.2026
Wir fuhren mit dem Auto nach Weissenbach. Nach einem moderaten Aufstieg folgte ein etwa 40° steiler Hang, den Matthias vorsichtig vorgespurt hatte. Mit Mühe und gegenseitiger Unterstützung bewältigten schliesslich alle den kräftezehrenden Aufstieg über Wurzeln und Baumstämme. Auf einem Plateau konnten wir uns kurz erholen, bevor ein letzter kurzer Aufstieg folgte. Zum Mittagessen stiegen wir zur Innerhofer Alm ab. Die Hütte ist ein beliebter Treffpunkt für Winterwanderungen und Skitouren. Nach einer ausgiebigen Rast machten wir uns auf den Rückweg zu den Autos. Die gesamte Tour dauerte rund 4 Stunden und umfasste 450 Höhenmeter.
Käthi Däster
Dienstag, 24.2.2026
Für den Dienstag waren Regenschauer angesagt, und so machten wir alle eine Wanderung ohne Schneeschuhe. Sie ging direkt vom Hotel aus talaufwärts und in einem grosszügigen Bogen zur Burg Taufers, erfreulicherweise fast ohne Regen. In einer fachkundigen Führung konnten wir die wichtigsten historischen Räume der Burg und ihre Geschichte kennenlernen. Nach kurzem Abstieg wurde dann in einer Eisdiele im Städtchen Sand geschlemmt, und danach erreichten wir wieder zu Fuss das Hotel.
Peter Döfler
Mittwoch, 25.2.26
Zu hinterst im Ahrntal, beim ehemaligen Kupferbergwerk kurz nach Prettau begann unsere vierte Tour. Matthias und Walter spurten steil hinauf in den nahen Wald. Durch lichten Lärchenwald gelangten wir, einem tiefverschneiten Wanderweg (10A) folgend höher und höher und passierten nebenbei mehrere steile Rinnen. Walter ebnete uns beim „Chetteliwäg“ mit der Lawinenschaufel den Weg etwas aus und erleichterte uns so das weitergehen. Zwischen den Stämmen hindurch erhaschten wir immer wieder einen Blick auf die Bergkette der nördlichen Talseite. Bald öffnete sich der Blick noch weiter auf ein grandioses Panorama. Tiefblauer Himmel, wunderschöne Schneeberge, vereinzelte Lärchen, ein Bild zum sattsehen. Nach einem dreistündigen Aufstieg erreichten wir die gemütliche Steger Hütte wo wir zur Jause gerne einkehrten, verweilten und die Sonne genossen. Der Rückweg war dann etwas weniger spektakulär und folgte zu einem weiten Teil der Forststrasse hinunter nach Prettau.
Sonja Frey
Donnerstag, 26.02.2026
Heute fuhren wir ins Mühlwaldtal nach Lappach und starteten die Tour bei strahlend blauem Himmel auf der Bergmeisteralm. Dieses Mal teilten wir uns auf in eine gemütliche Gourmetgruppe, welche den Genuss der Winterlandschaft in den Vordergrund stellte und eine ambitioniertere Hardcoregruppe, welche ca. 550 Hm zum Eggespitz auf 2187 m hoch ging.
Matthias spurte eine angenehme Aufstiegsroute zum Gipfelkreuz, wo uns eine beeindruckende Fernsicht auf die verschneiten Gipfel der Umgebung erwartete. Die Bedingungen waren fantastisch und die Temperaturen frühlingshaft. Nach einer erholsamen Mittagspause und dem obligaten Gipfel-foto ging’s – «Matthias-like» - die Direttisima hinunter durch den Tiefschnee, sodass der eine oder andere Sturz nicht zu verhindern war! Wir haben aber den steilen Abstieg mit vielen Lachern gemeistert.
Die rundum gelungene, unvergessliche Tour schlossen wir mit einem Einkehrschwung bei der humor-vollen Wirtin auf der Bergmeisteralm ab, bevor es wieder mit den Autos zurück ins Hotel ging.
Annelies Estermann
Ergänzung der Gourmetgruppe
Die andere Gruppe benutzte denselben Aufstiegsweg von der Bergmeister Alm durch das oberste Mühlwalder Tal (Flemmweg), verzichtete aber auf die Besteigung des Eggspitz. Stattdessen fand die Gipfelrast auf einer ca. 1km früheren und etwas niedrigeren Kuppe statt, die uns mit einem lauten aber harmlosen Wumm-Geräusch begrüsste. Der Aufstiegsweg ergab dann auch einen sehr schönen Abstieg, wir trafen sogar einen hübschen Sommervogel an.
Peter Dörfler
Drei Personen entschieden sich heute für einen Kultur- und Shoppingtag und fuhren mit dem Bus nach Bruneck. Bruneck ist der Hauptort des Pustertals. Im Zentrum des Gemeindegebiets lieg, am Fusse des Schlossbergs, die Brunecker Altstadt, die vom Schloss Bruneck überragt wird. Mit gefüllten Taschen fuhren wir anschiessend wieder nach Sand in Taufers zurück und genossen dort den sonnigen Nachmittag.
Käthi Däster
Freitag 27.02.2026 Zur Wiesner-Alm
Wiederum empfängt uns ein wolkenloser Himmel beim Start ins hinterste Ahrntal. In Kasern, auf 1600m lassen wir die Autos stehen und steigen die bereits sonnenbeschienen Südhänge auf einem steilen Waldweg gemütlich empor. Bei der Starkl-Alm auf 2029m halten wir kurz Rast und geniessen die grandiose Rundsicht der Ahrntaleralpen. Weiter führt uns der Weg zur Wiesneralm mit den gewaltigen Lawinenverbauungen, wo wir die verdiente Mittagsrast abhalten. Nach 560 Höhenmeter Aufstieg haben wir unser heutiges Tagesziel auf 2160m erreicht. Entlang der Verbauungen treten unsere Führer eine sichere Spur mit anschliessendem Abstieg zur Moar-Alm. Heiss brennt die Sonne beim Abstieg über die Forststrasse. Es folgte eine Variante a la Matthias mit Abkürzung über einen steilen Waldweg. So erreichen wir bald die Talsohle. Weit ist es nun nicht mehr zum verdienten Bier im Bergrestaurant Kasern. Daten: 8.0km Wegstrecke und Gesamtzeit 5 1/2h.
Zurück im Hotel verabschieden wir unsere bewährten Führer Matthias und Walter, die schon wieder weiterziehen. Auf ein Wiedersehen im 2027!
Ruth Fischer
Fotos von verschiedenen Teilnehmenden der Tourenwoche und von unseren Bergführern
