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Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.

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Mellingen Brugg

Frostig kalt war's und leichter Nebel verschleierte die Häuser beim Start in Mellingen - Heitersberg, wo die Bahn uns 16 Wanderfreudige um halb neun entliess. Zuerst ab ins Städtchen zum Startkaffee. Danach war es nur noch ein kurzer Weg durch den schlafenden Ort bis an die Reuss und in den lichten Frühlingswald, der uns treu blieb, bis kurz vor dem Ziel in Brugg.
27'000 Schritte taten wir von hier bis dort, sagte am Schluss Regines Handy. Geruhsame Schritte, keine Hetze, wir liessen uns Zeit. Fast eine Meditationswanderung war das, wären da nicht das Geschnatter der Wanderinnen und das Plaudern der Enten - oder umgekehrt - gewesen
Eine grossartige Ruhe umgab uns und nur das fortwährende Rauschen der Reuss und die Laute der Natur begleiteten uns. Auch die üblichen Frühlingsvögel sangen erst zurückhaltend, etwa Amsel, Drossel, Fink und Wildtaube - der Star lässt noch auf sich warten - und am muntersten waren die Kleinsten, Nonnenmeisen, Mönchsgrasmücken, Kohlmeisen. Durch lockeren Schutzwald führte der Weg immer eng der Reuss entlang. Der Wald noch ohne dichtes Blätterdach, erst zaghaft begrünt und lichtdurchlässig. So haben die Pflanzen am Boden noch Zeit ihre Blüten zu treiben: Buschwindröschen, Immergrün, Veilchen, Scharbock und Bärlauch die Menge und als fröhlicher blauroter Lichtpunkt die Frühlingsplatterbse. Kreuz und quer lagen in diesem Schutzwald die Baumtrümmer und grosse Altholzinseln säumten die Ufer der Reuss, beschattet von den überhängenden Bäumen. Der schmale Weg führte meist ebenaus und ausgeholzt dem Fluss entlang, nur ab und an ging's kurz steil hinauf und gleich wieder runter bei der Umrundung eines Abbruches oder der Querung einer Schlucht. Dann standen wir ein Weilchen still, bis alle aufgeschlossen waren, und das war sehr angenehm, gab uns Zeit, die Umgebung aufmerksam wahrzunehmen; vielleicht eines der munteren Sängerlein zu entdecken oder ein Eichhörnchen, den Schwänen zuzuschauen und den Enten, die allesamt emsig das Gefieder ölten.  Punkt zwölf waren wir am Rastplatz für das Rucksackfutter. Jetzt brach auch die Sonne durch und wärmte uns den Buckel auf dem Rest der Reise, aber ohne uns je ins Schwitzen zu bringen. Etwa zwei Stunden später kündeten zwei symmetrisch angelegte, sechsstöckige gelbe Bauten vom Ende der Reussfahrt. Das sind die schön renovierten Gebäude der ehemaligen Spinnerei Kunz in Turgi. Damals, kurz nach 1800, war das eine der europaweit grössten Baumwollspinnereien mit zwei mächtigen Streichwehren davor. (So etwas wusste Peter noch vor den Info-Tafeln). Vorne dran zogen wir über die lange Brücke, begleitet vom tosenden Rauschen der Wasserfälle über die Wehre. Noch den gepflästerten Stutz hoch, ein Stück der Strasse nach, quer durch den Park bei Königsfelden, an der Fachhochschule vorbei und kurz vor drei suchten wir neben dem Bahnhof eine Beiz für den Abschiedstrunk.
Das war eine zwar lange, aber sehr gemütliche Drop-Tour in den anbrechenden Frühling, umsichtig vorbereitet und geführt von Alice: herzlichen Dank dafür.
Walter Roth
 

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