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Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.

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Pizzo dal Narét 2588m

Von stürzenden Helmen und geflickten Bindungen
Der Winter will auch Ende Januar noch nicht richtig Einzug halten auf der Alpennordseite. So plante Günter eine weitere Tour im Bedretto, genauer auf den Pizzo del Naret. Die ersten nicht ganz einfachen 200 Höhenmeter überwanden die 12 Teilnehmer mit Harscheisen auf einem schmalen, verreisten Alpweg. Dieser sollte dann auch auf dem Rückweg die Schlüsselstelle werden. Die Normalroute ab Ossasco hätte sich aber bei der aktuellen Schneebeschaffenheit noch komplizierter gestaltet. Der weitere Aufstieg war traumhaft. Zuerst ging es durch lichte Lärchenwälder zur Alpe Christallina und dann über mittelsteiles, offenes Gelände weiter hinein ins Val Torta. Als die Christallinahütte ins Bild kam, musste Günter einige Teilnehmer enttäuschen. Es wurde nichts mit einem Mittagskaffee, da wir zum Passo del Naret abbogen. Die letzten Meter zum Pass waren dann etwas steiler. Günter legte auf diesen Metern mit seinem Pickel eine perfekte Spur an, da zwei Teilnehmer in ihrer ersten Tourensaison sind. Auf dem Pass öffneten sich dann die Blicke über den Lago del Naret. Dieser Stausee liegt zuhinderst in einem der vielen Seitentäler des Maggiatales. Der Gipfelhang vom Pass auf den Pizzo war kurz, aber steil. Darum zogen wir nochmals die Harscheisen an. Ebenso kurz war der Gipfelanstieg vom Skidepot auf den höchsten Punkt. Also eigentlich ein problemloser Gipfel. Das kleine Gipfelplateau hatte es aber in sich, da es leicht abschüssig war. Harscheisen und Skier konnten alle gesichert werden, aber ein Helm schaffte es dann doch, die steile Seitenflanke des Berges hinunter zu fliegen. Er konnte dann zum Glück auf der Abfahrt wieder eingesammelt werden. Problematischer gestaltete sich die falsch eingestellte Bindung eines Teilnehmers. 1300 Höhenmeter im Telemarkstil auf harter Unterlage wäre definitiv kein Zuckerschlecken. Günter konnte auch hier Abhilfe leisten, in dem er Rückseite des Schuhes mit Kabelbindern an der Bindung fixierte. Die Abfahrt war erstaunlich gut, obwohl es schon lange nicht mehr geschneit hatte. Die harten Partien waren griffig und in Muldenlage fanden wir sogar noch etwas Pulver. Der Weg am Schluss war herausfordernd, aber alles ging gut. Der Ausflug in den Winter war grossartig. Jetzt hoffen wir, dass der Weg in den Schnee in den nächsten Wochen etwas kürzer wird als die Fahrt ins Bedretto. (Patrick Schilling)

 

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