Touren

Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.

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Wanderwoche im Montafon

Samstag 02. September: Anreise und Ortsspaziergang im Regen
07.30 Uhr konnte ich am Bahnhof Zofingen einen Teil der Wanderbegeisterten zur SAC – Wanderwoche im Montafon begrüssen. Eine kurzweilige Zugfahrt über Zürich – Bludenz – Schruns und eine Busfahrt brachten uns nach Gaschurn. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Sonnblick und einem Lunch machten wir trotz Regen einen kleinen Spaziergang vom Hotel zum sehenswerten Wallfahrtskirchlein `Maria Schnee`. Dann folgten wir dem Illweg bis unterhalb Gaschurn, stiegen dann dem Valschavielbach hoch und kehrten via Aussergosta, Innergosta zum Hotel zurück. Vor dem Abendessen genossen wir den vom Hotel offerierten Apéro und ich begrüsste alle Kolleginnen und Kollegen, auch diejenigen die mit dem Auto angereist waren. Im Anschluss erklärte ich den Teilnehmenden die vorgesehene Tour für Sonntag wie auch die weiteren möglichen Touren der kommenden Woche. Danach genossen wir das feine Abendessen. (Willy Hartmann)

Sonntag 03. September: Silbertal – Kristberg - Bartholomäberg
Da es am Morgen noch regnete, starteten wir nicht in aller Frühe. Mit dem Bus fuhren wir bis Schruns und weiter ins Silbertal, hier stiegen wir um in die Luftseilbahn nach Kristberg. Infolge des immer noch intensiven Regens entschieden wir uns für eine Kaffeepause im Bergrestaurant. Auf dem Panoramaweg wanderten wir dann nach Innerberg, vorbei an einem Lamahof, bei dem 3 Lamas uns argwöhnisch beäugten. Nun ging's leicht ansteigend zum historischen Bergwerk auf dem Bartholomäberg. Unter fachkundiger Führung erlebten wir in einer halben Stunde die Faszination des historischen Bergbaus und erfuhren über die harten Arbeitsbedingungen der Bergknappen in vergangenen Zeiten. Rund 115 m des St. Anna Stollens sind zugänglich, die gesamte Länge ist unbekannt. Unser Ziel, das Dorf Bartholomäberg, erreichten wir dann in einer halben Stunde. Nach der Besichtigung der Barockkirche fuhren wir mit dem Bus zurück nach Gaschurn. (Käthi Däster)

Montag, 03. September: Gaschurn – Tafamunt – Wiegensee – Kopsstausee
Erstes Gesprächsthema beim Frühstück: der Alarm in der Nacht um 04.15. Wer hat ihn gehört, wer nicht? Was war los? Ursache: ein Rohrleitungsbruch im Keller. Der heisse Wasserdampf aktivierte den Brandmelder. Bei schönem Wetter und nur 6 Grad starteten wir unsere Wanderung. Ziel ist der Kopssee. Steil ging es bergauf. Im Alpstübli bei der Mittelstation der Tafamuntbahn kehrten wir ein. Irene und Martha erwarteten uns schon. Sie waren mit der Bahn hochgefahren. Mittlerweile wurde es so warm, dass wir draussen auf der Terrasse sitzen konnten. Etwas sanfter ging es dann weiter zum Wiegensee auf 2000 m. Das hiess: wir haben etwa 920 m an Höhe überwunden. Der See ist eine Augenweide, eingebettet in eine grosse Moorlandschaft. Wir machten Mittagsrast und genossen die einmalige Atmosphäre. Der Weg führte dann weiter durch das Moor bis zur Verbellaalpe. Es ist morastisch und erfordert höchste Konzentration. Pius landete prompt in einem Sumpfloch. Von der Alp gingen wir Richtung Kopsstausee. Gegenüber grüssten, teilweise in den Wolken, die Gipfel der Silvretta-Gruppe, allen voran der majestätische Piz Buin. In der Bergwirtschaft Zeinisjoch löschten wir unseren Durst, oder stillten weitere süsse Gelüste. Danach fuhren wir mit dem Bus zur Bielerhöhe. (2032 m.)  Wir hatten ausgiebig Zeit den Silvrettastausee zu bewundern und die Info-Tafeln zu den Ill-Kraftwerken zu lesen. Mit dem Montafon - Bus und 30 Spitzkehren fuhren wir zurück nach Gaschurn, wo es beim Aus – bzw. Einsteigen ein regelrechtes Chaos gab. (Pius Hüsler)

Dienstag 04. September: Schruns – Kapellalpe – Seenwanderung - Hochjoch
Auf der Bielerhöhe lag noch zu viel Schnee. Statt einer Wanderung von dort aus brachte uns der Montafonbus nach Schruns. Quer durch das Dorf spazierten wir zur Hochjochbahn und fuhren zur Bergstation Kapell auf 1850m. 3 Bahnen führen im Winter in dieses Skigebiet. Das muss dann ja auch vor Leuten wuseln...wie ein Ameisenhaufen. Jetzt Ende Sommer ist es ruhiger; ein paar ältere Kaliber wie wir waren noch unterwegs. Der Nebel hing uns fast noch über die Ohren und so kamen wir abwartend zu einem Znünikaffee. Auch etwas später sah es nicht viel besser aus. Das Hochsteigen im Nebel war wenig einladend und so nahmen wir den Sessellift zum Sennigrat. Im dicken Nebel war das Ziel – das Kreuzjoch (2398m) nicht sichtbar. Das Programm wurde erneut abgeändert: Wanderung über die Wormserhütte und stufenweiser Abstieg via Herzsee – Kälbersee – Schwarzsee – Speichersee zur Station Kapell zurück. Langsam klarte es auf und das Kreuzjoch wurde sichtbar. Das muss ein schöner Aussichtspunkt sein. Was soll's, vielleicht nächstes Mal. Auch von der Bergstation hatte man einen interessanten Weitblick bis über das Rheintal hinaus. Eine schöne, wenig anstrengende Rundwanderung, gerade recht für den dritten Tag. Die Gruppe teilte sich auf, einige stiegen weiter ab zum Kropfen (Dienstag geschlossen!), andere hielten Mittagsrast im Restaurant Kapell. Fast individuell wurde nach Gaschurn zurückgereist: alles per Bus oder idyllisch ein Teilstück zu Fuss von Gortipohl der Ill entlang. Wie es der Zufall will, traf man sich zur Nachbesprechung im Posthotel Rössle…  (Hansrudolf Marti) 

Mittwoch, 05. September:  Gafrescha – Alpe Nova – Nova Stoba. Dann Besuch Infozenter Illwerke
Leider war der Wetterbericht für den heutigen Tag nicht vielversprechend. Also fuhren wir mit Bus und Sessellift nach Garfrescha. Bereits bei der Bergstation setzte leichter Nieselregen ein, sodass Willy den Regenschirm-tauglichen Weg durchs Novatal zur Alp Nova wählte. Hier empfing uns zuerst eine riesige Viehherde und bei den Alpgebäuden drei hübsche Ziegen, die vor dem WC warteten und uns freundlicherweise den Vortritt liessen. Nach dem kurzen Trinkhalt begleiteten uns die zutraulichen Tiere – mit ihrer Anführerin Lea – ein gutes Stück auf unserer Wanderung. Ebenso das Töchterchen Elena der Aelplerfamilie. Der Nebel wurde dann aber so dicht, dass wir die Geissen zurückscheuchen mussten, damit Elena mit ihnen wieder nach Hause konnte. Pünktlich um 12.00 Uhr sind wir bei der Bergstation der Versletta Bahn eingetroffen. Während des Mittagessens begann es dann richtig zu regnen, sodass wir unsere Wanderung abbrechen mussten und mit der Bahn nach Gaschurn zurückgekehrt sind. Weiter ging es mit dem Bus nach Partenen, wo wir das Infocenter der Illwerke besuchten. Hier konnten wir unter anderem im `energie.kino` viel Interessantes über den Bau des künftigen Kopswerkes II erfahren. 
Danach entschloss sich zuerst ein Frauentrio zu Fuss nach Gaschurn zurückzulaufen. Die restlichen Teilnehmer wollten eigentlich den Bus benützen. Da die Wartezeit jedoch 20 Minuten betrug, folgten dann auch diese auf dem Illweg. Bei der Maria Schnee-Kapelle haben sich dann alle wieder getroffen. Auch diesen Wandertag konnten wir somit mit schönen und lehrreichen Erlebnissen abschliessen. (Regula Humm) 

Donnerstag, 06. September: Gargellen – Schafberg – St. Antönier Joch - Gafierjöchle
Die Wetterprognose sagte für Donnerstag Wetterbesserung voraus. So machten wir uns zeitig am Morgen mit Privatautos auf den Weg nach Gargellen mit dem Ziel, den sogenannten Schmugglerpfad über das St. Antönier-Joch am Grenzkamm zwischen Gargellen (A) und St. Antönien (CH) zu begehen.Von Gargellen fuhren wir mit der Schafbergbahn zum Schafberg Hüsli (2130 müM) hinauf. Hier empfing uns ein Nebelmeer, weshalb wir uns zuerst einen Kaffee im Restaurant genehmigten. Nachdem sich die Nebeldecke etwas gehoben hatte, machten wir uns auf den Weg Richtung St. Antönier-Joch. Schon bald wurde der Schafberg jedoch wieder eingenebelt. Vergebens hielten wir Ausschau nach dem berühmten schwarzen Montafoner Schaf. Stattdessen begegneten wir Toni, der uns am Dienstag Abend im Hotel Sonnblick mit feiner Montafoner Volksmusik unterhalten hatte. „Und im Nebel wurd' uns klar, dass er das Schaf am Berge war“. Er begleitete uns in der Folge auf unserer Wanderung über das Joch, das einen Tiefblick nach St. Antönien erlaubte. Der Nebel verzog sich allmählich und ab und zu zeigte sich auch ein Stück blauen Himmels. Wir folgten dem Weg zu einem höher gelegenen Übergang und querten dann den Berghang auf der Prättigauer Seite bis zu einem  hellblauen Bergsee, an dessen Ufer wir Mittagsrast hielten und uns verpflegten. Hier schien tatsächlich auch vorübergehend die Sonne. Von dort stiegen wir wieder zum Grenzkamm auf, wo wir in einer Mulde vor den Gargeller Köpfen eine Steinbockkolonie bei der Mittagsrast beobachten konnten. Es ging weiter über den Grat bis zum Gafierjöchle (2415 müM), das einen Ausblick in das Rätikon Gebirge bot. Wir verliessen das Jöchle und stiegen in mehreren Kehren wieder zum Schafberg Hüsli ab. Der Hausberg „Madrisa“ blieb die ganze Zeit über vom Nebel verhüllt. Deshalb verzichteten wir auch auf den geplanten Abstecher zum Gandasee, wo sich dieser Berg bei schönem Wetter spiegeln soll. Insgesamt bot der Schmugglerpfad eine schöne Wanderung mit alpinem Charakter zwischen T2 und T3 und einem Höhenunterschied von ca. 600 m. In der Zwischen- und Nachkriegszeit wurden über diesen Grenzkamm vorzugsweise Kaffee, Zigaretten und andere Genussmittel von St. Antönien nach Gargellen geschmuggelt, weil diese Produkte in Österreich damals wesentlich teurer waren. Dank offener Grenzen kann heute die Landesgrenze überall problemlos in beiden Richtungen passiert werden. (Helmut Messner) 

Freitag, 07. September: Königstour Wiesbadener Hütte
An unserem letzten Wandertag brachen wir um 8.15 Uhr mit den PW's zu unserem heutigen Startort, der Bielerhöhe auf. Kurz vor der Passhöhe hatte eine Viehherde beschlossen, auf der Strasse einen kleinen Betriebsausflug durchzuführen. Trotzdem konnten wir um 9.00 Uhr Richtung Wiesbadener Hütte starten. Auch heute hatte uns Toni nochmals begleitet. Zuerst wanderten wir das menschenleere Bieltal immer dem Bach entlang hoch, bevor dann der Aufstieg zum Radsattel begann. Nach der ersten Trinkpause hatte sich die Gruppe dann aufgeteilt. Acht Teilnehmende wollten versuchen, das Hohe Rad, 2934 m, zu erobern und sind deshalb zügig davon gezogen. Aufgrund der Schneeverhältnisse im unwegsamen Gelände hatten sie dieses Unterfangen – aus Sicherheits- und Zeitgründen – jedoch abgebrochen. Der Rest stieg vom Radsattel über eine Gletschermulde mit kleinen Seen und einigen Erhöhungen zur Wiesbadenerhütte ab. Ab hier war nun nicht mehr ganz klar, ob wir uns auf einer rot-weiss-roten oder blau-weiss-blauen Route befanden. Wir haben beide Wegzeichen gefunden. Nach dem happigen Abstieg konnten wir in der Wiesbadener Hütte die wohlverdiente Mittagsrast geniessen. Obwohl es sich eher um ein Berggasthaus handelte, hatte der Service schnell und reibungslos funktioniert. Der Rückweg zur Bielerhöhe erfolgte durch das Ochsental und entlang des Ostufers des Silvretta-Stausees. Hier waren dann viele Tagesgäste zur Hütte unterwegs. Die verhinderten Gipfelstürmer folgten dann ca. 1. Stunde später. Da jede Gruppe zwei PW zur Verfügung hatte, erfolgte die Rückreise ins Hotel getrennt. Wir durften einen Prachtstag mit angenehmen Temperaturen und wunderbaren Ausblicken in die Berg- und Gletscherwelt geniessen. Diese Königstour hat unsere diesjährige Wanderwoche gekrönt. (Regula Humm) 

Samstag, 09. September: Heimreise
Christian und ich danken allen Teilnehmenden für die schöne Kameradschaft und das Verständnis für die kurzfristigen Anpassungen der Touren. Das Wetter war in dieser Woche eine kräftige Herausforderung. Aber die ausgezeichnete Beherbergung und das feine Essen im Hotel Sonnblick entschädigten uns für die Wetterkapriolen. Die Rückreise erfolgte wieder getrennt, die einen fuhren nach dem Frühstück mit ihren Autos Richtung Schweiz und die anderen traten die Rückreise wieder mit dem Zug via Zürich nach Zofingen an.

Alles in allem eine gut gelungene Wanderwoche, die Vorfreude auf die Wanderwoche 2018 machte. 

(Willy Hartmann und Christian Stammbach)

  

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