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Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.

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Geologische Exkursion zur Lauteraarhütte

.... es war ein nasser Start im Sommerloch – das eher einem Nebel- oder Regenloch entsprach ...

 

Aber das Wetter konnte die 18 Teilnehmenden nicht abhalten und schon der Einstieg in eben diesem Sommerloch unterhalb der Grimselsee – Staumauer versprach eine interessante Exkursion.

 

Zur Einführung erklärte hier Lukas Nibourel wie die Alpen entstanden sind und wir versuchten festzustellen, welche Mineralien sich im Grimselgranit versteckten. Danach fuhren wir zum Grimselhospiz und genossen einen feinen Kaffee mit Gipfeli. Wie vorausgesehen verzogen sich in dieser Zeit die Regenwolken, sodass wir uns um 10 Uhr vor dem Fenster mit der schönen Kristallplatte trafen. Lukas erklärte uns, dass sich das Aarmassiv im nördlichen Alpenkamm von der Region Brig bis auf die Höhe von Disentis erstreckt, wobei der Hauptanteil im Grimsel-und Furkagebiet sowie im Urserental liegt. Bevor wir losmarschierten, zeigte er uns aufgrund von Skizzen wie die schönen Kristallkluften in der Grimselregion entstanden sind.

 

Aber dann war Zeit, uns auf den Hüttenweg zu machen, wir wollten ja spätestens um 17 Uhr bei der Hütte sein. Also marschierten wir zügig los, damit wir ca. 13 Uhr im „sunnig Aar“ eine Mittagsrast einschalten konnten. Unterwegs gab es immer wieder schöne Fels- und Gesteinsarten zu bestaunen; auch die vielfältige Natur kam nicht zu kurz.

 

Das nächste Ziel nach der Rast war das Gletschervorfeld. Hier liegen für Geologen wahre Steinschätze in der Ebene. Unter kundiger Leitung versuchten wir diese Steinbrocken und Felsstücke zu bestimmen. Edi überraschte alle mit einem schwarzen Brocken, der dann eifrig mit Lupen untersucht wurde. Lukas gab uns hier den Auftrag interessante Steine für den Abend mitzunehmen – es gibt einen Wettbewerb und wer den ältesten Stein findet, erhält ein Bier. Also werden die Hosentaschen mit Steinen gefüllt.

 

Die Zeit eilte davon und ich musste für den Aufbruch mahnen. Kurz oberhalb der Gletschermoräne, welche wir nun ohne überqueren eines Gletscherteils erreichten, erklärte uns René wie inskünftig der Hüttenweg angelegt werden kann. Danach nahmen alle in ihrem Schritt den Weg zur Hütte unter die Füsse. Dort angekommen begrüsste uns Stefan herzlich und wünschte uns einen schönen Aufenthalt. Müde und zufrieden genossen die Teilnehmenden ein erfrischendes Getränk, um danach das Nachtlager einzurichten.

 

Um 19 Uhr erwarteten wir alle hungrig das Abendessen, das Stefan und sein Team hervorragend zubereitet hatte.

 

Nach dem Essen kam der grosse Moment. Welche Gesteinsarten hatten wir mitgebracht? Gehören sie zur Gruppe magmatisch, metamorph oder ist es ein Sedimentgestein? Wer hat den ältesten Stein gefunden? Nun dieser Punkt geht an Edi. Mit seinem schwarzen Brocken, den wir schon im Gletschervorfeld bestaunten, hat er ins Schwarze getroffen. Es war ein typischer magmatischer Stein, also ein Lavastein aus der erkalteten Erdkruste. Nach so viel Infor-mationen gingen wir alle müde und zufrieden unter die Wolldecken.

 

Am Morgen erstrahlte die Bergwelt im schönsten Sonnenlicht und nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg, nicht ohne weitere Informationen z.B. Gletscherbewegungen, Gletscherschwund, Gefahren in der Bergwelt durch abschmelzende Gletscher etc. Kurz vor der Staumauer beim Tunnelausgang bestaunten wir noch eine Besonderheit – Spuren eines frühen Erdbebens, das hier einen ansehnlichen Spalt und eine schöne Verschiebung im Aaregranit hinterliess.

 

Auf dem Hospiz angelangt, entledigten wir uns den schweren Schuhen und fuhren nach Guttannen. Hier informierte uns Daniel Bürki, Verantwortlicher in der Gemeinde für die Murgang – Gebiete „Rotlouwi“ und „Spreitgraben“ über die Naturgefahren mit denen sich heute Berggemeinden immer mehr auseinandersetzen müssen.

 

Nach diesem vielseitigen Programm trafen wir uns noch im Bären in Guttannen und liessen die beiden Tage bei einer guten Erfrischung und einem feinen Aprikosenkuchen ausklingen.

 

Ich danke Lukas Nibourel ganz herzlich für die spannende und äusserst informative Exkursion. Auch allen Teilnehmenden gebührt ein Dankeschön für das aktive Mitmachen – es war ein toller Anlass.

 

Wanderleiter: Willy Hartmann

 

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