Touren

Die Teilnahme an einer Sektionstour erfolgt auf eigenes Risiko. Der Versicherungsschutz ist Sache der Teilnehmenden.

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Tourenwoche Reschenpass

Schneeschuhtouren

Sonntag, 19. Februar 2017

Nach einer nervenaufreibenden Von-Stau-zu-Stau-Fahrt kamen alle 26 Teilnehmer/innen sowie die beiden Bergführer Mattias und Walter am Samstagabend wohlbehalten im Hotel zum Mohren in Reschen an.

Am Sonntagmorgen um halb neun machten wir uns zur ersten Tour bereit. Sonniges Wetter, -7° C und ein eisiger Wind liessen einige von uns nach wärmeren Handschuhen, Stirnband oder Mütze suchen und die Reissverschlüsse wurden ganz hochgezogen. Von unserem Hotel aus sahen wir bereits unser erstes Ziel, die bewartete Hütte auf der Reschener Alp. Aber bis dahin mussten wir zuerst 500 Höhenmeter überwinden. Nein, wirklich viel Schnee hatte es auch in dieser Gegend nicht und schon lange war nichts mehr dazugekommen.

Nach ein paar Minuten Fussweg schnallten wir unsere Schneeschuhe an und überquerten zuerst die Ski- und Rodelpiste und die Skiliftspur. In diesem offenen Gelände spürten wir den Wind sehr und wir waren dankbar für die Geländeänderung, die uns bald ein wenig Windschatten bot. Von links schien uns die Sonnen an und zeichnete schöne Schattenbilder auf den Schnee. Walter, unser Bergführer, ging in gemächlichem Schritt voran und wir 13 SAC-ler/innen folgten ihm. Es gelang ihm (fast) immer einen Weg auf etwas Schnee zu finden, was aber nicht so einfach war. Während der ersten Trinkpause konnten wir schon auf Reschen hinunter schauen und auf den Stausee, aus dem auf der gegenüberliegenden Seite noch der Kirchturm zu sehen war. 1950 wurden die Bewohner des ursprünglichen Dorfes zwangsenteignet und mehr als 150 Häuser gesprengt. Einzig von der Kirche, die unter Denkmalschutz stand, blieb der Turm stehen. Vor einigen Jahren musste er saniert werden, damit er nicht zerfällt.

Inzwischen war es wärmer geworden und wir konnten einige Utensilien, die wir vor dem Hotel noch angezogen hatten, wieder im Rucksack verstauen. Walter schlug danach vor, etwas weniger steil zu steigen. Aus der Runde kam keine Opposition und so nahmen wir den nächsten Teil in Angriff und erreichten nach knapp 2 ¾ Stunden unser erstes Ziel, die erwähnte Reschener Alp.

Bei der Hütte angekommen, halbierte sich die Gruppe. Für die eine Hälfte reichte es für den ersten Tag. Die andern schnallten sich die Schneeschuhe nochmals an und dann kam richtiges Schneeschuhfeeling auf! Nun konnte Walter das machen, was er am liebsten tut, eine eigene Spur legen. Oberhalb der Hütte hatte es tatsächlich mehr Schnee und die Verhältnisse waren gut. So meisterten wir noch rund 250 Höhenmeter, ziemlich steil angelegt im Pulverschnee. Den Fitnesstest hatten wir somit bestanden. Nach etwa 75 Minuten stärkten wir uns noch einmal, bewunderten dabei das herrliche Panorama, vom Skigebiet von Nauders zur linken bis in die Dolomiten zur rechten Seite. Über dem See konnten wir einige Kitesurfer beobachten, die sich vom Wind treiben liessen, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück zur Hütte machten. Auch für den Abstieg legte Walter wieder eine direkte Spur, was bei diesen Verhältnissen wirklich Spass machte.

Zurück bei der Hütte, überliessen und die restlichen Gruppenmitglieder den Platz auf der Sonnenterrasse und machten sich auf den Heimweg der Strasse entlang. Etwas später taten wir es ihnen gleich, nahmen aber nach ein paar hundert Metern eine Abzweigung. Auch ohne Schneeschuhe kamen wir gut voran bis, ja bis wir vor einem „Gletscher“ standen. Ein Bach hatte den Weg für sich genommen und war hart gefroren. Uns blieb nichts anderes übrig, als die Schneeschuhe wieder zu montieren und so schafften wir dieses Hindernis problemlos. Ja auch die Schneeschuhe hatten heute ihren Fitnesstest bestanden. Als Allrounder bewährt sie sich im ersten Teil auf einem harten Deckel, auf gefrorenen Wiesen, über Steine, im mehligen Ein-Schritt-vor- zwei-zurück-Schnee, durch Alpenrosen und dann zuletzt eben auch als Eiskrallen. Somit stand der Fortsetzung der Tourenwoche nichts im Weg.

Romy Roth

Montag, 20. Februar 2017

In Rojen, einem Weiler ca. 10 Autominuten von Reschen entfernt, starteten wir unsere heutige Schneeschuhtour. Wir, das sind 13 Teilnehmer/innen der Wintertourenwoche III, plus unser Bergführer Walter Obergolser, der uns bereits von der Tourenwoche 2016 bekannt war.

Bei leichtem Schneefall führte der Aufstieg zuerst steil über Weiden und durch lichte Lerchenwälder. Walter legte eine angenehme Spur, so dass wir die Steigung gut bewältigen konnten. Später gelangten wir auf eine Alm wo wir eine kurze Rast einlegten bevor wir den zweiten Teil des Aufstiegs in Angriff nahmen. Die Route führte in etwa der Skitourenroute zum „Äusseren Nockenkopf“ entlang, wo einige Skitourengänger unterwegs waren. Die Schneeverhältnisse waren sehr unterschiedlich, von wenig Schnee im unteren Teil, bis verblasenen, fast aperen Stellen in Kammnähe, dann wieder Tiefschnee mit einem „Deckel“, war alles anzutreffen. Aber immerhin Schnee….. was in diesem Winter nicht für alle Winterorte zutraf. Auf einem Plateau unterhalb vom „Äusseren Nockenkopf“ hatten wir unser Ziel erreicht. Inzwischen hatte es aufgeklart und wir wurden mit einer schönen Rundsicht belohnt. Auf der gegenüberliegenden Talseite lag das kleine, feine Skigebiet Schöneben. Über eine andere Route führte uns Walter zurück zur Alm, wo wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen unser Wissen über LVS auffrischten und die Anwendung übten. Zurück in Rojen besichtigten einige der Gruppe die kleine Kapelle, die mit sehr schönen Fresken aufwartete. Und natürlich kamen auch das Durstlöschen am Schluss der Tour und der Humor nicht zu kurz. Zum Beispiel weihte uns Walter in die drei Lügen der Bergführer ein:

Lüge Nummer 1

Wir sind gleich da, es ist nicht mehr weit.

Lüge Nummer 2

Das ist alles kein Problem.

Lüge Nummer 3

Ihr macht das wirklich gut.

J J J

Herzlich Sonja Frey

 

Dienstag, 21. Februar 2017

Langtaufers (Valle Lunga)

Die Wetterpropheten drohen mit einem kurzen Wetterumschlag. Tatsächlich fallen während des Aufstiegs einige kleine Schneeflocken, am Nachmittag wird es wärmer und die Schneeflocken werden zu Wassertröpfchen, nass werden wir nicht wirklich.

Wir fahren mit den Autos ab Graun in das Seitental Langtaufers bis zum Dorf Melag. Trotz wenig Schnee findet der Bergführer am rechten Talhang immer wieder Stellen, durch die wir eine schöne Schneeschuhspur ziehen können. Die abwechslungsreiche Tour führt durch dünn bewaldete Stellen, mit sehr schönen Arven und Lerchen. Im Talgrund mäandert der Karlinbach und hinterlässt im Schnee Eisfelder, auch am Talhang müssen wir mit Vorsicht über Eisfelder gehen. In einer kurzen Schlucht ist der Bach sichtbar, das Wasser fällt über Felsen und Steine – was gibt es schöneres als einem plätschernden Bergbach zu folgen?

Bei der Brücke teilt sich die Gruppe, ein Teil geht weiter ins Tal, die andere geht zur Melager Almhütte. Die ganze Gruppe hätte nicht miteinander Platz gefunden. Nach einer Stunde kann die erste Gruppe die Tische der zweiten übergeben.

Im Talgrund wandern wir retour zu den Autos. Trotz schlechter Wetterprogose haben wir eine schöne, abwechslungsreiche Tour erlebt.

R. und H. Lanz

Mittwoch, 22. Februar 2017

Am Morgen zur gewohnten Zeit verteilte sich unsere Schneeschuhgruppe auf die verschiedenen Autos zur Fahrt nach Nauders. Mit der Gondelbahn ging es auf den Klasjungerkopf auf 2200 müM, wo wir unsere Schneeschuhe anschnallten. Das Wetter sah noch nicht viel versprechend aus, aber es sollte immer sonniger werden. Entlang der Skipiste und über den Winterwanderweg oder Steig erreichten wir nach 30 Minuten die moderne Stierhütte. In dieser neu aufgebauten Hütte genoss unsere Gruppe den Morgenkaffee oder eine heisse Schokolade. Weiter geht die Tour zum Speichersee, um bald danach die Grenze Oesterreich/Italien zu passieren.

Auf der Hochebene Plamort bestaunten wir die riesige Panzersperranlage aus dem 2. Weltkrieg. Wenig später hielten wir unsere Mittagsrast ab. Nach kurzer Zeit nahm unsere Gruppe den Abstieg unter die Schneeschuhe. Unterwegs kroch ein Teil der Gruppe in einen alten Bunker. Zum Glück fanden alle den Ausstieg wieder. Weiter ging es über die Rosshütte abwärts zur Etschquelle auf 1550 müM.

Nach kurzer Wanderung ohne Schneeschuhe erreichten wir das Dorf Reschen.

Technische Daten:

Aufstieg: ca. 150 Hm

Abstieg: ca. 700 Hm

Dauer: ca. 5,5 h, davon 1,5 h Pause.

Trix Stammbach

Donnerstag, 23. Februar 2017

Bei sehr schönem Wetter startet um 9 Uhr morgens eine recht verkleinerte Schneeschuh-Gruppe, mit dem Bergführer Walter sind wir bloss 9 Leute, zur zweitletzten Wanderung. In Graun machen wir Halt, um den berühmten Kirchturm im Wasser des Stausees zu fotografieren. Da es schattig und somit dunkel ist, verschieben wir unser Ansinnen auf die Rückfahrt. Hinein ins Langtauferstal fahren wir mit den Autos bis nach Grub. Dort holt uns ein Raupenfahrzeug ab und bringt uns zum Berghaus Maseben auf 2200 m Höhe. Der Betrieb der Gondelbahn, die noch bis vor einem Jahr diesen Dienst übernommen hatte, wurde aus sicherheitstechnischen Gründen eingestellt. Ob wohl das grosse Berghaus mit seinen 50 Schlafplätzen und vor noch nicht allzu langer Zeit renoviert, diese massive Reduktion an Gästen überleben wird? Wir wandern talauswärts, ein bisschen rauf und runter, während fast 2 Stunden bis zum Punkt 2363 m. Dort geniessen wir die klare Aussicht auf die vielen Berge rundherum. Nach einem kleinen Picknick wandern wir auf einer anderen Spur wieder zurück, zum Berghaus Maseben. In einem gemütlichen Säli genehmigen wir uns ein feines Mittagessen. Walter hat beim Wirt 9 Schlitten bestellt. Mit diesen fahren wir, mal schneller, mal langsamer, mit grossem Plausch ins Tal hinunter. Aus dem Fotografieren auf der Rückreise wird dann allerdings nichts, weil sich zwischenzeitlich der Himmel bedeckt hat und deshalb leider keine Sonne mehr scheint!

Gite Matter

 

 

Skitouren

Sonntag, 19. Februar 2017

Äusseren Nockenkopf 2770 m

Herrlicher Sonnenschein, Temperatur -7 Grad, perfektes Wetter für unsere erste Skitour. Unser Ziel war der äussere Nockenkopf, ein Berg an der Schweizergrenze in der Sesvennagruppe. Mit drei Autos fuhren wir 10 SkitourenteilnehmerInnen angeführt von unserem Bergführer Matthias, ins nahegelegene Rojental. Beim Weiler Rojen (1973 m) konnte es losgehen. Vor uns lagen 800 Höhenmeter. Auf den ersten Metern waren noch einige mit ihrer neuen Bindung beschäftigt. Nach einer ersten steileren Stufe zog Matthias eine angenehme Spur auf wunderschönem Tourengelände dem Talboden entlang. Die letzten 250 Höhenmeter zum Gipfel wurden dann steiler, sodass auch einige Spitzkehren gefragt waren.

Nach knapp drei Stunden Aufstieg erreichten wir unser Ziel. Die Mittagspause verbrachten wir bei angenehmer Temperatur und Windstille auf dem Gipfel. Dabei genossen wir das prachtvolle Panorama. Im Westen der Blick ins Unterengadin nach Ramosch, das Val Sinestra und den Piz Buin, gegen Osten die Ötztaler Gipfel Wildspitze und Weisskugel und im Süden die Ortler Gruppe mit Königspitze und dem Ortler. Nachdem wir uns ausgiebig verpflegt hatten machten wir uns für die Abfahrt bereit.

Im ersten steilen Hang konnten wir uns auf kompakten griffigen Schnee freuen. Meinerseits lief alles optimal bis ich bei Matthias anhalten wollte. Plötzlich lag ich vor ihm kopfüber im Schnee. Alles halb so schlimm, wenn da das Problem mit einem Ski nicht gewesen wäre. Die Frage lautete nämlich: Wie fahre ich ohne Fersenautomat die restlichen 500 Höhenmeter ins Tal. Telemark ist nicht meine Disziplin. Matthias und Kurt suchten sicher 10 Minuten mit der Schaufel nach dem verlorenen Teil im Tiefschnee bis sie fündig wurden. Für die Befestigung des Fersenautomates war jetzt Improvisation gefragt. Die Idee mit dem Kabelbinder und Lederriemen wurde zu Gunsten einer Reepschnur des Bergführers verworfen. Ich muss zugeben, ich hatte bei der restlichen Talfahrt immer ein wenig Bedenken, ob diese Art Sicherheitsbindung halten würde. Sie hielt!

Die Verhältnisse waren mit Ausnahme der letzten 200 Höhenmeter ganz gut. Entlang des Baches stellte sich dann heraus, dass wir nicht die Ersten waren. Einige wählten die Südseite mit den gefroren Spuren die andern die Schattseite mit dem schweren Tiefschnee. Letztendlich kamen alle wieder heil am Ausgangspunkt an. Selbst-verständlich wurde die Heimfahrt erst angetreten nachdem wir im Gasthof Rojen Bergkristall eingekehrt waren.

Heinz Roth

 

Montag, 20. Februar 2017

Westlicher Mataunkopf, 2890 m

Die Wetterprognose lautete für heute Vormittag Schnee und für den Nachmittag Sonnenschein. Diese Voraussage stimmte genau. Nach einer kurzen Autofahrt von etwa 10 Minuten verschob sich die neunköpfige Gruppe ab Reschen (Italien) über die Grenze nach Nauders (Österreich) zur Talstation der Bergkastelbahn. Wir staunten über die besondere Architektur dieser Station, über die speditive Abfertigung mit dem Lösen der Tickets, dem günstigen Tarif und den topmodernen Kabinen. Oben angelangt auf der Bergstation gab's noch etwas Schneefall. Die Skier wurden montiert, in einer kurzen Abfahrt einige Höhenmeter vernichtet, die Felle montiert und die Tour in Angriff genommen. Vorerst ging's recht gemächlich etwa 2 ½ Stunden durch das leicht ansteigende Schalenztal. Erst in der letzten Stunde der Tour wurde es recht steil und damit verbunden waren auch einige nahrhafte Spitzkehren. Unterhalb des Gipfels deponierten wir die Ski. Inzwischen herrschte eitel Sonnenschein so dass die Gruppe geschlossen noch zu Fuss den Gipfel bestieg und die unlimitierte Aussicht genoss. Nach 3 1/2 Stunden und etwas mehr als 700 Höhenmetern war der Aufstieg beendet. – Es folgte noch die Abfahrt zur Talstation der Bergkastelbahn - im erste Teil über unberührte Hänge mit dünner Schneedecke und versteckten Steinen, die bei einigen Kameraden unliebsame Stürze und Schäden an den Skiern verursachten. Im zweiten Teil erreichten wir eine gut präparierte Piste, die die Fahrer von der Gefahr von Steinen erlösten. In der Goldegghütte wurde ein kurzer Trinkhalt eingeschaltet und nachher ging's in rasantem Tempo zur Talstation hinunter. Der schöne Abstecher ins österreichische Nauders fand seinen Abschluss in unserem Hotel Mohren, Reschen, mit einem wunderbaren Nachtessen und auserlesenen Weinen aus dem Südtirol.

Wilfried Rüegger

Dienstag, 21. Februar 2017

Richtung Schwarzkopf

Das Wetter ist wie prognostiziert neblig und wechselhaft. Deshalb hat Matthias eine Skitour im Langtauferer Tal – östlich vom Reschensee - vorgeschlagen. Wir fahren mit den Autos von Reschen nach Graun und dann ins Tal hinein bis zum Parkplatz bei Kappl 1852 müM. Wir sind früh dran und Mathias nutzt die Zeit um mit uns eine Übung mit den LVS durch zu führen. Er zeigt uns zudem das effiziente Arbeiten bei der Suche von verschütteten Personen mit seiner neuen - mit einem Sensor ausgerüsteten – Sondierstange.

Inzwischen ist das Gefährt für unsere Bergfahrt eingetroffen. Es handelt sich um ein Raupenfahrzeug mit Raupenanhänger mit Platz für ca. 20 Personen. Auf dem schneebedeckten Alpweg geht es ca. 15 Minuten steil und kurvig bergauf bis zur Bergstation der stillgelegten Sesselbahn neben dem Bergrestaurant Maseben auf 2267 müM.

Nun steigen wir mit den Skiern bergan Richtung Schwarzkopf. Dieser ist jedoch bei diesem windigen Wetter im Nebel nur selten zu sehen. Wir passieren den unteren Maderkopf auf 2457 müM und ziehen weiter bis zu einer Felskuppe ohne Namen auf 2715 müM. Hier stimmen wir Mathias zu, dass es bei diesem Wetter keinen Sinn macht weiter bergan zu touren. Nach kurzer Pause fahren wir in einer Rinne in nordöstlicher Richtung in recht gutem Tiefschnee bei mässiger Sicht bergab bis zum Bergrestaurant Maseben. Hier verpflegen wir uns fein. Anschliessend fahren wir auf Alpwegen zurück zum Parkplatz, unserem Ausgangspunkt.

Otti Huber

Mittwoch, 22. Februar 2017

Suldenspitze 3376 m

Das Ziel der heutigen Tour ist die Suldenspitze. Sie liegt in einer grandiosen Gipfelkulisse zwischen Ortler, Königsspitze und Cevedale. Die Fahrt von Reschen nach Sulden (1900 m) dauert mit dem Auto eine Stunde. Mit der Seilbahn fahren wir hoch bis zur Schaubachhütte (2581 m). Zuerst führt die Aufstiegsspur durch die Moränenmulden hinauf zum Suldenferner mit seinen Eisbrüchen und Spalten. Über die Janinger Scharte erreichen wir nach drei Stunden den Gipfel. Bei schönstem Wetter, begleitete uns ein böiger starker Wind, auf einem Teil der Tour. So mussten die Felle einige Meter unterhalb der Suldenspitze von den Ski abgenommen werden. Die zehn Teilnehmenden konnten die guten Schneeverhältnisse ausserhalb und auf der Piste in der Abfahrt geniessen.

Max Schumm

Donnerstag, 23. Februar 2107

Skitour Zwölferkopf

Wie kam der Berg zu seinem Namen? Zwölfer bezeichnet einen Gipfel, der im Süden einer grösseren Ortschaft steht, und um 12 Uhr mittags direkt unter der Sonne zu sehen ist. Eine analoge Regel gilt für: Zehner oder Elfer.

Um 9 Uhr steigen 6 tourenhungrige Individuen bei der Talstation Rojen aus dem Auto. Bereits jetzt ist Vorsicht angesagt. Der Parkplatz ist vereist und mit schmutzig braunem Wasser durchsetzt. Der erste Wegabschnitt ist mit Hundekot gut markiert. Doch schon bald biegen wir nach links ab und müssen uns nun an anderen Merkpunkten orientieren. Durch lichten Wald, mit z.T. tiefhängenden Ästen, steigen wir in forschem Tempo bergan. Leidet Matthias heute unter Verfolgungswahn, oder will er unsere Fitness testen? Nach ca. einer halben Stunde beschliessen wir in einer Teamsitzung (stehend): Bergführer, bitte einen Gang zurückschalten! Nun geht es abwechslungsreich in romantischer Umgebung weiter. Das Gelände wird steiler und Matthias zeigt uns, wie eine Spitzkehre elegant gemeistert wird. Nun heisst es: Üben! –Ü- Ü- Üb – bbb-ben!!?? Hoppla! Werden wir bis zum Gipfel in der Sparte „Spitzkehren-Akrobatik“ die „Balletttänzer-Reife“ erlangen? Die Antwort liegt im Schnee begraben. Aber auch unser Bergführer hat noch einige Herausforderungen zu meistern. Die harte Schneekruste wird immer dicker und er stampft wie ein Eisbrecher im Nordpolarmeer voran. Über der Waldgrenze sorgen mit „Kugellagerschnee“ eingeseifte Alpenrosenstauden für eine abwechslungsreiche Gangart. Im leicht coupierten Gelände bleibt aber genügend Zeit, den Blick immer wieder in die sonnige, weisse Gipfelarena des Rojentals abschweifen zu lassen. Um 13 Uhr erreichen wir nach 850 m Aufstieg unser Ziel auf 2780 m.ü.M. In einer Mulde suchen wir Schutz vor dem Wind und vertilgen unser mitgebrachtes Rucksackmenü. Über schöne Hänge fahren wir alsdann ab zur sehr steilen Skipiste. Der schwere Schnee zehrt an unseren Kräften. Deshalb sind wir froh, dass sich die Schihütte Rojen nicht als Fata Morgana, sondern als Bierzapfstelle entpuppt. Peter und Gabi spendieren eine Runde Radler und ein Cola, als Dank für die freundliche Aufnahme in der Skitourengruppe.

Am Abend erleben wir im Hotel eine Überraschung: Apero und Nachtessen werden von einem Tiger und einer Hexe (ohne Besen) serviert. Des Rätsels Lösung lautet: Heute ist „schmutziger Donnerstag“ und somit Beginn der Fasnacht.

Der närrische Schreiber: Walter Lustenberger

Freitag, 24. Februar 2017

Der erwartete Wetterumschwung ist eingetreten und der Winter hat sich zurückgemeldet. Beim Blick aus dem Fenster sehen wir leichten Schneefall. Das Tourenprogramm wurde bereits am Vorabend angepasst: statt einer Tagestour eine kurze Halbtagstour im gleichen Tal wie die Schneeschuhläufer und am Nachmittag eine gemeinsame Besichtigung des Klosters Müstair. Zur gewohnten Zeit um 8.30 Uhr starten wir Richtung Bürgers. Vom mittelalterlichen Dorfkern führt eine Straße vorbei am weit sichtbaren, über der Stadt thronenden Kloster Marienberg nach Schlining. Hinter dem Dorf (1738 M.) beginnt ein Winterwanderweg durch ein langgestrecktes Hochtal, den wir im unwirtlichen Schneegestöber bis zur Schliniger Alm (1868 M.) laufen. Eigentlich sind wir erst allmählich warmgelaufen, aber das windige Wetter lässt einen Kaffee in der Hütte einfach zur echten Alternative zum Weiterlaufen werden. Die Hüttencrew freut sich über den frühen Besuch und wie auf dem Foto zu sehen ist, genießen alle die gemütliche Rast. Nach Cappucino & Co. brechen einige „Wilde“ nochmals auf, um Sturm und Schnee zu trotzen. Das Ziel Sesvenna Hütte (2258 M) könnte zum würdigen Abschluss der Tourenwoche werden. Doch der Wind bläst unvermindert scharf und fegt die letzten Schneereste vom Almweg. Es bleiben Eisplatten und zunehmend mehr Steine, die gekonnt umgangen werden müssen. Auf halben Weg dann ein lauter Ausruf: „Für mich ist hier Schluss!“ der zunehmend mehr Zustimmung findet, bis auch Matthias bestätigt, dass heute wohl nicht mehr drin sei. So fellen wir ab und gleiten über Stock und Stein oder besser Eis und Stein den Talweg hinunter bis zum Parkplatz. Nun erwartet uns Teil 2 des Tages: die Besichtigung des Weltkulturerbes Müstair. Nach einer kurzen Fahrt über die Schweizer Grenze treffen wir uns alle gegen 14 Uhr vor dem Kloster. In einer 90-minütigen Führung erfahren wir viel über das Klosterleben in längst vergangen und heutigen Zeiten. Beeindruckt verlassen wir die Klostermauern und stellen uns für ein letztes gemeinsames Foto auf. Inzwischen hat auch die Sonne den Himmel zurückerobert.

Toni Schwarz

 

 

 

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