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Pizzo Lucendro 2963m/Piz Rotondo 3192m

Wenn mich morgens um 04:00Uhr der Wecker jäh aus dem Schlaf reisst, muss etwas Wichtiges los sein. So war es auch am Samstag 23. März, Skitourenwochenende des SAC mit René und Günter war angesagt. Zwei Autos, bis an den Rand gefüllt mit 10 Personen und viel Material, fuhren nach Realp. Hier wurden die Skier und die Felle montiert und los ging es, sanft ansteigend, dem schattigen Tal der Witenwasserenreuss entlang. Ab Witenwasserenstafel wurden die Hänge steiler. Erstmals schien uns die Sonne ins Gesicht und unser heutiges Gipfelziel, der Pizzo Lucendro, lag in Sichtweite. Jetzt mussten wir noch rund 700 Höhenmeter überwinden. Kurz vor Mittag erreichten wir den Gipfel auf 2962m. Bei perfektem Wetter und tiefblauen Himmel zeigten sich uns rundherum unzählige Berggipfel. Die Abfahrt auf der Nordseite war steil, die ersten paar Meter rutschten wir am Seil gesichert ab. Danach zogen wir schöne Linien in den herrlichen Schnee bis auf rund 2300m. Ab hier mussten wir die Felle wieder montieren und knapp 300 Höhenmeter bis zur Rotondohütte aufsteigen. Sonnig, heiss und kräftezehrend war dieser Aufstieg, entsprechend durstig und hungrig kamen wir auf der Hütte an. 
Zusammenfassung Samstag: Aufstieg 1790 Höhenmeter, Distanz 14.9km, Zeitbedarf rund 7 Stunden inkl. Pausen. Dies gilt für alle ausser René, er verspürte noch keine Müdigkeit und machte deshalb am späteren Nachmittag noch einen kurzen Abstecher aufs Leckihorn. Nach einer ruhigen Nacht ging es am Sonntag in der Früh weiter. Der Mond stand noch am Himmel, machte aber bald der Sonne und dem blauen Himmel Platz. Von der Hütte führte uns der Weg Richtung Südosten über den Witenwasserenpass (2806m). Hier erwartete uns die erste Herausforderung des Tages. Da vom Gerengletscher nicht mehr viel übrig ist, mussten wir die Skier aufbinden und zu Fuss einen eisigen und steilen Hang queren, was ziemlich viel Zeit beanspruchte. Weiter gings wieder auf den Skiern unserem heutigen Ziel dem Pizzo Rotondo entgegen. Über den Passo di Rotondo erreichten wir das Skidepot auf rund 3000m. Ab hier kletterten wir, ausgerüstet mit Steigeisen und Pickel, das steile Couloir über Schnee und Felsen bis auf den Gipfel auf 3192m hinauf, wo uns ein herrliches 360° Bergpanorama erwartete. Zurück beim Skidepot lagen zu unserer Freude nach dem strengen Aufstieg nun 1700 Höhenmeter Abfahrt Richtung Obergoms vor uns. Im oberen Teil waren der Schnee und die Hänge perfekt, unten wurde es zunehmend wärmer und der Schnee dementsprechend schwerer. Ab Oberwald ging es mit dem Zug durch den Furkatunnel zurück nach Realp und mit den Autos wieder heim ins grüne Unterland. Für mich ist damit die Skitourensaison 2018/2019 mit einem tollen Wochenende zu Ende gegangen. Vielen Dank an René und Günter für die schöne Tour und die umsichtige Führung. 
Zusammenfassung Sonntag: Aufstieg 920 Höhenmeter, Distanz 23.7km, Zeitbedarf rund 8 Stunden. Hansueli Zbinden
 

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